Kapitel 1
Es war der 22. Dezember und Meg Cummings war auf dem Weg von Chicago zur Farm
Ihrer Eltern in Ludlow, Kansas. Seit einem halben Jahr, seit der Trennung von
Ihrem Verlobten Tim, lebte sie nun in Chicago. Zu Weihnachten kehrte sie nun das
erste mal wieder nach Ludlow zurück.
Bis vor einer Stunde war
die Fahrt sehr angenehm gewesen, dann hatte aber heftiger Schneefall eingesetzt
und wie es aussah, würde es nicht so schnell besser werden. „Ausgerechnet hier
in den Bergen muss es so heftig schneien.“ dachte Meg und versuchte sich auf die
verschneite Straße zu konzentrieren. In einer leichten Rechtskurve geriet sie
mit dem linken Hinterrad auf eine vereiste Stelle und verlor die Kontrolle über
das Auto. Ohne das Meg etwas machen konnte, rutschte das Auto und den
Straßengraben und steckte fest. Als sie sich von dem Schreck erholt hatte, stieg
sie aus. Zum Glück war sich nicht schnell gefahren und Ihr war nichts passiert,
aber als sie sah, dass das Auto feststeckte, wusste sie sofort, das sie es
alleine dort nicht hinausbekommen würde.
„Verdammt, muss das
ausgerechnet hier in dieser Einöde passieren? Hier kommt doch bestimmt kein
Mensch mehr vorbei heute.“ Meg ließ sich wieder auf den Fahrersitz fallen.
„Hoffentlich funktioniert wenigstens mein Handy hier.“ Sie holte es aus Ihrer
Tasche, musste aber feststellen, dass sie hier zwischen den Bergen keinen
Empfang hatte. „Mist was mache ich nun? Es wird langsam dunkel und ich kann doch
nicht die Nacht hier verbringen. Der Schneesturm wird auch immer schlimmer.“ Sie
stieg erneut aus und sah sich um. Ganz in der Ferne entdeckte sie ein schwaches
Licht. „Ok Meg Cummings, wenn Du nicht die Nacht hier in der Kälte verbringen
möchtest, musst Du Dich auf den Weg dorthin machen.“ Sie nahm Ihren kleinen
Lederrucksack vom Beifahrersitz und packte Ihre Papiere und das Handy ein. Im
Auto fand sie auch noch eine Taschenlampe, die sie mitnahm. Sie verschloss den
Wagen und begann querfeldein in Richtung des Lichts zu gehen.
Ben Evans hatte für sich und seine vierjährige Tochter Mary Ann einen Eintopf
als Abendessen gekocht. Es war das erste Weihnachten, das er mit seiner Tochter
alleine verbringen würde und er versuchte es so schön wie möglich für sie zu
gestallten. Heute hatten sie den ganzen Nachmittag draußen im Schnee verbracht.
Mit roten Wangen saß Mary Ann nun am Tisch und aß Ihren Eintopf. „Und morgen
holen wir uns ganz bestimmt unseren Weihnachtsbaum, Dad?“ Sie war ganz
aufgeregt. „Aber ja doch Mary Ann, das habe ich Dir doch versprochen.
Morgen gehen wir in den Wald und suchen uns den schönsten Baum aus, den wir
finden können.“ Ben lächelte seine kleine Tochter an. Wie ähnlich sie doch Ihrer
Mutter sah, gerade in diesem Augenblick, mehr denn je. „Und bist Du Dir auch
sicher, dass der Weihnachtsmann uns hier finden wird?“ das war in den letzten
Tagen Mary Ann’s größte Sorge. „Aber natürlich Mary Ann. Warum sollte er Dich
hier nicht finden? Der Weihnachtsmann weiß immer ganz genau, wo sich alle Kinder
aufhalten.“ Ben begann das Geschirr zusammen zustellen „Geh schon mal rüber ins
Wohnzimmer an den Kamin. Ich mache uns noch einen heißen Kakao und dann komme
ich und ich lese Dir noch eine Weihnachtsgeschichte vor.“ Mary Ann stand vom
Tisch auf „Prima, mit Sahne?“ „Natürlich mit Sahne, sonst schmeckt der Kakao ja
nicht richtig.“ Ben zwinkerte seiner Tochter zu. Mary Ann verließ die Küche und
ging in das Wohnzimmer hinüber. Sie setze sich auf das Sofa und nahm das dicke
Buch mit den Weihnachtsgeschichten in die Hand und blätterte darin herum, bis
sie eine fand, die sie gerne hören wollte. Kurze Zeit später kam Ben mit zwei
großen Tassen dampfenden Kakao. Er legte noch etwas Holz aufs Feuer und setzte
sich dann neben Mary Ann „So, zeig mal, welche Geschichte Du heute ausgesucht
hast.“ Ben nahm das Buch und schaute sich die Seite an, die Mary Ann ausgesucht
hatte. „Oh ‚Worüber das Christkind lächeln musste’. Das ist meine
Lieblingsgeschichte. Komm her, dann können wir anfangen.“ Mary Ann kuschelte
sich in den Arm Ihres Vaters und Ben begann zu lesen „Als Josef mit Maria von
Nazareth her unter....“ In diesem Moment wurden sie durch ein lautes klopfen an
der Haustür unterbrochen. „Nanu, wer kann denn das sein, bei diesem Wetter
sollte niemand bis hier heraus fahren.“ Ben stand auf „Glaubst Du das ist der
Weihnachtsmann, Dad?“ Ben lächelte seine Tochter an „Nein, das glaube ich nicht,
Honey, dann wäre er zwei Tage zu früh dran.“ Ben ging zur Haustür und öffnete
sie. Zu seinem erstauen stand eine junge Frau vor Ihm. „Guten Abend,
entschuldigen sie bitte die Störung, aber ich bin mit meinem Auto in den Graben
gefahren und komme alleine dort nicht mehr weg.“ Meg versuchte sich die
Schneeflocken aus dem dunklen langem Haar zu schütteln.“ Ben trat einen Schritt
zur Seite „Meine Güte, sie müssen völlig durchnässt und durchgefroren sein.
Kommen Sie erstenmal herein, um Ihr Auto können wir uns heute bestimmt nicht
mehr kümmern.“ Zögernd betrat Meg das Haus. Ihr war nicht ganz wohl dabei,
alleine das Haus eines Fremden zu betreten. „Er sieht aber eigentlich ganz
sympathisch aus und hat ein nettes Lächeln.“ dachte Meg bei sich. Erleichtert
sah Meg, dass ein kleines Mädchen neugierig um die Ecke schaute. „Bist Du ein
Engel vom Weihnachtsmann?“ fragend sah das Mädchen Meg an. Meg lächelte „Nein,
tut mir leid. Ich bin Meg Cummings und ich hatte einen kleinen Unfall mit meinem
Auto.“ „Hast Du unterwegs den Weihnachtsmann gesehen?“ wollte das Mädchen nun
wissen. Meg schüttelte den Kopf „Tut mir leid, ich habe den Weihnachtsmann auch
nicht gesehen.“ „Mary Ann,“ schaltete sich nun Ben ein „nun lass Miss Cummings
erst einmal die nasse Jacke und die nassen Stiefel ausziehen.“ Dann drehte
er sich wieder zu Meg um und reichte Ihr die Hand „Entschuldigen Sie bitte meine
Tochter. Ich bin Ben Evans und die junge Dame ist Mary Ann. Am besten ziehen sie
die Stiefel und Jacke aus und setzten sich vor dem Kamin zum aufwärmen, sie
müssen ja völlig durchgefroren sein.“ Meg zog die Stiefel und Jacke aus und
folgte Ben dann ins Wohnzimmer. Im Licht vor dem Kamin bemerkte Ben, das auch
Meg’s Jeans völlig durchnässt war. „Sie müssen aus den nassen Sachen raus. Das
beste wäre ein heißes Bad, damit Sie sich nicht erkälten. Ich werde Ihnen gleich
heißes Wasser in die Badewanne einlassen. Ihr Gepäck ist bestimmt noch im Auto,
oder?“ Meg nickte „Gut, dann werde ich Ihnen fürs erste was von mir raussuchen,
heute Nacht können wir nicht mehr zu Ihrem Wagen zurück.“ Sanft drückte er Meg
in den Schaukelstuhl vor dem Kamin und reichte Ihr seine Tasse heißen Kakao.
„Hier trinken Sie das. Keine Angst, ich habe davon noch nicht getrunken. Ich
gehe inzwischen ein Bad für Sie herrichten.“ Er lächelte Meg zu und verließ den
Raum. Vorsichtig trank Meg von dem heißen Kakao „Schmeckt gut, nicht wahr?
Inzwischen macht Dad schon fast einen so guten Kakao wie mom.“ Mary Ann hatte
sich wieder auf das Sofa gesetzt und schaute Meg mit großen Augen an. „ Wo ist
denn Deine Mutter?“ Meg hatte bisher noch keine Frau entdecken müssen. „Sie ist
gestorben, aber Daddy sagt, sie ist jetzt ein Engel und passt auf mich auf.“
Erschrocken sah Meg das kleine Mädchen an „Das...das denke ich auch.“ Meg wusste
nicht, was sie zu Mary Ann sagen sollte. Die kleine stand auf und nahm das Buch,
was auf dem Sofa lag, in die Hand und ging zu Meg hinüber „Kannst Du mir diese
Geschichte vorlesen.“ Meg nahm dem Mädchen das Buch aus der Hand und nickte
„Natürlich, sehr gerne.“ Mary Ann setzte sich auf dem Teppich vor dem Kamin und
Meg begann zu lesen. Wenige Minuten später kam Ben mit einem Flanellhemd und
einer Jeans in seiner Hand zurück. „Ich hoffe die Jeans wird Ihnen einigermaßen
passen, mir ist sie zu klein.“ Er reichte Meg die Kleidungsstücke. „Das Bad ist
fertig. Das Badezimmer finden Sie oben, die zweite Tür links.“ Meg stand auf
„Danke Mr. Evans.“ Sie ging ins Badezimmer hinauf und wenige Augenblicke später
lag sie im heißem Wasser.
Eine halbe Stunde später
kehrte Meg ins Wohnzimmer zurück. Da die Jeans ein wenig zu lang war, hatte sie
die Hosenbeine ein wenig hochgekrempelt, genauso wie die Ärmel von dem
Flanellhemd. Ben lächelte als er Meg sah „Na, fühlen Sie sich nun besser?“ Meg
nickte „Ja danke, Mr. Evans.“ Ben stand auf „Bitte nennen Sie mich Ben. Bei Mr.
Evans habe ich immer das Gefühl, dass mein Vater hinter mir steht.“ Er drehte
sich zu Mary Ann um „Und für Dich junge Dame wird es nun Zeit fürs Bett. Sag
Miss Cummings gute Nacht.“ Mary Ann stand auf und lächelte Meg an „Gute Nacht
Miss Cummings.“ „Gute Nacht Mary Ann, aber sag ruhig Meg zu mir.“ Die kleine
nickte und verließ dann das Wohnzimmer. „Ich bringe Mary Ann nur schnell zu Bett
und dann werde ich dafür sorgen, dass Sie etwas zu Essen bekommen.“ Er
verschwand hinter seiner Tochter. Meg sah sich ein wenig im Wohnzimmer um.
Wenige Augenblicke war Ben wieder zurück. „Es ist noch etwas Eintopf vom
Abendessen übrig, das werde ich Ihnen noch einmal heiß machen.“ Bevor Meg etwas
erwidern konnte, war er auch schon in die Küche verschwunden. Meg folgte Ihm. „Mmm,
das duftet köstlich. Bis eben hatte ich gar nicht bemerkt, wie hungrig ich
eigentlich bin.“ Ben stellte einen gefüllten Teller vor Meg „Guten Appetit.“
„Danke,“ Meg probierte ein wenig „mmm, es schmeckt genauso gut wie es duftet.“
Bald hatte Meg den Teller geleert. „Möchten Sie noch etwas?“ Meg schüttelte den
Kopf und begann zu gähnen. Ben bemerkte dieses „Kommen Sie Miss Cummings, ich
zeige Ihnen das Gästezimmer.“ Er stand auf „Das wäre nett, ich bin wirklich
müde.“ Meg folgte Ben in ein gemütlich eingerichtetes Gästezimmer. „Oh, das ist
sehr schön hier.“ Meg betrat das Zimmer und setzte sich auf das Bett. „Ich
wünsche Ihnen eine gute Nacht, Miss Cummings“ Ben drehte sich um und wollte das
Zimmer verlassen „Danke und Ben?“ Er drehte sich wieder zu Meg um „Nennen Sie
mich bitte doch Meg.“ Ben lächelte „Ok, dann gute Nacht Meg. Schlafen Sie gut.“
Bevor Meg noch etwas sagen konnte, hatte er das Zimmer verlassen und die Tür
hinter sich geschlossen. Auto.
Als Meg am nächsten Morgen aufwachte, wusste Sie im ersten Augenblick nicht wo
sie war, aber dann fiel Ihr alles wieder ein. Der Schneesturm, dass Sie mit
Ihrem Auto in einen Graben gerutscht war und schließlich Ben und seine kleine
Tochter Mary Ann. Meg sah auf die Uhr und stellte fest, das es erst halb sechs
war, also noch viel zu früh, um aufzustehen. Sie kuschelte sich wieder in die
Decke ein und schloss die Augen. Es dauerte nicht lange und Meg war wieder
eingeschlafen.
Ben hatte so gut wie
schon lange nicht mehr geschlafen. Ausgeruht wachte er gegen halb acht auf. Gut
gelaunt stand er auf, duschte, zog sich an und ging in die Küche hinunter, um
das Frühstück vorzubereiten. Er füllte die Kaffeemaschine und setzte die Pfanne
auf dem Herd. Dann ging er hinüber zum Kühlschrank und holte Eier und Speck
heraus. Die ganze Zeit summte er dabei vor sich her und musste selber lächeln,
als er es bemerkte. Als die Eier und der Speck in der Pfanne brutzelte, hörte er
plötzlich eine Stimme hinter sich. „Guten Morgen, Ben. Das duftet aber köstlich
hier.“ Meg stand in der Küchentür und lächelte Ben an. Ben schaute Ihr einen
Moment tief in die Augen und hatte Mühe sich wieder von Meg zu lösen. „Guten
Morgen Meg. Danke, setzten Sie sich, das Frühstück ist gleich fertig.“ Meg
setzte sich an den Küchentisch und Ben füllte je einen Teller für Meg und sich
mit Eiern, Speck und frisch getoastetem Brot. „Kaffee?“ fragte er, als er einen
Teller vor Meg stellte. „Ja gerne, danke.“ Ben goss Meg und sich Kaffee ein und
setzte sich dann auch an den Tisch. „Haben Sie gut geschlafen?“ Meg lächelte Ben
an „Danke sehr gut.“ Sie begann zu Essen „Schläft Mary Ann noch?“ Ben nickte
„Ja, sie ist gestern den ganzen Nachmittag draußen im Schnee herumgetollt und
war gestern Abend sehr müde.“ „Wie alt ist Sie?“ fragte Meg. „Sie ist im Oktober
vier geworden.“ antwortete Ben „Sie ist wirklich sehr reizend.“ Meg hätte gerne
gewusst, was mit Mary Anns Mutter passiert war, aber sie traute sich nicht zu
fragen. „Ja, das ist sie und sie wird Ihrer verstorbenen Mutter immer
ähnlicher.“ Ben schaute auf seinen Teller vor sich. In diesem Augenblick kam
Mary Ann, wie ein kleiner Wirbelwind, in die Küche gelaufen. „Guten morgen,
Daddy, guten morgen Meg.“ Sie setzte sich an den Tisch „Ich habe Hunger.“ Ben
stand auf „Was möchtest Du denn zum Frühstück? Eier mit Speck oder lieber
Cornflakes?“ Mary Ann setzte sich „Ich will Cornflakes, Dad.“ Ben bereitete
seiner Tochter eine Schüssel mit Cornflakes zu und stellte diese vor Ihr hin.
Dann setzte er sich und aß weiter. „Denken Sie, dass wir heute mein Auto
freibekommen?“ Ben schüttelte den Kopf „Glaube ich nicht. Es hat die ganze Nacht
heftig geschneit und bis die Räumfahrzeuge hier herauf kommen, kann es ein oder
zwei Tage dauern.“ Erschrocken sah Meg Ben an „Sie meinen also, so lange komme
ich hier nicht weg?“ Ben nickte „Ich fürchte ja, solange sitzen Sie hier mit uns
fest.“ Meg schob Ihren leeren Teller zur Seite „Darf ich dann mal telefonieren?
Meine Eltern erwarten mich heute und sie machen sich bestimmt große Sorgen, wenn
ich heute nicht ankomme.“ Ben stellte die Teller zusammen „Ich befürchte, das
Telefon ist schon seit gestern tot. Aber ich habe ein Funkgerät hier. Wir können
mit der Polizeistation im nächsten Ort Kontakt aufnehmen. Die werden bestimmt
eine Nachricht an Ihre Eltern weiterleiten.“ „Das wäre gut.“ Ben stand auf „Gut,
dann kommen Sie.“ Er führte Meg in ein kleines Büro. In einer Ecke stand ein
Funkgerät. Ben ging hinüber und schaltete es ein „Kirksville Policestation bitte
kommen für Bravo Delta 340.“ Einen Augenblick später meldete sich eine Stimme
„Bravo Delta 340, hier ist die Kirksville Police Station. Hallo Mr Evans, hier
ist Officer Spencer, was kann ich für Sie tun?“ „Hallo Spencer, bei mir ist seit
gestern eine Miss Meg Cummings. Ihr Auto steckt in fest. Wissen Sie wann der
Schneeflug hier oben sein wird?“ „Tut mir leid Mr. Evans, aber ich fürchte das
kann noch zwei oder drei Tage dauern. Hier herrscht das reinste Chaos.“ Meg sah
Ben erschrocken an „Können Sie eine Nachricht von Miss Cummings an Ihre Eltern
weiterleiten? Sie wird heute zu Hause erwartet.“ „Aber natürlich, wenn Sie mir
die Telefonnummer geben, kann ich dort anrufen.“ Ben reichte das Mikrofon an Meg
weiter „Hallo Officer Spencer, hier ist Meg Cummings. Die Telefonnummer meiner
Eltern ist 0975-423365. Richten Sie Ihnen bitte aus, das es mir gut geht und ich
Ihnen Frohe Weihnachten wünsche.“ „Roger wird gemacht Miss Cummings. Ich
versuche den Schneeflug so schnell wie möglich hoch zu schicken, aber es kann
noch zwei bis drei Tage dauern. Kann ich sonst noch irgendetwas für Sie tun?“
„Danke, aber das war alles.“ „Okay. Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten, ende
und aus.“ „Danke, Ihnen auch, ende und aus.“ Meg reichte das Mirkofon wieder an
Ben zurück. „Wie es aussieht, sitze ich hier über Weihnachten fest.“ Ben
lächelte Meg an „Na dann wollen wir mal das beste daraus machen. Ich habe Mary
Ann versprochen heute mit Ihr einen Weihnachtsbaum zu holen. Möchten Sie uns
begleiten?“ Meg lächelte Ben an „Wenn ich Sie dabei nicht störe? Zu Hause mache
ich das auch immer mit meinem Vater zusammen.“ Ben schüttelte seinen Kopf „Sie
stören ganz und gar nicht.“ Meg sah Ben etwas verlegen an „Ben, denken Sie es
wäre möglich zu meinem Auto zu gehen, damit ich mein Gepäck holen kann?“ „Das
dürfte kein Problem sein. Wir nehmen einen Schlitten mit und damit
transportieren.“ Meg lächelte „Danke Ben, ich hoffe ich mache Ihnen nicht zu
große Umstände.“ Ben schüttelte seinen Kopf „Nein das machen Sie nicht. Lassen
Sie uns nachsehen, wie weit Mary Ann ist.“ Sie kehrten in die Küche zurück, wo
die kleine gerade Ihr Frühstück beendet hatte „Gehen wir jetzt unseren
Weihnachtsbaum holen, Daddy?“ „Wenn ich die Küche aufgeräumt habe können wir
losgehen. Aber bevor wir einen Baum suchen, müssen wir erst noch zu Meg’s Auto
gehen und Ihr Gepäck holen.“ Mary Ann sah Meg an „Bleibst Du Weihnachten bei
uns?“ Meg nickte „Wie es aussieht ja, wir sind eingeschneit.“ Ben begann das
Geschirr abzuwaschen. Meg griff nach einem Geschirrhandtuch und begann
abzutrocknen. Ben wollte protestieren, aber Meg ließ es nicht zu „Nein Ben,
lassen Sie mich bitte helfen, irgendwie muss ich mich ja revangieren.“ Gemeinsam
hatten sie die Küche schnell aufgeräumt und eine halbe Stunde später verließen
sie das Haus. Ben setzte Mary Ann dick eingepackt auf den Schlitten und sie
machten sich auf die Suche nach Meg’s Auto.
Es hatte aufgehört zu
schneien und langsam bahnte sich die Sonne Ihren Weg durch die Wolken und es
schien ein herrlicher Wintertag zu werden. Eine Weile gingen Ben und Meg
schweigend nebeneinander her. Meg sog die klare, kalte Winterluft tief ein und
durchbrach das Schweigen „Wie lange leben Sie schon hier? Ich meine, Ihrem
Akzent nach, sind sie nicht aus dieser Gegend. Ihr Akzent klingt irgendwie
britisch.“ Ben lächelte Meg an „Hört man das immer noch? Es stimmt, ich bin in
England geboren und aufgewachsen, seit ca. 8 Jahren lebe ich in Kalifornien. Das
Haus hier habe ich letztes Frühjahr gekauft. Im Sommer haben wir schon ein paar
Wochen hier verbracht. Und nun zu Weihnachten, mitte Januar müssen wir dann
wieder zurück nach Kalifornien.“ Meg lächelte zurück „Für Mary Ann ist es hier
bestimmt viel schöner zu Weihnachten, mit dem ganzen Schnee und so.“ Ben nickte
„Das ist aber nicht der einzigste Grund. Meine Frau starb vor anderthalb Jahren
and Leukämie und letztes Jahr zu Weihnachten waren unsere Freunde sehr
Rücksichtsvoll, zu Rücksichtsvoll. Sie haben krampfhaft versucht jede
Weihnachtsstimmung und Fröhlichkeit in meiner Gegenwart zu unterdrücken. An den
Feiertagen war ständig irgendjemand um uns herum, das wollte ich dieses Jahr
vermeiden.“ „Ich verstehe,“ Meg nickte „für Mary Ann ist es bestimmt schöner
so.“ Ben drehte sich zu seiner Tochter um, die es genoss von Ihrem Vater auf dem
Schlitten gezogen zu werden. „Ja das denke ich auch. Außerdem habe ich meiner
Frau versprechen müssen, das Leben weiter zu genießen. Sie meinte, ich dürfte
nicht auch noch aufhören zu leben, Mary Ann braucht mich und damit hatte Sie
recht.“ Ben konnte es sich selber nicht erklären, aber in Meg’s Gegenwart, fiel
es Ihm leicht, über seine verstorbene Frau zu sprechen. Bisher konnte er das mit
niemanden. Meg war beeindruckt von Ben’s Worten „Ihre Frau muss eine sehr kluge
und weise Frau gewesen sein.“ „Ja, das war Sie.“ Ben lächelte Meg an „Und nun
sind Sie an der Reihe, was hat Sie in diese Gegend verschlagen?“ Meg zögerte
einen Augenblick, aber irgendwie spürte Sie, dass Sie Ben alles anvertrauen
konnte. „Nun, ich war auf dem Weg von Chicago nach Ludlow, Kansas, um die
Feiertage bei meiner Familie zu verbringen. Es ist das erste mal seit einem
halben Jahr, dass ich...“ Meg musste einmal kräftig schlucken, bevor Sie
weitersprechen konnte. „Vor einem halben Jahr habe ich meinen Verlobten wenige
Tage vor der Hochzeit verlassen, da ich herausgefunden hatte, dass er mich mit
meiner besten Freundin betrogen hatte. Ich konnte einfach nicht in Lundlow
bleiben und wollte irgendwo ganz neu anfangen, aber....“ Ben sah Meg an „Wie
konnte dieser Mann das nur machen?“ fragte er sich im Stillen „Wie kann man so
eine wunderbare Frau nur betrügen?“ Laut fragte er „Aber?“ Nach kurzem zögern
fuhr Meg fort „Aber so richtig wohl fühle ich mich in Chicago nicht. Zurück nach
Ludlow möchte ich, abgehen von gelegentlichen Besuchen, aber nicht. Vielleicht
sollte ich noch mal irgendwo anders ganz neu anfangen.“ „Wenn Sie wollen, können
Sie gerne nach Sunset Beach kommen, ich finde dort bestimmt einen Job für Sie.“
Ehe Ben überhaupt richtig nachgedacht hatte, war Ihm diese Einladung
rausgerutscht. Meg lächelte „Das ist ein verlockendes Angebot. Sie kennen
bestimmt viele Leute dort, oder?“ „Nun, ich bin der Besitzer eines Internet
Cafés und eines Nachtclubs. Außerdem noch Teilhaber der Liberty Corporation.“
Erklärte Ben ein wenig stolz. „Oh und dann können Sie so lange von zu Hause
fortbleiben?“ Meg war erstaunt. „Nun, mein Chefbarkeeper ist zugleich mein
bester Freund und ich vertraue Ihm vollkommen. Tja und mein Partner in der
Liberty Corporation kommt gut ein paar Wochen ohne mich zurecht. Und für die
ganz wichtigen Dinge, habe ich ja Telefon und Internet, solange es nicht durch
starken Schneefall ausfällt.“ lachte Ben. Sie hatten inzwischen die Straße
erreicht. „So Meg, können Sie sich daran erinnern, wo Sie Ihren Wagen verlassen
haben?“ Ben schaute sich um. Auch Meg sah sich um „Ich glaube ja, es muss da
drüben in der Kurve gewesen sein.“ Sie zeigte in die Richtung und sie gingen
dort hinüber. Nach kurzem Suchen, fanden Sie Meg’s Auto unter einer Schneewehe.
Gemeinsam befreiten Sie das Auto vom Schnee und Meg sperrte den Kofferraum auf,
um Ihre Reisetasche zu entnehmen. Ben nahm Ihr die Tasche ab. „Die legen wir auf
den Schlitten.“ Meg schüttelte den Kopf „Nein, das ist nicht nötig. Außerdem
sitzt Mary Ann ja auf dem Schlitten. „Mary Ann kann nun auch ein wenig laufen,
sonst wird Ihr kalt. Sie braucht ein wenig Bewegung.“ Ben duldete keinen
Wiederspruch. Er half Mary Ann von dem Schlitten aufzustehen und befestigte
Meg’s Tasche darauf, damit diese nicht herunterfallen konnte. Meg nahm Mary
Ann’s an die Hand „Ist es auch okay mit Dir? Willst Du wirklich laufen?“ Mary
Ann nickte „Na klar, es macht doch Spaß durch den Schnee zu laufen. Schau mal,
was für Spuren ich hinterlasse.“ Mary Ann ließ Meg’s Hand los und lief ein paar
Schritte voraus „Komm Meg, das macht Spaß!“ Meg folgte dem Mädchen „Du hast
Recht, das macht wirklich Spaß. Hast Du schon mal einen Schneeengel gemacht?“
„Einen Schneeengel?“ Mary Ann sah Meg mit großen erstaunten Augen an „Wie macht
man einen Schneeengel?“ „Pass auf, ich zeig es Dir.“ Meg legte sich in den
Schnee und zeigte Mary Ann wie es ging. Es dauerte nur wenige Augenblicke und
das Kind lag neben Meg im Schnee und machte auch einen Schneeengel. Sie stand
wieder auf und betrachtete stolz Ihr Werk „Sieh mal Daddy, was für einen tollen
Engel ich gemacht habe. Du musst das auch ausprobieren, es ist ganz einfach.
Komm her ich zeige es Dir.“ Und schon lag Mary Ann wieder im Schnee und machte
einen neuen Schneeengel. Ben lächelte und legte sich neben seine Tochter und
machte nun auch einen Engel. Beide standen wieder auf „Siehst Du, wie einfach
das ist?“ Mary Ann sah Ihren Vater mit großen Augen an. Ben lächelte und nickte
„Ja, es ist wirklich ganz einfach. Aber nun sollten wir nach Hause zurückkehren
und Meg’s Gepäck wegbringen. Wir wollen ja auch noch unseren Weihnachtsbaum
holen, oder?“ Mary Ann stand auf und nahm wieder Meg’s Hand „Oh ja, hilfst Du
uns mit, einen Baum auszusuchen Meg?“ Meg blickte Ben an und auch er schaute Meg
erwartungsvoll an „Nun, wenn Ihr das möchtet, dann komme ich gerne mit.“ „Klar
möchten wir das, nicht wahr Dad?“ Ben lächelte zuerst seine Tochter an und dann
Meg „Natürlich, wir würden uns freuen, wenn Sie uns begleiten.“ Aufgeregt hüpfte
Mary Ann auf und ab „Nun los, beeilt Euch schon, ich möchte den schönsten Baum
haben, den wir finden können.“ Sie rannte voraus und Ben und Meg folgten Ihr,
jeder in seine eigenen Gedanken versunken.
Gemeinsam brachten sie Meg’s Gepäck in
Ben’s Haus. Ben holte eine Säge aus dem Schuppen und dann gingen sie in ein
kleines Wäldchen hinter dem Haus und machten sich auf die Suche nach dem
perfekten Baum. Diese Angelegenheit war gar nicht so einfach. Entweder fand Mary
Ann die Bäume zu klein oder nicht schön genug gewachsen. Geduldig folgten Ben
und Meg dem Kind, bis es schließlich vor einer großen, gerade gewachsenen Tanne
stehen blieb „Das ist er Daddy, das ist unser Weihnachtsbaum.“ Ben lächelte
„Gut, wenn Du sagst, dieser soll es sein, dann nehmen wir diesen.“ Ben wollte
gerade die Säge ansetzten, als Mary Ann Ihn unterbrach „Warte Dad, ich möchte
erst von Meg wissen, ob sie den Baum auch schön findet.“ Erwartungsvoll sah das
Kind Meg an. Meg ging einmal um den Baum herum „Mary Ann, dieser Baum ist
wirklich perfekt, Du hast einen sehr schönen Baum ausgesucht.“ Das kleine
Mädchen strahlte über das ganze Gesicht „Danke Meg. So Daddy, nun darfst Du den
Baum absägen.“ „Dein Wunsch ist mein Befehl.“ lachte Ben und begann zu sägen.
Wenige Minuten später hatte er den Baum abgesägt und sie machten sich auf dem
Heimweg. Zu Hause angekommen, entfachte Ben als erstes ein wärmendes Feuer im
Kamin. „Wie wäre es, wenn ich für uns alle eine heiße Schokolade koche?“ schlug
Meg vor „Oh ja, das wäre toll.“ Mary Ann war begeistert. „Meg setzten Sie sich
doch bitte, ich werde die Schokolade kochen.“ Ben schob Meg einen Sessel vor dem
Kamin zurecht, aber Meg schüttelte den Kopf „Nein Ben, ich mache das sehr gerne,
ich kann hier nicht nur sitzen und nichts tun. Außerdem habe ich ein
Geheimrezept und ich bin gespannt, ob es Mary Ann schmeckt.“ „Also gut,“ gab Ben
nach „dagegen komme ich wohl nicht an.“ „Nein, ich kann sehr dickköpfig sein.“
Meg verließ das Wohnzimmer und kehrte kurze Zeit später mit einem Tablett, auf
dem drei dampfende Tassen standen, zurück. „Mmm, ich muss sagen, das duftet
köstlich.“ Ben nahm Meg das Tablett ab und verteilte die Tassen. Meg setzte sich
in den Sessel und Ben zu Mary Ann auf das Sofa. Vorsichtig begannen sie die
heiße Schokolade zu trinken. „Das ist die beste heiße Schokolade, die ich jemals
getrunken habe.“ Mary Ann leckte sich die Sahne von den Lippen. „Ich muss meiner
Tochter zustimmen, sie ist wirklich sehr gut. Darf ich fragen was da besonderes
drin ist?“ Meg lächelte „Nun, es ist zwar ein altes Familienrezept, aber Ihnen
verrate ich es gerne. Es ist einfach nur ein Hauch Zimt.“ „Zimt?“ Ben schaute
Meg an „Das muss ich mir merken.“ Während sie sich am Kamin wärmten und Ihre
heiße Schokolade tranken, erzählte Meg ein wenig von dem Leben auf der Farm, auf
der sie aufgewachsen war. Als sie Ihre Tassen geleert hatten, stand Ben auf.
„Ich denke, ich werde nun den Baum aufstellen. Mary Ann, warum holst Du nicht in
der Zwischenzeit den Karton mit dem Baumschmuck aus meinem Schlafzimmer, dann
können wir gleich anfangen den Baum zu schmücken.“ „Oh ja Daddy.“ das Mädchen
sprang vom Sofa auf „Kommst Du Meg?“ Zuerst zögerte Meg einen Augenblick, aber
dann folgte sie Mary Ann. Den Weg die Treppe hinauf, gestand Sie sich ein, dass
Sie tatsächlich neugierig darauf war, wie Ben wohl sein Schlafzimmer
eingerichtet hatte. Mary Ann öffnete die Tür zum Schlafzimmer Ihres Vaters „Komm
rein Meg, der Karton ist dahinten im Schrank. Meg betrat das Zimmer und sah sich
um. An der Wand gegenüber der Tür, stand ein großes Bett. Jeweils rechts und
links davon stand ein Nachttisch. An der rechten Wand stand eine Kommode, auf
der einige Fotos standen. Meg trat einen Schritt näher und sah sich die Fotos
an. „Das ist meine Mami.“ Mary Ann war neben Meg getreten und zeigte auf ein
Foto. „Sie war wunderschön, Mary Ann“ Meg lächelte das kleine Mädchen an „und Du
siehst Ihr sehr ähnlich.“ Mary Ann lächelte zurück „Das sagt Daddy auch immer.“
Meg drehte sich herum „So, dann lass uns mal den Karton nehmen und gehen, Dein
Vater wartet bestimmt schon auf uns.“ Meg nahm den Karton aus dem Schrank und
sie verließen das Zimmer wieder. Unten im Wohnzimmer kämpfte Ben immer noch mit
dem Baum. Meg stellte den Karton ab und ging zu Ben hinüber „Warten Sie Ben, ich
helfe Ihnen.“ Sie hielt den Baum fest und Ben konnte Ihn gerade in den Ständer
setzten. „So, das wäre geschafft, danke für Ihre Hilfe.“ Ben schaute sich nach
dem Karton um und begann diesen auszupacken. Bald waren alle drei eifrig dabei,
den Baum zu schmücken. Meg bewies dabei eine große Geduld mit seiner Tochter,
denn die beiden brauchten für jedes Teil eine lange Zeit, um den richtigen Platz
dafür zu finden. Ben beobachtete die beiden eine Weile. „Meg wird bestimmt
einmal eine gute Mutter sein.“ dachte er und musste lächeln, als er sich selber
bei diesem Gedanken ertappte. „Ich denke ich bin hier überflüssig, darum werde
ich mich jetzt um das Abendessen kümmern.“ „Ist gut Daddy.“ Mary Ann blickte nur
kurz Ihren Vater an und wandte sich gleich darauf wieder and Meg „Meinst Du wir
sollten diese Glocke da hinhängen?“ Ben lächelte noch einmal vor sich her und
ging dann in die Küche hinüber, um das Abendessen vorzubereiten. Eine halbe
Stunde später begann ein köstlicher Duft durch das Haus zu ziehen. Er kehrte ins
Wohnzimmer zurück, um Mary Ann und Meg zum Essen zu holen. Meg stand oben auf
der Leiter und versuchte einen großen Stern auf die Spitze des Baumes zu
setzten. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um heran zureichen. Plötzlich
verlor Sie das Gleichgewicht. Sie versuchte sich noch an der Leiter
festzuhalten, aber diese begann wegzurutschen. Ben war mit einem Satz neben dem
Baum und fing Meg gerade noch so auf „Hoppla, das war knapp.“ Meg sah Ben tief
in die Augen „Danke Ben.“ „Ich bin froh, dass ich noch rechtzeitig zur Stelle
war.“ Er hielt Meg länger in seinen Armen, als es eigentlich nötig war. Meg
genoss es in seinen starken Armen zu liegen, aber nach wenigen Augenblicken,
wurde Ihr bewusst, das Mary Ann auch noch im Zimmer stand und sie stand auf „Zum
Glück ist ja nichts passiert.“ Sie lächelte Ben noch einmal an „Wollen wir nun
die Kerzen einschalten, Mary Ann?“ Meg reichte dem Mädchen den Stecker und
gemeinsam steckten sie diesen in die Steckdose „Wow Meg, das sieht richtig toll
aus.“ „Ja, das stimmt, ich muss meiner Tochter recht geben. Alleine hätten wir
das nicht so schön hinbekommen.“ Meg wurde ein wenig verlegen „Danke, aber ich
habe das wirklich sehr gerne gemacht.“ Sie schnupperte „Was duftet hier
eigentlich so köstlich? Ich muss gestehen, das ich richtig hungrig bin.“ Ben
nahm seine Tochter auf den Arm „Nun, dann lassen Sie uns essen, ich hoffe Sie
mögen Pasta.“ „Sehr gerne sogar.“ Meg folgte Ben in die Küche und setzte sich an
den Tisch. Ben servierte die Pasta und eine köstlich duftende Soße „Möchten Sie
ein Glas Rotwein dazu trinken?“ Ben holte zwei Weingläser aus dem Schrank „Ja,
danke sehr gerne.“ Ben goss Meg und sich ein Glas Wein und Mary Ann ein Glas
Limonade ein. Hungrig begannen die drei zu Essen. Nach dem Essen begann Mary Ann
zu gähnen. „Ich glaube es wird Zeit für Dich, junge Dame, es war ein langer
Tag.“ „Schon Daddy?“ fragte das Mädchen gähnend. „Warum gehen Sie nicht und
machen Mary Ann für das Bett fertig und ich wasche inzwischen ab.“ „Aber Meg,
Sie sind mein Gast...“ startete Ben. „Kein aber, ich helfe gerne.“ unterbrach
Meg Ben. Ben stand auf und nahm seine Tochter auf den Arm. „Nun gut, dagegen
komme ich wohl nicht an.“ „Nein, keine Chance.“ Lächelte Meg Ben an. „Kommst Du
mir denn noch gute Nacht sagen Meg?“ Meg streichelte dem Mädchen über die Wange
„Natürlich Kleines.“ Ben verließ mit Mary Ann die Küche und Meg wusch das
Geschirr ab. Als Sie damit fertig war, ging Sie hinauf, um Mary Ann gute Nacht
zusagen. Vor der Zimmertür blieb sie einen Moment stehen, da Ben und das Kind in
eine Unterhaltung vertieft waren. Sie wollte eigentlich nicht lausche, hörte
aber plötzlich Ihren Namen. „Ich mag Meg wirklich sehr gerne, Du auch Daddy?“
„Ja, dich mag Sie auch gerne. Sie ist sehr nett.“ hörte Sie Ben antworten. Um
Ben nicht in Verlegenheit zu bringen, klopfte sie an die Zimmertür und öffnete
diese dann „Darf ich herein kommen und Dir gute Nacht sagen, Mary Ann?“ Das
kleine Mädchen setzte sich im Bett auf und strahlte Meg an „Natürlich.“ Meg
betrat das Zimmer und ging zum Bett der Kleinen hinüber. „Gute Nacht und träum
schön.“ Mary Ann streckte Ihre Arme aus und umarmte Meg „Danke Du auch.“ Meg gab
dem Mädchen einen Kuss auf die Wange und stand wieder auf „Gute Nacht,
Prinzessin, träum schön.“ Mary Ann gab Ihren Vater einen Kuss „Danke Du auch,
Daddy.“ Ben und Meg verließen das Kinderzimmer. „Trinken Sie noch ein Glas Wein
mit mir?“ fragte Ben auf dem Weg nach unten. „Ja, sehr gerne.“ Ben holte die
Gläser und die Flasche aus der Küche und sie setzten sich ins Wohnzimmer. Sie
erzählten noch eine ganze Weile und leerten dabei die Weinflasche. Bald begann
Meg zu gähnen. Die viele frische Luft und nun der Wein und die Wärme vom Feuer
machten Sie müde. Ben bemerkte es. „Ich denke wir sollten auch zu Bett gehen.“
Erschrocken sah Ben Meg an „Das sollte jetzt nicht so klingen.....“ Meg lächelte
Ben an „Keine Angst Ben, ich habe sie schon richtig verstanden.“ Sie standen
beide auf. Ben löschte das Feuer und Meg brachte die leeren Gläser in die Küche.
Gemeinsam gingen sie die Treppe hinauf. Vor der Tür zu Meg’s Zimmer blieben sie
einen Augenblick stehen. „Gute Nacht Meg, schlafen Sie gut.“ „Danke Ben, Sie
auch und danke für den wunderschönen Tag.“ Sie beugte sich vor und gab dem
Überraschten Ben einen Kuss auf die Wange. Bevor Ben irgendetwas sagen oder
machen konnte, war sie auch schon im Zimmer verschwunden und hatte die Tür
hinter sich verschlossen. Mit einem Lächeln auf seinen Lippen ging Ben in sein
Schlafzimmer hinüber.
Kurze Zeit später lag
Meg im Bett. Obwohl Sie sehr müde war, konnte Sie einfach nicht einschlafen.
Immer wieder wanderten Ihre Gedanken an Ben zurück. Sie konnte immer noch seine
starken Arme fühlen, mit denen er Sie aufgefangen hatte. Dann wieder dachte Sie
an seine sanften blauen Augen, in denen Sie sich verlieren konnte, wenn Sie
hineinsah. „Meg Cummings, was ist los mit Dir?“ fragte Sie sich selber „Du
kennst Ben kaum und sicher hat er gar kein Interesse and Dir. So wie er von
seiner verstorbenen Frau redet, hängt er immer noch sehr an Ihr.“ Sie drehte
sich auf die andere Seite und versuchte Ihre Gedanken auf etwas anderes zu
lenken. „Was würde Mom jetzt wohl dazu sagen?“ Meg hatte ein inniges Verhältnis
zu Ihrer Mutter, mit Ihr konnte Sie über alles reden. „Mom würde bestimmt sagen,
ich sollte einfach abwarten und meinem Herz folgen. Ja, das würde sie sagen.“
Meg drehte sich erneut um und seufzte. Sie sah auf die Uhr und stellte fest,
dass Sie nun schon über eine halbe Stunde vergeblich versuchte einzuschlafen.
Sie setzte sich auf „Vielleicht hilft lesen ein wenig.“ sagte Sie zu sich selbst
„Ben hat im Wohnzimmer einige Bücher im Regal stehen und bestimmt hat er nichts
dagegen, wenn ich mir eins ausleihe.“ Sie stand auf, verließ das Zimmer und ging
hinunter ins Wohnzimmer.
Auch Ben erging es nicht
viel besser. Immer noch konnte er Ihre weichen Lippen auf seiner Wange spüren.
Sie hatte Ihn dermaßen mit diesem Kuss überrascht, dass er gar keine Gelegenheit
gehabt hatte zu reagieren. Er schloss seine Augen und sofort sah er Meg vor
sich. Erneut setzte er sich auf „Verdammt Ben Evans, Du bist doch kein Teenager
mehr. Was ist bloß mit Dir los?“ fragte er sich selber laut. „Das weißt Du ganz
genau, Du hast Dich verliebt, das ist los.“ beantwortete er sich seine eigene
Frage selber. Wie konnte das nur so plötzlich geschehen? Seit Maria’s Tod, hatte
er sich für keine Frau mehr interessiert. Selbst als er Maria zum ersten mal
begegnet war, hatte er nicht solche Gefühle für Maria, wie jetzt für Meg. „Ben
stopp das, sobald es geht reist Sie wieder ab und Du wirst Sie vermutlich nie
wiedersehen.“ Er legte sich wieder zurück und schloss erneut die Augen. Und
wieder sah er Meg vor sich, mit einem Lächeln auf den Lippen, das sein Herz
schneller schlagen ließ. Plötzlich hörte er, dass jemand die Treppe hinunter
ging. Er fragte sich, ob es Mary Ann mal wieder war, die Probleme mit dem
Schlafen hatte. Ben stand auf, zog sich seinen Morgenmantel über und ging leise
hinunter. Zu seinem Erstaunen, war die Küche dunkel und leer. Gewöhnlich setzte
sich Mary Ann in die Küche, wenn sie nicht schlafen konnte. Dann bemerkte er,
dass aus dem Wohnzimmer ein schwacher Lichtschein drang. Leise öffnete er die
Wohnzimmertür und blickte hinein. Auf der anderen Seite des Raumes stand Meg,
mit dem Rücken zur Tür, vor dem Bücherregal und studierte die Titel der Bücher.
Was Ben sah, ließ Ihn den Atem stocken. Ihr langes, dunkles Haar fiel über Ihre
Schultern den Rücken hinunter. Sie trug nur ein altes ausgewaschenes
Footballshirt, was sehr viel von Ihren wohlgeformten Beinen hervorschauen ließ.
Den Abschluss bildeten ein paar dicke Socken. „Nicht einmal diese Socken können
die Schönheit dieses Anblicks verderben.“ dachte Ben bei sich. Er räusperte
sich, um Meg auf sich aufmerksam zu machen. Meg fuhr erschrocken herum „Oh Ben,
es tut mir leid, ich wollte Sie nicht aufwecken.“ Ben betrat das Wohnzimmer und
lächelte Meg an „Keine Angst, das haben Sie nicht.“ Erleichtert atmete Meg auf
„Ich konnte nicht einschlafen und wollte mir ein Buch holen. Ich hoffe Sie haben
nichts dagegen?“ „Warum sollte ich?“ Ben durchquerte den Raum und blieb neben
Meg stehen. „Fühlen Sie sich wie zu Hause.“ Er lächelte Meg an und Ihre Knie
wurden weich. „Oh mein Gott,“ dachte Meg „dieses Lächeln bringt mich noch um den
Verstand.“ „Haben Sie schon was interessantes gefunden?“ Ben versuchte seine
Augen von Meg zu lösen, griff in das Bücherregal und zog ein Buch heraus.
„Dieses hier ist sehr schön.“ Er reichte Meg ein Buch und als diese zugriff,
berührten sich Ihre Hände einen kurzen Augenblick und beiden war, als wäre ein
Blitz durch sie gefahren. „Danke Ben“ brachte Meg kaum hörbar hervor. Ben stand
direkt vor Ihr und blickte in Ihre blauen Augen. „Diese Augen sind so blau, wie
ein Bergsee.“ dachte Ben. Bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, beugte
er sich vor und küsste Meg sanft auf die Lippen. Dieses mal war Meg zu
überrascht um zu reagieren und Ben trat einen Schritt zurück „Es tut mir leid
Meg, ich weiß nicht was über mich gekommen ist. Ich hätte das nicht tun sollen.“
Meg legte Ihren Zeigefinger auf Ben’s Lippen und lächelte Ben an „Pst, es
braucht Dir nicht leid zu tun.“ Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste
nun Ben. Zu seiner eigenen Überraschung schlang Ben nun seine Arme um Meg und
erwiderte den Kuss. Als sie sich atemlos voneinander lösten lächelte Ben Meg an
„Das wollte ich schon den ganzen Tag tun.“ „Und was hat Dich davon abgehalten?“
„Ich weiß auch nicht.“ Ben beugte sich vor und küsste Meg erneut. Als sie sich
wieder voneinander lösten, lächelte Ben Meg an „Ich glaube ich habe mich Hals
über Kopf in Dich verliebt Meg.“ „Gut,“ lächelte Meg zurück „mir geht es nämlich
genauso. Nur hätte ich nicht erwartet, dass Du genauso empfindest.“ „Nun,“ Ben
strich vorsichtig eine Haarsträhne aus Meg’s Gesicht „ich muss zugeben, dass
mich das selber am meisten überrascht hat.“ Ben spürte, das Meg zitterte „Ist
Dir kalt?“ Meg nickte „Ja ein wenig.“ Ben legte seinem Arm um Meg „Komm her, wir
sollten wieder ins Bett zurück gehen.“ Erschrocken über seine eigenen Worte, sah
er Meg an „Meg, das sollte nicht so klingen, es tut mir leid.“ „Keine Angst
Ben,“ Meg lächelte Ben an „Du hast nichts falsches gesagt.“ Hand in Hand gingen
sie die Treppe hinauf. Vor Meg’s Zimmertür blieben sie stehen und sahen sich
einen Augenblick lang tief in die Augen. Dann beugte sich Ben vor und küsste Meg
erneut. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und als es Ihnen endlich gelang,
sich von einander zu lösen, waren sie außer Atem. „Wow,“ brachte Meg atemlos
hervor „Deine Küsse sind im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.“ „Danke,
Deine aber auch.“ Ben könnte nicht aufhören Meg anzulächeln „Aber ich denke wir
sollten nun damit aufhören, ich weiß sonst nicht, wohin das noch führen wird.
Ich möchte nicht, dass Du von mir denkst, ich würde die Situation ausnutzen
wollen.“ „Keine Angst Ben, das denke ich nicht.“ Sie nahm Ben’s Hand und führte
Ihn zu seinem Schlafzimmer hinüber. Vor der Tür blieben sie stehen „Und es
gehören immer noch zwei dazu, oder?“ Überrascht sah Ben Meg an „Bist Du Dir auch
völlig sicher?“ Meg küsste Ben zärtlich auf die Lippen „Mehr als über
irgendetwas zuvor in meinem Leben.“ Ben öffnete seine Schlafzimmertür, hob Meg
hoch und trug sie zu seinem Bett hinüber. Vorsichtig legte er sie darauf, kehrte
zur Schlafzimmertür zurück und verschloss diese wieder. Er legte sich neben Meg
und sie begannen sich wieder zu küssen „Meg, wir können aber jederzeit aufhören,
wenn Du möchtest.“ „Ben, ich weiß genau was ich möchte,“ unterbrach Meg Ihn „ich
möchte mit Dir zusammen sein, jetzt und hier.“ Sie zog Ben für einen
leidenschaftlichen Kuss zu sich hinunter. Diese Nacht liebten sie sich lange und
leidenschaftlich und es war schon sehr spät, als sie erschöpft in den Armen des
anderen einschliefen.
Ben wachte als erster am
nächsten Morgen auf. Er fühlte sich glücklich wie schon lange nicht mehr. Nie
hätte er erwartet, dass er sich noch einmal in seinem Leben so verlieben würde,
schon gar nicht hier in seinem Haus in den Bergen. Er sah Meg, die immer noch in
seinen Armen schlief an. Ihr Gesicht glich dem eines Engels „Sie ist ein Engel,
mein Engel.“ dachte Ben. Vorsichtig strich er Ihr eine Haarsträhne aus dem
Gesicht. Langsam begann Meg Ihre Augen zu öffnen. Als sie Ben erblickte lächelte
sie und schmiegte sich noch enger an Ihn heran. „Guten Morgen Ben.“ sagte sie
leise „Guten Morgen, Darling. Hast Du gut geschlafen?“ „Besser als je zuvor in
meinem Leben.“ „Gut“ Ben beugte sich zu Ihr hinunter und küsste Sie. Meg
erwiderte seinen Kuss. „Ich denke ich sollte langsam in mein Zimmer
zurückkehren.“ Meg schlug die Bettdecke zurück und wollte aufstehen, wurde aber
von Ben zurückgehalten „Warum denn das? Habe ich irgendetwas falsch gemacht?“
Meg lächelte Ben an und küsste Ihn noch einmal zärtlich auf die Lippen.
„Nein, Du hast nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. Aber denkst Du nicht es
wäre besser, wenn ich Dein Bett verlasse, bevor Mary Ann aufwacht?“ Ben
schüttelte seinen Kopf „Mary Ann hat Dich sehr gerne, das hat sie mir gestern
selber gesagt. Außerdem habe ich nicht vor, meine Gefühle für Dich vor meiner
Tochter zu verbergen. Das könnte ich gar nicht.“ Meg kuschelte sich wieder dicht
an Ben heran „Gut, Du kennst Deine Tochter besser als ich.“ Keiner von Beiden
wollte aufstehen, zu sehr genossen Sie die Nähe des anderen. Sie bemerkten
nicht, wie sich leise die Tür öffnete und Mary Ann hereinkam „Konntest Du heute
Nacht nicht schlafen Meg?“ Erschrocken fuhren Ben und Meg auseinander. Mary Ann
krabbelte in das Bett und setzte sich zwischen Ben und Meg „Du musst nämlich
wissen, ich kann manchmal nicht schlafen und dann holt Daddy mich in sein Bett
und in seinem Arm schlafe ich dann immer sehr schnell ein.“ Mary Ann sah Meg
erwartungsvoll an „Nun,“ Meg setzte sich auf „ich konnte gestern Abend
tatsächlich nicht einschlafen.“ „Hat Daddy Dir auch eine Geschichte erzählt? Mir
erzählt er dann immer eine. Er kann das wirklich ganz toll.“ Meg schüttelte
Ihren Kopf „Nein eine Geschichte hat er mir nicht erzählt.“ „Sweetheart,“ nun
setzte sich auch Ben auf „erinnerst Du Dich noch an unser Gespräch gestern
Abend, als ich Dich ins Bett gebracht habe?“ „Du meinst, als ich Dir gesagt
habe, dass ich Meg sehr gerne habe und Du mir dann gesagt hast, Du magst Sie
auch sehr gerne?“ Mary Ann sah Ihren Vater an. Ben nickte „Nun gestern Abend
haben Meg und ich uns noch ein wenig unterhalten und dann habe ich Meg gesagt,
dass ich Sie sehr gern habe und Sie hat mir dann gesagt, dass Sie mich auch sehr
gern hat.“ Nun blickte Mary Ann Meg an und dann wieder Ben und überlegte einen
Moment „Meinst Du, Du hast Meg genauso gern, wie Onkel Ricardo Tante Gabi gern
hat?“ „Ja, genauso meine ich das.“ Nun drehte sich das Mädchen zu Meg um „Hat
Daddy Dich auch geküsst?“ Meg nickte „Ja das hat er.“ Mary Ann schaute kurz zu
Ihrem Vater hinüber „Und? Magst Du seine Küsse?“ Sie beugte sich weiter zu Meg
hinüber und flüsterte weiter „Ich mag seine Küsse.“ Meg lächelte und flüsterte
zurück „Ich mag seine Küsse auch.“ Mary Ann setzte sich wieder auf „Gut. Daddy
ich habe Hunger.“ Ben lachte „Ich denke, dann ist es Zeit fürs Frühstück. Sie
standen auf, zogen sich an und trafen sich kurze Zeit später in der Küche. „Mary
Ann, was möchtest Du denn heute zum Frühstück?“ fragte Ben seine Tochter. Das
Mädchen überlegte einen Augenblick „Wie wäre es mit Pfannekuchen?“ „Gut sollst
Du bekommen.“ Ben drehte sich zu Meg herum „Und was möchtest Du zum Frühstück
haben?“ „Nun, Pfannekuchen hört sich gut an, ich denke, die werde ich auch
nehmen.“ Meg holte die Eier aus dem Kühlschrank „Kann ich Dir irgendwie helfen?“
Sie lächelte Ben an. Dieser konnte nicht wiederstehen und gab Ihr einen sanften
Kuss auf die Lippen „Nein, setzt Dich nur einfach hin und genieße.“ „Aber Ben,“
protestierte Meg „ich kann doch nicht immer nur da sitzen und Du hast die ganze
Arbeit.“ „Nun gut,“ gab Ben nach „was hältst Du davon, wenn Du den Kaffee
kochst? Du findest alles was Du brauchst, im Schrank über der Kaffeemaschine.“
Meg ging hinüber und setzte die Kaffeemaschine in gang. Ben hatte während
dessen, die Eier in einer Schüssel aufgeschlagen und mit Mehl und Milch zu einem
Teig verrührt. Er setzte die Pfanne auf und gab ein wenig Butter hinein. „Dauert
es noch lange Daddy? Ich habe großen Hunger.“ Mary Ann rutschte unruhig auf
Ihren Stuhl hin und her. „Nur noch ein paar Minuten, dann ist der erste
Pfannekuchen fertig und den bekommst Du.“ Ben nahm die Pfanne vom Herd und mit
einem eleganten Schwung ließ er den Pfannkuchen durch die Luft fliegen und fing
diesen gekonnt wieder auf. „Wow, das hätte ich Dir gar nicht zugetraut.“ staunte
Meg. Ben trat auf Meg zu, küsste Sie und lächelte „Es gibt bestimmt noch so
einige Dinge, die Du von mir noch nicht kennst, genauso wie es noch so einiges
gibt, was ich von Dir nicht kenne.“ Meg lächelte zurück „Da hast Du recht, aber
ich hoffe, das wird sich bald ändern. Nun solltest Du aber auf Deinen
Pfannekuchen achten, sonst brennt er noch an.“ Meg setzte sich und Ben servierte
Mary Ann Ihren Pfannekuchen. Dann kehrte er an den Herd zurück und bereitete
noch mehr Pfannekuchen zu. Nachdem sich alle reichlich gestärkt hatten lehnte
sich Ben zurück. „So und was sollen wir heute Vormittag unternehmen? Dank Meg’s
Hilfe ist der Weihnachtsbaum ja schon fertig dekoriert und bis ich den Truthahn
für unser Dinner in den Ofen schieben muss, haben wir noch ein paar Stunden
Zeit.“ „Ich hoffe Du lässt mich wenigstens etwas für das Dinner beitragen.“ Meg
stand auf und begann das Geschirr zusammen zuräumen. „Wie wäre es wenn ich einen
Apfelkuchen als Nachtisch backe?“ „Oh ja Meg, ich esse Apfelkuchen für mein
Leben gern.“ Mary Ann’s Augen leuchteten auf. Meg lächelte das Mädchen an „Wie
wäre es dann, wenn Du mir dabei hilfst?“ Nun war die Kleine nicht mehr zu halten
„Darf ich Dir wirklich helfen?“ Meg nickte „Vorausgesetzt, Dein Vater lässt uns
zwei in seiner Küche arbeiten.“ Ben stand auf, ging zu Meg hinüber und legte
seine Arme um sie „Habe ich da noch eine Chance nein zu sagen?“ „Nein!“ riefen
Mary Ann und Meg wie aus einem Mund. Ben lachte und blickte Meg in die Augen
„Wie ich Dir schon letzte Nacht sagte, fühl Dich hier bitte wie zu Hause.“ Meg
konnte nicht anders, Sie zog Ben zu sich heran und küsste Ihn. „Keine Angst, ich
fühle mich hier schon sehr zu Hause.“ Sie drehte sich um und bemerkte, dass Mary
Ann die Beiden anstarrte. Meg ging zu dem Mädchen hinüber und setzte sich neben
sie. „Mary Ann, Du musst mir sagen, wenn es Dich stört, dass ich Deinen Vater
küsse. Ich würde das verstehen, denn ich bin ja nicht Deine Mutter.“ Das Mädchen
blickte zu Ben und dann wieder zu Meg „Das stört mich nicht. Und weißt Du was?“
Meg schüttelte Ihren Kopf „Nein, was denn?“ „Als meine Mama ganz sehr krank war,
hat Sie mir mal gesagt, wenn Sie gestorben ist, werden Daddy und ich eine Weile
ganz traurig sein. Aber Sie hat auch gesagt, das Sie möchte, das wir wieder
glücklich sind. Sie sagte, eines Tages wird jemand kommen und Daddy und mich
wieder fröhlich machen und ich sollte Ihm dabei dann helfen. Und weißt Du was,
Du hast Daddy und mich wieder fröhlich gemacht.“ Meg saß da und musste gegen
Ihre Tränen ankämpfen, sagen konnte Sie in diesem Moment nichts. Ben ging zu
seiner Tochter hinüber und umarmte sie „Ich habe Dich ganz doll lieb Marry Ann.“
„Ich habe Dich auch lieb.“ Das Mädchen drückte Ihren Vater ganz fest. Dann
drehte sich zu Meg um, der die Tränen über die Wangen liefen „Nicht traurig sein
Meg, Dich habe ich auch lieb.“ Endlich gelang es Meg auch ein paar Worte hervor
zu bringen. „Keine Angst, ich weine nicht weil ich traurig bin, sonder weil ich
glücklich bin Euch beide gefunden zu haben. Ich habe Euch beide auch ganz doll
lieb.“ Ben strahlte nun über das ganze Gesicht und umarmte Meg „Ich liebe Dich
Meg Cummings.“ Er beugte sich zu Meg hinunter und küsste sie. Meg versuchte Ihre
Tränen zu trocknen. „So genug jetzt davon. Es ist so ein herrlicher Wintertag
draußen, wollen wir nicht einen Spaziergang machen?“ Mary Ann sprang auf „Au ja
und können wir auch einen Schneemann bauen?“ Ben lächelte seine Tochter an
„Natürlich können wir das. Lasst uns warm anziehen und dann geht es los.“
Alle drei zogen sich
warm an und machten sich auf zu einem langen Spaziergang. Mary Ann rannte mal
vorab, mal blieb sie stehen, um Ben und Meg auf etwas aufmerksam zu machen. Ben
und Meg spazierten Hand in Hand hinter Ben’s Tochter hinterher. Bei jeder sich
bietenden Gelegenheit aber, blieben sie stehen und küssten sich. Als sie Ihren
Sparziergang beendet hatten, bauten sie zusammen noch einen großen Schneemann
vor dem Haus, was mit einer Schneeballschlacht endete. Lachend, gut gelaunt und
mit rotgefrorenen Wangen betraten sie anschließend wieder das Haus. „Was haltet
Ihr von einer heißen Schokolade?“ fragte Meg die anderen beiden. „Oh ja, kannst
Du wieder Deine spezial Schokolade machen?“ Mary Ann war begeistert. „Natürlich.
Ben möchtest Du auch eine Tasse?“ Ben nickte „Ja, das täte wirklich gut.“ Sie
gingen in die Küche und Meg bereitete heiße Schokolade für alle zu. Sie setzten
sich an den Küchentisch und begannen genüsslich zu trinken. „Backen wir gleich
den Apfelkuchen?“ Meg lächelte „Das können wir gerne machen, wenn Dein Vater
damit einverstanden ist.“ Ben lächelte „Backt Ihr den Kuchen und ich kümmere
mich um den Truthahn.“ Gesagt, getan. Gleich nachdem sie Ihre Tassen gelehrt
hatten, machten sie sich an die Arbeit. Mary Ann’s Augen leuchteten dabei vor
Begeisterung. Bald schon duftete es in der Küche unbeschreiblich. Als der
Apfelkuchen fertig war, brauchte der Truthahn aber noch gut anderthalb Stunden
bis er gar war. Sie setzten sich in der Zwischenzeit ins Wohnzimmer und sangen
zusammen Weihnachtslieder. Meg erzählte, wie zu Hause auf der Farm immer
Weihnachten feiern. Die Zeit flog dahin und bald war es Abend. Meg und Mary Ann
deckten liebevoll den Tisch. Gemeinsam trugen sie das Essen auf. Ben tranchierte
den Truthahn „Der ist so groß, da essen wir mindestens drei Tage dran.“ Meg
lachte „Das Reste essen nach Weihnachten ist doch immer das beste.“ Sie lachte
und alle drei genossen das Festessen. Ben bemerkte, dass seine Tochter müde
wurde. „Ich denke Du solltest bald ins Bett gehen, Mary Ann.“ „Oh Daddy, muss
das wirklich sein? Morgen ist doch Weihnachten.“ protestierte das Kind. Ben
nickte „Ich fürchte ja. Schließlich soll der Weihnachtsmann doch heute Nacht
kommen und Du weißt, er kommt nur, wenn Du schläfst.“ Zögernd stimmte das Kind
zu „Meg hilfst Du mir Kekse und Milch für den Weihnachtsmann bereit zu stellen?“
Meg nickte „Wenn Du das gerne möchtest, helfe ich Dir gerne dabei.“ Ben stand
auf „Gut, macht Ihr zwei das und ich werde schon mal anfangen, mich um das
Geschirr zu kümmern.“ Meg stand auch auf und nahm eine leere Schüssel in die
Hand „Warum machst Du Dich nicht erst einmal bettfertig und dann stellen wir
alles zu recht.“ Mary Ann strahlte „Eine gute Idee. Ließt Du mir dann auch noch
etwas vor, Daddy?“ Ben nickte und lächelte seine Tochter an „Natürlich mein
Engel.“ Schnell verschwand sie in Ihr Zimmer. Ben und Meg räumten zusammen den
Tisch ab. „Warum gehst Du nicht hinauf und hilfst Deiner Tochter und ich kümmere
mich um das Geschirr?“ Ben zog Meg an sich und küsste Sie „Gut, aber lauf nicht
weg, ich bin bald wieder da.“ Meg lächelte „Keine Angst, Du wirst mich genau
hier finden.“ Ben küsste Meg noch einmal und verließ dann die Küche. Eine
viertel Stunde später kehrten Ben und Mary Ann in die Küche zurück. „Fertig Meg,
nun können wir den Teller für den Weihnachtsmann herrichten. Meg legte das
Geschirrhandtuch zur Seite „Gut, zeigst Du mir, wo Ihr Eure Kekse aufbewahrt?“
Das Kind nickte und zeigte auf eine Blechdose auf dem Küchenschrank „Da oben
sind sie drin.“ Meg holte die Keksdose herunter. Mary Ann wählte ein paar Kekse
aus und legte sie vorsichtig, damit sie nicht zerbrachen, auf einen Teller. „So
und nun noch ein Glas Milch.“ Meg reichte dem Mädchen ein Glas aus dem
Küchenschrank und holte die Milch aus dem Kühlschrank. Vorsichtig goss Mary Ann
die Milch in das Glas. „Am besten nimmst Du den Teller mit den Keksen und ich
trage das Glas Milch ins Wohnzimmer hinüber.“ schlug Meg vor. Das Kind nickte
und zusammen gingen sie ins Wohnzimmer „Wo soll ich das denn nun hinstellen Meg?“
Mary Ann sah sich um. „Am besten dort drüben, auf dem kleinen Tisch neben dem
Kamin.“ Das Mädchen stellte den Teller ab und Meg platzierte das Glas Milch
daneben. Mary Ann klatschte vor Begeisterung in die Hände. „So, nun kann der
Weihnachtsmann kommen.“ „Aber nur, wenn Du nun schlafen gehst.“ Ben hob seine
Tochter hoch „Komm, ich bringe Dich ins Bett.“ Meg trat einen Schritt heran und
küsste Mary Ann auf die Stirn „Gute Nacht und träum schön.“ „Gute Nacht Meg,
träum Du auch schön.“ Ben verließ mit dem Kind das Wohnzimmer. Meg ging zum
Kamin hinüber und legte etwas Holz nach. Träumend schaute sie in das Feuer und
bemerkte nicht, wie einige Minuten später Ben hinter sie getreten war. Er legte
seine Arme um Ihre Taille „Einen Pfennig für Deine Gedanken.“ Meg drehte sich
herum und lächelte Ben an „Ich habe eben darüber nachgedacht, wie schön dieses
Weihnachtsfest ist.“ „Ja, es ist ein ganz besonderes Weihnachtsfest.“ Er beugte
sich zu Meg hinunter und küsste Sie. „Lass uns noch ein wenig auf das Sofa
setzten und das Feuer genießen.“ Ben nahm Meg’s Hand und führte sie hinüber. Er
setzte sich und zog Meg auf seinen Schoß. Nachdem er sie noch einmal geküsst
hatte, holte er ein kleines Päckchen aus seiner Hosentasche. „Ich habe hier
etwas für Dich.“ Er reichte Meg das Päckchen „Ben! Ich habe aber nichts für
Dich. Ich wusste doch nicht, das ich hier mitten im Nirgendwo auf Dich treffen
würde.“ Ben lächelte „Dich hier zu haben ist schon genug. Nun mach schon das
Päckchen auf.“ Meg lächelte Ben an und öffnete das Päckchen. In dem Päckchen lag
ein Schlüssel. Fragend sah Sie Ben an „Nun,“ lächelte Ben „den Schlüssel zu
meinem Herzen hattest Du seit dem Moment, als Du an meine Tür geklopft hast und
ich Dir geöffnet habe.“ Er nahm den Schlüssel in die Hand „Dies ist ein
Schlüssel zu meinem Haus in Sunset Beach. Ich weiß, dass Du so bald wie möglich
zu Deiner Familie fahren wirst und irgendwann musst Du ja auch wieder nach
Chicago zurück kehren. Aber wann immer Du möchtest und wenn Dir danach ist,
kannst Du zu mir, zu uns, nach Sunset Beach kommen. Ich weiß, wir kennen uns
erst zwei Tage und ich will Dich nicht drängen, aber Du sollst wissen, das neben
einem Platz in meinem Herzen, immer ein Platz in meinem Haus und meinem Leben
für Dich sein wird.“ Meg hatte Tränen in den Augen. „Ben, das ist das schönste
Geschenk, das ich jemals bekommen habe. Ich liebe Dich.“ Ben sah Meg ganz tief
in die Augen „Ich liebe Dich auch Meg Cummings.“ Sie küssten sich. „Heißt das,
dass ich hoffen darf, das Du eines Tages zu mir nach Sunset Beach kommen wirst?“
Meg nickte „Ja, ich denke, das ich kommen werde.“ „Gut, dann habe ich ja etwas,
worauf ich mich freuen kann.“ Sie küssten sich erneut und die Küsse wurden immer
leidenschaftlicher. „Was hältst Du davon, wenn wir das Feuer löschen, ich
schnell die Päckchen für Mary Ann unter den Baum lege und wir dann nach oben
gehen?“ Meg lächelte „Eine gute Idee. Während Du die Päckchen holst, werde ich
ein oder zwei Kekse anknabbern und ein wenig Milch abtrinken.“ Ben lächelte „Meg
Du denkst aber auch an alles, ich hätte daran bestimmt nicht gedacht.“ Sie
standen beide auf. Ben verließ kurz das Zimmer. Meg biss von zwei Keksen etwas
ab und trank ein wenig Milch, dann löschte Sie das Feuer im Kamin. Ben kehrte
mit einem ganzen Arm voll Geschenken für seine Tochter zurück. Zusammen mit Meg
platzierte er sie unter dem Baum. Danach gingen Sie Hand in Hand die Treppe
hinauf und betraten Ben’s Schlafzimmer. In dieser Nacht liebten Sie sich lange
und zärtlich, bevor Sie in den Armen des anderen friedlich einschliefen.
Früh am nächsten Morgen,
kam Mary Ann in das Schlafzimmer Ihres Vaters. „Guten Morgen, Daddy. Können wir
nun nachsehen, ob der Weihnachtsmann da war?“ Ben wachte langsam auf „Guten
Morgen, Prinzessin. Pst, sei bitte nicht so laut, Du weckst Meg sonst auf.“ „Zu
spät, ich bin schon wach.“ Meg setzte sich auf „Guten Morgen Ihr zwei.“ „Dann
können wir ja jetzt runtergehen, oder?“ Mary Ann zappelte unruhig herum. Ben
schlug seine Bettdecke zurück und stand auf. „Zuerst sollten wir uns aber
anziehen.“ „Gut, mache ich.“ Das Mädchen drehet sich um und lief in Ihr Zimmer
zurück. Kurze Zeit später gingen alle drei zusammen ins Wohnzimmer hinunter. „Er
war da, der Weihnachtsmann war da.“ Mary Ann jubelte vor Freude. Ben und Meg
setzten sich aufs Sofa und sahen dabei zu, wie Mary Ann ein Päckchen nach dem
anderen öffnete. Eine halbe Stunde später, stand Ben auf „Ich werde uns nun ein
schönes Frühstück machen.“ Meg stand auch auf „Ich komme mit und helfe Dir, Mary
Ann ist ja beschäftigt.“ Ben nahm Meg’s Hand und sie gingen zusammen in die
Küche hinüber. Sie hatten sich gerade an den Tisch gesetzt, als es an der Tür
klingelte. „Nanu, wer kann denn das sein?“ Ben stand auf und öffnete die
Haustür. „Frohe Weihnachten, Mr. Evans, ich wollte Ihnen nur bescheid sagen,
dass wir heute morgen die Straße geräumt haben und das Auto Ihres Gasts aus dem
Schnee gezogen haben. Ich war so frei und habe das Auto gleich bis hier her
abgeschleppt.“ „Frohe Weihnachten, George.“ Ben reichte dem Mann die Hand „Warum
haben Sie denn nicht einfach angerufen?“ „Das Telefon geht leider immer noch
nicht und ich dachte, Ihr Besuch möchte bestimmt bald weiter fahren.“ erklärte
George. „Möchten Sie nicht auf eine Tasse Kaffee hereinkommen?“ Ben trat einen
Schritt zur Seite. George schüttelte den Kopf „Nein danke, Mr. Evans, aber es
ist Weihnachten und meine Familie wartet zu Hause auf mich.“ „Das kann ich
verstehen. Nochmals vielen Dank, dass Sie das Auto gleich hergebracht haben. Und
grüßen Sie Ihre Familie.“ „Danke Mr. Evans, Ihnen auch noch ein frohes
Weihnachtsfest.“ George drehte sich um und ging zu seinem Wagen zurück. Ben
schloss die Haustür wieder und kehrte in die Küche zurück. „Meg, da hat jemand
gerade Dein Auto hergebracht und die Straßen sind nun auch wieder frei.“ „Oh,“
Meg stand auf „ich denke dann werde ich mich gleich auf den Weg nach Hause
machen.“ Ben zog Meg zu sich heran „Willst Du wirklich gleich schon fahren?“ Meg
seufzte „Ben, es wird nicht leichter, wenn ich es hinauszögere. Und Du weißt,
dass meine Familie auf mich wartet.“ Ben küsste Meg „Werde ich Dich wieder
sehen?“ Meg lächelte Ben an „Wenn Deine Einladung nach Sunset Beach noch gilt,
werde ich kommen, so bald es geht.“ Sie küssten sich wieder „Ich werde jetzt
packen gehen.“ Meg ging hinauf in Ihr Zimmer und kehrte kurze Zeit später mit
Ihrer Reisetasche in der Hand zurück. Sie umarmte Mary Ann „Pass gut auf Deinen
Vater auf.“ Das Mädchen nickte „Und Du kommst uns wirklich besuchen?“ Meg
lächelte „Versprochen, nichts kann mich davon abhalten.“ Ben zog Meg nochmals zu
sich heran und küsste Sie „Ich wünschte Du könntest bleiben. Das war das
schönste Weihnachtsfest für mich.“ Meg lächelte „Für mich auch. Ich liebe Dich
Ben Evans.“ „Ich liebe Dich auch Meg Cummings.“ Noch einmal küssten Sie sich und
als der Kuss immer leidenschaftlicher wurde, löste sich Meg von Ben. „Ben, ich
sollte jetzt wirklich fahren. Auf wiedersehen Ihr Beiden.“ Meg öffnete die
Haustür. Ben nahm Ihre Reisetasche in die Hand und sie gingen zu Meg’s Auto
hinaus. „Danke Ben, danke für alles.“ Bevor Ben noch irgendetwas erwidern
konnte, war Meg eingestiegen und hatte den Motor gestartet. Sie winkte Ben und
Mary Ann noch einmal zu und fuhr davon.
Nach einer dreistündigen
Fahrt, erreichte sie Ludlow. Sie bog in die Einfahrt zu der Farm Ihrer Eltern ab
und parkte das Auto vor dem Haus. Sie stieg aus und öffnete die Haustür „Hallo,
ist irgendjemand zu Hause?“ rief Sie, als sie den Flur betrat. Es dauerte nicht
lange und Ihre Mutter kam aus der Küche. „Meg! Hast Du es endlich geschafft? Ich
habe mir schon Sorgen um Dich gemacht.“ Sie umarmte Ihre Tochter. „Mom, mir geht
es sehr gut.“ Joan Cummings lächelte Ihre Tochter an „Komm in die Küche, Dein
Vater, Sara und Ted sind auch dort.“ Meg folgte Ihrer Mutter. In der Küche wurde
sie von allen freudig begrüßt und natürlich wollten alle ganz genau wissen, was
passiert war und wo Meg die letzten Tage verbracht hatte. Meg erzählte ein
wenig, aber nicht alles. „Würdet Ihr mich entschuldigen, ich würde mich gerne
ein wenig nach der Fahrt ausruhen.“ sagte Meg, nachdem Sie Ihrer Familie das
meiste erzählt hatte. Sie ging hinauf in Ihr altes Zimmer und legte sich auf Ihr
Bett. Sofort waren Ihre Gedanken wieder bei Ben und Mary Ann. Obwohl sie sich
erst vor ein paar Stunden verabschiedet hatte, vermisste Sie beide schon jetzt.
Joan Cummings hatte
bemerkt, dass Meg irgendetwas zu bedrücken schien. Sie folgte Ihrer Tochter nach
oben und klopfte an die Tür „Meg, ich bin es, darf ich herein kommen?“
„Natürlich Mom.“ Meg setzte sich auf. Ihre Mutter betrat das Zimmer und setzte
sich zu Meg aufs Bett „Willst Du mir erzählen, was Dich bedrückt?“ Meg lächelte,
wie gut Ihre Mutter Sie doch kannte „Nun, bedrücken tut mich eigentlich nichts,
es ist nur...“ sie zögerte einen Moment „Mom, glaubst Du an die Liebe auf den
ersten Blick?“ „Aber natürlich Meg,“ Joan lächelte „als ich Deinen Vater kennen
gelernt habe, wusste ich sofort, das er der Richtige für mich war.“ Meg sah Ihre
Mutter an „Mom, genauso ist es mir mit Ben gegangen. Ich habe Ihn gesehen und
wusste sofort, dass er die Liebe meines Lebens ist. Und Ben fühlt genauso. Er
wollte mich eigentlich gar nicht mehr gehen lassen und er hat mich gebeten, so
schnell wie möglich zu Ihm nach Kalifornien zu kommen.“ „Nun Meg, ich kann Dir
nicht sagen was Du machen solltest oder was nicht.“ Joan sah Ihre Tochter an
„Aber Du solltest auf Dein Herz hören und machen, was Dein Herz Dir sagt.“ Meg
seufzte „Auch wenn mein Herz mir sagt, ich sollte sofort zu Ben zurück kehren?“
Joan nickte „Sei ehrlich zu Dir selber, dann findest Du am schnellsten die
Lösung. Fühlst Du Dich in Chicago wohl und bist Du dort an irgendjemand
gebunden?“ Meg schüttelte den Kopf „Nein, so richtig wohl fühle ich mich dort
nicht. Ich weiß auch ganz genau, dass Onkel Frank mir den Job nur gegeben hat,
damit ich Ludlow nach der geplatzten Hochzeit mit Tim schnell verlassen konnte.
Wirklich brauchen tut er mich nicht. Aber ich brauche Ben und ich fühle, dass er
mich genauso braucht.“ Joan lächelte „Ich denke Du hast schon längst Deine
Entscheidung gefällt. Ich werde es Deinem Vater erklären und er wird mit seinem
Bruder reden.“ Meg umarmte Ihre Mutter „Mom, ich danke Dir, Du bist die beste.
Bist Du auch wirklich nicht böse, wenn ich gleich wieder zurückfahre? Sieh mal,
es ist jetzt vier Uhr und in drei Stunden könnte ich wieder bei Ben und Mary Ann
sein.“ Joan schüttelte Ihren Kopf „Für uns ist es zwar nicht so schön, wenn Du
gleich wieder fährst, aber ich verstehe Dich.“ Meg stand auf und begann sofort
zu packen. Eine viertel Stunde später, Joan hatte in der Zwischenzeit Ihrem Mann
und Meg’s Geschwistern alles erklärt, war Sie zur Abfahrt bereit. Joan umarmte
Meg zum Abschied „Ich hoffe wir werden Ben und seine Tochter bald kennen
lernen.“ Meg nickte „Versprochen Mom. Auf wiedersehen.“ Sie setzte sich in Ihr
Auto und fuhr wieder davon.
Ben und Mary Ann hatten
einen ruhigen Tag verbracht. Nach einem langen Spaziergang sahen Sie sich nun
zusammen einen Film an. „Daddy, vermisst Du Meg auch so wie ich?“ wollte das
Mädchen plötzlich von Ihrem Vater wissen „Ja sehr, Mary Ann. Aber Meg’s Familie
hat auf Sie gewartet.“ versuchte Ben zu erklären. „Ich hoffe aber, dass uns Meg
bald in Sunset Beach besuchen wird und dann werden wir alles dafür tun, dass Sie
bei uns bleibt.“ Als der Film zu Ende war, stand Ben auf „So, es ist gleich halb
acht. Ich werde uns das Abendessen zubereiten.“ In diesem Augenblick klingelte
es an der Haustür „Nanu, wer kann denn das jetzt sein?“ fragte sich Ben und
öffnete die Tür. Zu seiner großen Überraschung stand Meg davor. „Ich habe Euch
schrecklich vermisst, Ben.“ Ben war im ersten Moment sprachlos, dann nahm er Meg
in die Arme und wirbelte Sie herum „Wir haben Dich auch sehr vermisst.“ Er
stellte Sie wieder auf Ihre Füße und küsste Meg „Ich liebe Dich Meg Cummings und
ich werde Dich nie wieder gehen lassen.“ Meg strahlte Ihn an „Ich habe auch
nicht vor, Euch wieder zu verlassen. Wenn Du willst, komme ich mit Dir und Mary
Ann nach Sunset Beach.“ Nun strahlte auch Ben „Wirklich? Meg, das ist das
schönste Weihnachtsgeschenk, was ich jemals bekommen habe.“ Sie küssten sich
wieder und es wurde doch noch ein schöner Abend für alle.
Ein Jahr später, wenige Tage vor Weihnachten, stoppte Ben seinen Leihwagen vor dem Haus in den Bergen. Sofort sprang Mary Ann aus dem Auto „Dad, hier ist noch alles so wie im letzten Jahr.“ Ben stieg auch aus, ging um das Auto herum und öffnete die Beifahrertür. „Ja Du hast Recht, Mary Ann.“ Meg stieg aus reckte sich und atmete tief ein „Eine herrliche Luft ist das hier und ein schönes Stückchen Erde.“ Ben trat hinter Meg und legte seine Arme um Ihre Taille „Du hast recht Mrs Evans, es ist herrlich hier.“ Meg drehte sich zu Ben herum „Es tut mir nur leid, dass wir im Sommer nicht herfahren konnten.“ Ben lächelte Meg an „Meg, Du weißt ganz genau, dass Tyus Dir das Reisen verboten hatte, also mach Dir keine Vorwürfe. Wir werden hier noch viele Sommer und Winter verbringen.“ „Mom, Dad kommt doch endlich, lasst uns hineingehen.“ Mary Ann trat unruhig von einem Fuß auf den anderen. Meg lächelte das Mädchen an. Sie liebte es, dass das Kind Sie Mom nannte. Es war die schönste Überraschung für Meg gewesen, als Ben Ihr am Tage Ihrer Hochzeit, vor vier Monaten, die Adoptionspapiere für Mary Ann überreicht hatte und das Mädchen Sie gefragt hatte, ob sie Meg nun Mom nennen dürfte. Sie holte den Haustürschlüssel aus Ihrer Manteltasche und gab diesen Mary Ann „Hier schließ schon mal auf.“ Das Kind ergriff den Schlüssel und ging zur Tür hinüber. Ben öffnete die hintere Autotür und holte einen Babysitz heraus. „Es wird Zeit, dass wir unserem Sohn hier alles zeigen.“ Meg lächelte „Ben, Nicholas ist gerade drei Wochen alt, ich denke Du wirst noch bis nächstes Jahr warten müssen, um Ihm alles zu zeigen.“ Ben sah seine Frau an „Meg, dieses ist ein ganz besonderer Ort für unsere Familie. Hier bist Du im wahrsten Sinne des Wortes in unsere Familie geschneit und Nicholas soll wissen, was dieser Ort für uns bedeutet.“ Meg trat zu Ben heran und küsste Ihn „Ben Evans, ich liebe Dich und meine Liebe für Dich wächst von Tag zu Tag.“ Ben sah Meg in die Augen. „Ich liebe Dich so sehr, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann.“ „Ben wir sollten hineingehen, für Nicholas ist es hier draußen zu kalt.“ Ben nickte, nahm Meg’s Hand und zusammen betraten Sie das Haus.
***Ende***