Kapitel 01
Meg Cummings war
immer noch wie erstarrt. Hier stand sie nun auf dem Friedhof, wo eben nahezu
Ihre ganze Familie beerdigt wurde. Sie konnte immer noch nicht fassen, was fünf
Tage zuvor geschehen war.
Fünf Tage zuvor:
Meg hatte einen lustigen Nachmittag mit
Ihrem achtjährigen Neffen Andrew and Ihrer sechsjährigen Nichte Samantha im
Zirkus verbracht. Sie genoss die Zeit mit den beiden Kindern. Ihr Bruder Tobbias
war mit seiner Frau Melissa und den Kindern für ein paar Tage zu Besuch. Morgen,
am 4.Juli, würden sie auf der Farm Ihrer Eltern ein großes Barbecue haben. „Die
Clowns waren am besten Tante Meg, findest Du nicht auch?“ hörte sie Andy fragen.
„Ja, die waren sehr lustig. Was hat Dir am besten gefallen Sam?“ Meg blickte in
den Rückspiegel und sah die beiden Geschwister an „Die Pferde, Tante Meg, ich
liebe Pferde.“ Sam’s Augen leuchteten auf „Dad hat mir zu meinem nächsten
Geburtstag ein Pony versprochen.“ „Du und Deine langweiligen Pferde.“ Andy
verdrehte die Augen. „Du bist dumm, Pferde sind wunderbare Tiere.“ „Du hast
recht Sam, ich mag Pferde auch sehr gerne. Welche Tiere magst Du denn am
liebsten Andy?“ „Alle Arten von Reptilien,“ erzählte er stolz „sie sind so
geheimnisvoll und nicht so langweilig wie Pferde.“ „Pferde sind nicht
langweilig. Reptilien sind ekelig.“ „Sind sie nicht!“ Andy streckte seiner
Schwester die Zunge heraus „Ihr Mädchen seid zu dumm.“ „Sam, Andy bitte hört auf
zu streiten. Wir hatten so einen schönen Nachmittag, oder?“ „Ja Tante Meg.“ Kam
es unissimo von hinten. „Wow, was ist das? Tante Meg, das sieht ja aus, als wenn
es da hinten brennt.“ Andy zeigte auf eine dichte Rauchsäule vor Ihnen. „Oh mein
Gott, Du hast recht und wie es aussieht, ist es auf unserer Farm.“ Meg gab Gas
und schon bald erreichten sie die Auffahrt zur Farm. Das Auto des Sherrif’s
versperre Ihnen den Weg. Meg stoppte das Auto und stieg aus.
„Sherrif Claton, was ist passiert? Lassen
Sie mich bitte durch, ich muss zur Farm.“ Meg lief dem Sherrif entgegen.
Sherrif Claton stoppte Meg „Meg, Du kannst da jetzt nicht hin.“ Meg spürte das
etwas schreckliches passiert sein musste. „Sherrif Claton, ich muss da durch,
meine Eltern und mein Bruder mit seiner Frau sind doch noch dort.“ Der Sherrif
legte den Arm um Meg und schüttelte den Kopf „Meg, ich fürchte, ich kann Dich
nicht durchlassen.“ Tränen strömten Megs Gesicht hinunter „Bitte Sherrif, was
ist passiert, meine Familie ist doch dort.“ Der Sherrif wusste nicht, wie er es
Meg sagen sollte „Meg, da gibt es nichts mehr was Du tun kannst. Es gab eine
Gasexplosion auf der Farm. Es tut mir leid.“ „Nein, das kann nicht sein. Sagen
Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist. Es kann nicht sein!“ Der Sherrif nahm
Meg in den Arm „Meg, da ist wirklich nichts mehr was wir machen können.“ „Nein!
Mom! Dad!“ Meg schrie und dann brach sie zusammen.
Sara Cummings legte
Ihre Hand auf die Schulter Ihrer Schwester „Komm Meg, es ist vorbei. Lass uns
gehen.“ Meg blickte Ihre Schwester an „Du hast recht, ich kann es aber immer
noch nicht glauben.“ „Ich auch nicht, aber es ist nun mal so. Komm Meg, lass uns
gehen.“ „Ja, kommt Sam and Andy wir wollen gehen.“ Sie nahm die Kinder bei
der Hand und langsam verließen die vier den Friedhof. Vor dem Friedhof wartete
Alice Simson mit dem Auto auf die Cummings. Sara, Meg und die Kinder stiegen
ein. Fürs erste waren sie bei den Simsons untergekommen. Kaum war Alice
abgefahren, wanderten Meg’s Gedanken wieder zurück zu dem schrecklichen
Nachmittag.
„Meg wach auf!“ Sherrif Claton versuchte Meg
wieder wach zubekommen. Langsam öffnete Sie die Augen „Was ist passiert? Wo sind
die Kinder?“ Traurig lächelte der Sherrif Meg an „Die Kinder sind bei Alice
Simson. Wie geht es Dir?“ Meg setzte sich auf und sah sich um. Plötzlich fiel
Ihr wieder ein, was der Sherrif vorher versucht hatte Ihr zu sagen. „Sherrif
Claton, wo sind meine Eltern und mein Bruder und seine Frau?“ „Meg es tut mir
leid,“ er nahm Meg’s Hand „aber als wir ankamen, konnten wir nichts mehr tun.“
Meg schluchzte „Was ist passiert?“ „Es sieht so aus, als wenn es in der Küche zu
einer Gasexplosion gekommen ist. Als die Feuerwehr eintraf, konnten sie nicht
mehr viel tun.“ Der Sherrif machte eine Pause und nahm Meg in den Arm. Er kannte
sie von klein auf und es viel Ihm schwer Ihr zu erzählen, was passiert war „Wir
haben vier Körper in der Küche gefunden. Es tut mir leid Meg.“ Meg schluchzte
auf „Die Kinder, ich muss zu den Kinder. Irgendjemand muss es Ihnen sagen.“
„Meg hast Du gehört,
was ich gesagt habe?“ Sara’s Stimme drang zu Meg durch. „Entschuldige Sara was
sagtest Du?“ Sara umarmte Ihre Schwester „Meg, es tut mir leid, dass ich gleich
morgen schon wieder zurück nach Washington muss, aber wir stecken mitten im
Wahlkampf, ich kann einfach nicht länger bleiben.“ Meg versuchte zu lächeln „Ist
schon gut Sara, ich verstehe es schon. Das Leben geht weiter und Dein Leben ist
nun mal in Washington und nicht mehr hier in Ludlow.“ Sie erreichten die Simson
Farm und stiegen aus. „Kommt Kinder ich glaube ich habe noch Eiscreme für Euch
in der Gefriertruhe.“ Alice nahm die Kinder an die Hand und führte sie ins Haus.
Meg wollte Ihnen folgen, aber Sara hielt sie zurück „Was wirst Du jetzt machen
Meg? Was wird mit Samantha und Andrew passieren?“ Meg blickte Sara an „Ich werde
auf jeden fall versuchen Sam und Andy zu behalten, wir sind doch Ihre einzige
Familie, die sie noch haben. Melissa’s Eltern sind doch schon ein paar Jahre tot
und Geschwister hatte sie ja auch nicht. Morgen habe ich einen Termin bei
Richard, mal sehen was er tun kann.“ Sara umarmte Ihre Schwester „Du wirst es
schon schaffen, Du warst immer die stärkere von uns. Ich hoffe, dass Du die
Kinder behalten kannst, sie brauchen Dich genauso wie Du sie brauchst.“ Sara sah
Ihre Schwester an „Meg, wenn das Geld von der Versicherung kommt, nimm bitte
alles für Dich und die Kinder und macht einen neuen Anfang. Ich verdiene in
Washington genug und habe dort alles was ich zum Leben brauche.“ Erneut stiegen
Tränen in Meg’s Augen auf „Aber Sara, Dir steht auch etwas davon zu. Mom und Dad
waren auch Deine Eltern.“ Sara schüttelte Ihren Kopf „Meg, ich brauche es
wirklich nicht und Du kannst damit Dir und den Kindern ein neuen Anfang
ermöglichen.“
Kapitel
02
Meg hatte eben Ihre
Schwester am Flughafen von Kansas City verabschiedet und befand sich nun auf dem
Rückweg nach Ludlow. In zwei Stunden hatte sie einen Termin mit Richard Bauer.
Er war ein alter Freund von Ihres Vaters und der beste Rechtsanwalt der Stadt.
Das wichtigste für Meg war im Moment, dass sie die Kinder Ihres Bruders behalten
konnte. Wie Sara schon am Vortag richtig festgestellt hatte, die Kinder
brauchten Meg genauso, wie Meg die Kinder brauchte. Sie war ein Mensch, der
seine Familie um sich brauchte. Ihre Familie war bisher auch der Grund gewesen,
warum sie Ludlow noch nicht verlassen hatte. Meg kamen Erinnerungen hoch, an
Unterhaltung mit Ihrer Mutter, die vielleicht einen Monat zurück lag.
Es war eine laue Nacht und Meg kam eben von
einem Date mit Tim, Ihrem Jugendfreund zurück. Sie setzte sich auf die Bank vor
dem Haus, um noch ein wenig über das nachzudenken, was Tim heute zu Ihr gesagt
hatte. Sie wusste nicht wie lange sie dort gesessen hatte, als Ihre Mutter aus
dem Haus kam. „Ist alles in Ordnung, honey?“ Joan Cummings spürte immer, wenn
Meg etwas bedrückte. Meg seufzte. „Eigentlich sollte alles in Ordnung sein, aber
irgendwie fühle ich nicht so.“ Joan setze sich neben Ihre Tochter „Magst Du
darüber reden? Hattest Du Streit mit Tim?“ Meg sah Ihre Mutter an. Woher wusste
sie bloß immer, was sie bedrückte. „Nein, Streit direkt hatten wir eigentlich
nicht.“ Meg seufzte auf „Tim hat mich heute gefragt, ob ich Ihn heiraten will.“
Joan kannte Ihre Tochter nur zu gut und irgendwas stimmte hier nicht „Und? Was
willst Du tun?“ „Mom, wenn ich das nur wüsste. Tim sagte, er will nicht länger
warten und wenn ich nicht will, dann will er sich jemand anderes suchen.“ Joan
legte Ihre Hand auf die Schulter Ihrer Tochter „Meg Du solltest nur heiraten,
wenn Du Dir absolut sicher darüber bist. Liebst Du Tim denn?“ „Ja, aber mehr wie
einen Bruder und nicht wie den Mann, mit dem ich den Rest meines Lebens
verbringen will.“ Meg seufzte auf. „Mom, glaubst Du an die ganz große Liebe?“
Joan lächelte. „Natürlich und ich bin glücklich, das ich meine ganz große Liebe
in Deinem Vater gefunden habe.“ Meg lächelte. Sie liebte Ihre Eltern und
wünschte sich, dass sie einmal eine solch gute Ehe, wie Ihre Eltern führen
würde. „Glaubst Du dass ich meiner großen Liebe jemals begegnen werde?“ Joan
umarmte Ihre Tochter. „Sicherlich, ich glaube ganz fest daran, dass Dir der
Mensch, der für Dich bestimmt ist, begegnet. Und wenn Du spürst, das es nicht
Tim ist, dann solltest Du Ihn nicht heiraten. Meg, Du bist noch jung, hast Du
jemals darüber nachgedacht Ludlow zu verlassen und ein wenig von der Welt zu
sehen?“ Meg lächelte, wie gut Ihre Mutter sie doch kannte. „Doch gerade eben,
ich habe darüber nachgedacht, dass ich vielleicht eine Weile zu Sara nach
Washington gehen sollte.“ „Dann mach das Meg, Du musst Deinen eigenen Weg finden
und der muss nicht unbedingt hier in Ludlow sein.“
Meg stoppte das Auto
vor dem Gebäude, in dem Richard Bauer sein Büro hatte. Sie blieb noch einen
Moment sitzen und atmete tief durch. Nach einigen Minuten stieg sie aus und
betrat das Gebäude. Sie wurde von Richards Sekretärin begrüßt. „Hi Meg, wie geht
es Dir? Es tut mir leid, was mit Deiner Familie passiert ist. Ich kann es immer
noch nicht fassen.“ „Danke Susan, es geht mir den Umständen entsprechend gut.
Ist Richard in seinem Büro? Ich habe einen Termin bei Ihm.“ Susan nickte und
stand auf. „Warte, ich sage Ihm bescheid, dass Du da bist.“ Sie ging hinüber zu
der Tür hinter sich, klopfte kurz an und öffnete sie. „Mr. Bauer, Meg Cummings
ist hier.“ Susan drehte sich zu Meg um. „Du sollst hineinkommen.“ Sie trat zur
Seite und Meg betrat das Büro. Ein stattlicher, grauhaariger Mann stand von
seinem Schreibtisch auf und ging auf Meg zu. Er umarmte sie kurz „Guten Tag Meg,
schön Dich zu sehen. Wie geht es Dir?“ Meg lächelte Richard Bauer an. Sie hatte
Ihn schon immer gern gemocht. „Danke, ganz gut soweit.“ „Möchtest Du einen
Kaffe?“ Meg nickte. „Susan würden Sie uns bitte zwei Tassen Kaffee bringen?“
„Sicher, Mr. Bauer.“ Susan verließ das Büro und schloss die Tür hinter sich.
„Komm Meg, setzten wir uns.“ Richard rückte einen Stuhl für Meg zurecht und sie
setzte sich. Richard setzte sich wieder hinter seinem Schreibtisch. Bevor er
etwas sagen konnte, brachte Susan den Kaffee und verließ genauso schnell und
leise das Büro, wie sie es betreten hatte. „Wenn ich Dich recht verstanden habe,
möchtest Du das Sorgerecht für Samantha und Andrew haben?“ Meg nickte. „Ja das
stimmt. Sara und ich sind die einzigste Familie die sie noch haben. Glaubst Du,
dass ich eine Chance habe?“ „Nun,“ Richard lehnte sich in seinem Stuhl zurück
„einfach wird es nicht werden, da Du nicht verheiratet bist, aber ich denke wir
werden es schaffen. Ich habe mich schon einmal ein wenig umgehört und es sieht
gar nicht so schlecht für Dich aus. Morgen habe ich einen Termin bei der
Jugendfürsorge und danach weiß ich mehr.“ Meg seufzte erleichtert auf „Danke
Richard, das bedeutet mir sehr viel.“ Richard lächelte sie an „Das weiß ich und
darum werde ich auch alles was in meiner Macht steht tun, um Dir dabei zu
Helfen. Für Dich spricht, dass Dich jeder hier in Ludlow kennt und das wir nicht
nach Colorado deswegen müssen, da die Kinder im Augenblick ja schon hier sind.“
Meg stand auf. „Wann denkst Du, wirst Du etwas erfahren?“ „Ich bin mir ziemlich
sicher, dass ich morgen alles regeln kann. Ich werde Dich dann anrufen.“ Meg
reichte Richard die Hand „Vielen dank noch mal Richard, es liegt mir wirklich
sehr viel daran, dass die Kinder bei mir bleiben.“ „Keine Sorge Meg, wir werden
das schon schaffen. Bis morgen dann.“ „Ja bis morgen dann.“ Meg verließ das Büro
und fuhr auf dem schnellsten Weg zurück zur Farm der Simsons und verbrachte den
Rest des Tages mit Sam und Andy.
Am nächsten Tag,
gegen Mittag, rief Richard Bauer an und teilte Meg mit, dass sie das Sorgerecht
für die Kinder bekommen hatte. Erleichtert darüber ging sie zu den Kinder
hinaus. „Sam, Andy, eben hat ein Freund von mir angerufen und mir mitgeteilt,
dass wir zusammen bleiben können.“ „Oh Tante Meg, ich bin ja so froh darüber,
ich möchte Dich nicht auch noch verlieren.“ Sam fiel Meg um den Hals und drückte
sie. „Sam, ich möchte Euch auch nicht verlieren und ich verspreche Euch, dass
wir drei zusammen bleiben.“ „Was wollen wir denn jetzt machen, Tante Meg? Wollen
wir hier bei den Simosns bleiben?“ Auch Andy hatte Meg nun umarmt. Meg lächelte,
der kleine Kerl war so tapfer, aber sie konnte sehen, wie er gegen seine Tränen
ankämpfte. Meg schüttelte den Kopf. „Um ehrlich zu sein, würde ich Ludlow am
liebsten verlassen und wo anders ganz von vorne anfangen. Wie wäre das für
Euch?“ „Ich denke mir würde das gefallen, was meinst Du Sam?“ „Mir auch,
solange wir nur zusammen bleiben können.“ „Das werden wir. Was haltet Ihr davon,
wenn wir packen und noch heute Ludlow verlassen?“ Sie hatte es noch nicht ganz
ausgesprochen, als die Kinder auch schon ins Haus rannten. Sie folgte ihnen und
begann Ihre wenigen Habseligkeiten zu packen. Eine Stunde später saßen sie im
Auto und verließen Ludlow. „Tante Meg?“ hörte Sie Andy fragen „Wohin werden wir
fahren?“ Meg sah in den Rückspiegel und lächelte. „Ich weiß es selber noch
nicht, aber ich bin mir sicher, dass wir irgendwo, hinter dem Horizont, einen
Platz finden werden, wo wir gerne leben möchten.“ „Cool, die Idee gefällt mir.“
Andy war begeistert. „Ja, lass uns hinter den Horizont fahren.“ Stimmte auch Sam
zu.
Seit fast drei Wochen
war Meg nun schon mit den Kindern unterwegs. Sie waren zuerst nach Colorado
Springs gefahren, wo Ihr Bruder mit seiner Familie gelebt hatte. Zuerst wollte
Meg mit den Kindern dort bleiben, aber als sie bemerkte, dass sich die Kinder
dort jeden Abend in den Schlaf weinten, beschloss sie weiter zuziehen. Sie
packten einige persönliche Dinge der Kinder und deren Eltern ein und Meg übergab
das Haus an einen Makler, damit dieser es für sie verkaufen konnte.
Sie ließen sich
einfach vorwärts treiben, durchquerten einen Teil von New Mexico und Arizona und
sind schließlich in Kalifornien angekommen. Heute Vormittag hatten sie eine
kleine Stadt namens Sunset Beach erreicht. Meg hatte das Auto am Pier geparkt
und sie und die Kinder hatten einen langen Spaziergang am Strand gemacht. Nun
saßen sie im Java Web, einem kleinen Cafe, und aßen eine Kleinigkeit zu Mittag.
„Tante Meg, mir gefällt es hier sehr gut, können wir hier bleiben?“ Andy sah
seine Tante erwartungsvoll an. „Ja, es ist sehr schön hier. Und Sam, was denkst
Du?“ Sie sah das kleine Mädchen zu Ihrer Rechten an „Ich finde es ganz toll
hier. Ich habe noch nie so einen schön Strand gesehen.“ „Sam, Du hast noch nie
zuvor einen Strand gesehen.“ korrigierte Andy seine kleine Schwester. „Habe ich
doch, im Fernsehen.“ erwiderte Sam „Aber hier in Echt, gefällt es mir noch viel
besser.“ „Ihr beiden meint also, wir sollten eine Weile hier in Sunset Beach
bleiben?“ Sam lächelte Meg an „Ja, das sollten wir.“ „Finde ich auch und am
liebsten möchte ich in einem Haus direkt am Strand wohnen.“ Andy war vor
Begeisterung kaum zu bremsen. Meg lachte „Ich denke, fürs erste werden wir uns
ein Hotelzimmer nehmen. Ich muss auch erst einen Job finden, bevor wir uns nach
einem Haus umsehen können.“ Sie schaute in die Augen der beiden Kinder und
stellte fest, dass sie zum erstenmal, seit Wochen, wieder strahlten. „Wollen wir
das ganze mit einem Michshake feiern?“ Die Geschwister nickten. Meg sah sich um
und winkte dem Kellner zu. Dieser kam zu Ihnen hinüber „Darf es noch etwas
sein?“ Meg lächelte „Ja, wir haben etwas zu feiern und hätten gerne drei
Schokoladen Milchshakes.“ „Drei Schokoladen Milchshakes, kommen sofort.“ Der
junge Mann ging hinter die Theke und kurze Zeit später kehrte er mit den drei
Michshakes zurück. „Darf man fragen, was gefeiert wird?“ „Das wir hier in Sunset
Beach bleiben.“ informierte Andy ihn. „Vorausgesetzt, ich finde einen Job hier.“
fügte Meg hinzu. „Nun, dann herzlich willkommen hier in Sunset Beach. Ich bin
übrigens Mark Wolper.“ „Nett Sie kennen zu lernen, Mr. Wolper. Das hier sind
Samantha und Andrew und ich bin Meg Cummings.“ „Mark, wir sind hier nicht so
formell. Sie suchen einen Job? Nun, mein Boss sucht für seinen Nachtclub unten,
eine Kellnerin.“ Meg lächelte „Mark, das Angebot ist sehr nett, aber da ich mit
den Kindern alleine bin, kann ich Abends nicht arbeiten. Ich brauche einen Job
für tagsüber, wenn die Beiden in der Schule sind.“ „Verstehe. Haben Sie denn an
etwas bestimmtes gedacht? Ich kenne eine Menge Leute hier und vielleicht kann
ich Ihnen ja weiterhelfen.“ bot Mark an. „Das wäre nett. Ich habe in den letzten
Jahren als Sekretärin gearbeitet und in diesen Bereich würde ich gerne
weiterarbeiten. Ich kenne mich auch ganz gut mit Computern aus.“ Mark lächelte
„Ich denke, da lässt sich bestimmt etwas finden. Lassen Sie mir doch einfach mal
Ihre Telefonnummer da und wenn ich etwas höre, dann melde ich mich.“ „Wirklich?
Das wäre toll. Ich gebe Ihnen am besten meine Handynummer, da wir vorrübergehend
erst einmal im Hotel wohnen werden.“ Sie nahm einen Zettel aus Ihrer Handtasche
und schrieb Ihre Handynummer darauf. Mark nahm den Zettel und steckte Ihn in
seine Hosentasche. „Darf ich Euch beiden noch ein Eis spendieren?“ fragte er die
Kinder „Oh ja, dürfen wir Tante Meg?“ Andy strahlte übers ganze Gesicht. „In
Ordnung“ nickte Meg. Mark brachte kurze Zeit später das Eis für die Kinder und
für Meg einen Kaffee „Danke, das ist nett.“ „Ein kleiner Willkommensgrus.“ Mark
zwinkerte Meg zu. „Dürfen wir raus an den Strand gehen Tante Meg?“ Meg überlegte
kurz „Ja, wartet aber noch einen Augenblick, ich komme auch gleich.“ Doch es war
schon zu spät, die Kinder liefen aus dem Cafe heraus. In der Tür stieß Andy mit
einem Mann zusammen. Andy schaute den Mann kurz an und lief erschrocken weiter.
Meg war sofort aufgesprungen „Andy, Du kommst sofort zurück und entschuldigst
Dich.“ Der Mann hatte mit Hilfe einer Servierte die Eisreste von seiner Hose
entfernt. „Lassen Sie Ihn nur, es ist ja nichts passiert. Niemand wurde verletzt
und es ist nichts kaputt gegangen.“ Meg lächelte den Mann an. „Er sollte sich
aber trotzdem entschuldigen.“ Meg schaute Andy nach, der bereits wieder am
Strand war „Entschuldigen Sie mich bitte, aber ich muss den Kindern nach.“ „Kein
Problem, viel Spaß noch am Strand.“ Der Mann blickte Meg einen Augenblick an
„Danke.“ Meg wusste nicht so recht, was sie sagen sollte. Diese blauen Augen
hatten sie irgendwie verwirrt. Solche Augen hatte sich noch nie gesehen. „Ich
muss jetzt wirklich gehen.“ Schnell verließ Sie das Java Web und folgte den
Kinder.
Der Mann sah Ihr noch
einen Moment nach und drehte sich dann zu Mark um „Ich hoffe hier ist alles in
Ordnung.“ „Ja Boss, hier ist alles in Ordnung. Du siehst aber aus, als wenn Du
einen harten Vormittag hinter Dir hast, Ben.“ Ben seufzte „Das kannst Du wohl
sagen. Ich wünschte ich würde endlich wieder eine brauchbare Sekretärin für mein
Büro in der Liberty Corporation finden.“ Mark war überrascht „Ich dachte, Du
hast vor drei Tagen erst eine neue eingestellt?“ Ben goss sich einen Kaffee ein
„Hatte ich ja auch, aber heute morgen habe ich sie wieder gefeuert. Ich brauche
eine Sekretärin, die selbständig arbeiten kann und sich vor allen mit Computern
auskennt.“ Mark lächelte „Vielleicht habe ich da jemanden für Dich.“ „Wirklich?“
Ben war überrascht. „Ja, soll ich sie anrufen, ob sie interessiert daran ist?“
Ben trank einen Schluck von seinem Kaffee. „Das wäre gut, vielleicht kann sie
heute Nachmittag noch in mein Büro in der Liberty Corporation kommen, für ein
Vorstellungsgespräch. Ich bin den ganzen Nachmittag dort. Leider muss ich jetzt
auch gleich wieder los, ich brauche nur einige Papiere aus meinem Büro hier.“
Ben ging nach hinten in sein Büro und kehrte wenige Augenblicke mit einer Akte
in seiner Hand zurück. Bevor er das Java Web verließ, drehte er sich noch mal zu
Mark um „Und wie heißt die Bewerberin? Ich muss ja schließlich wissen, wen ich
erwarten soll.“ „Sie heißt Meg Cummings“ „Danke Mark, bis später.“ Ben verließ
das Java Web und Mark ging zum Telefon hinüber und wählte Meg’s Handynummer.
Kapitel 04
Aufgeregt betrat Meg
das Gebäude der Liberty Corporation. Sie konnte es immer noch nicht fassen, das
Mark so schnell wegen eines Jobs angerufen hatte. Sie hatte die beiden Kinder
bei Mark im Java Web gelassen und sich gleich auf dem Weg gemacht. Sie schaute
sich um und ging dann auf den Schreibtisch des Pförtners zu „Guten Tag, mein
Name ist Meg Cummings und ich soll Ihr zu einem Vorstellungsgespräch mit Mr.
Evans.“ Stellte sie sich vor. Der Pförtner blickte auf eine Liste vor sich und
lächelte dann Meg an. „Mr. Evans erwartet Sie. Nehmen Sie einfach den linken
Fahrstuhl und fahren Sie in die 18. Etage hinauf. Sie kommen dann direkt in das
Vorzimmer von Mr. Evans. Da es zur Zeit nicht besetzt ist, können Sie gleich
durchgehen.“ „Danke“ lächelte Meg zurück und ging zu den Fahrstühlen hinüber.
Sie betrat den linken und drückte auf den Knopf für die 18. Etage. Kurze Zeit
später hielt der Lift auf der 18. Etage und die Fahrstuhltür öffnete sich. Meg
holte tief Luft und verließ dann den Lift. Ganz so wie der Pförtner es Ihr
gesagt hatte, war niemand im Vorzimmer, aber an der gegenüberliegenden Seite
befand sich eine Tür, die offen stand. Entschlossen ging Meg auf die Tür zu und
sah in das Büro dahinter hinein. Zuerst konnte sie niemanden entdecken, dann
aber bemerkte sie, das jemand hinter dem PC saß und leise vor sich her fluchte.
„Verdammtes Ding,
warum will dieses Programm nicht so, wie ich es will.“ Ben versuchte erneut das
Programm zu starten, hatte aber wieder genauso wenig Glück wie vorher. Er war so
vertieft, das er zunächst gar nicht bemerkt hatte, dass jemand sein Büro
betreten hatte. „Entschuldigen Sie bitte, ich suche Mr. Evans.“ Hörte er
plötzlich jemanden sagen. Er schaute hinter seinem PC hervor und blickte in das
Gesicht der jungen Frau aus dem Java Web. Auch Meg erkannte Ihren Gegenüber
sofort und errötete „Oh, entschuldigen Sie bitte.“ Sie drehte sich um und wollte
sofort das Büro wieder verlassen, als sie von Ben gestoppt wurde. „Warten Sie
bitte,“ Ben trat hinter seinem Schreibtisch hervor „Sie müssen Miss Cummings
sein. Ich bin Ben Evans.“ Ben reichte Meg die Hand, die Sie zögernd ergriff.
„Ja, das bin ich.“ Lächelte Meg scheu „Ich möchte mich nochmals für den Vorfall
von vorhin entschuldigen.“ „Ach, machen Sie sich darüber keine Sorgen, es ist ja
nichts passiert.“ Ben rückte Meg einen Stuhl zurecht „Bitte nehmen Sie platz.
Sie sind also wegen der Stelle als meine Assistentin gekommen?“ „Nun ja, ich
dachte vielmehr es wäre eine Stelle als Sekretärin.“ Meg setzte sich und Ben
kehrte hinter seinem Schreibtisch zurück. „Nun, es wäre ein wenig mehr, als
meine Sekretärin, mehr meine Assistentin, meine rechte Hand sozusagen. Haben Sie
irgendwelche Erfahrungen in diesem Bereich?“ Meg öffnete Ihre Handtasche und
holte das Zeugnis hervor, das Ihr Richard Bauer ausgestellt hatte. „Ich habe die
letzten 5 Jahre in einer Anwaltskanzlei in Ludlow-Kansas gearbeitet.“ Sie
reichte Ben Ihr Zeugnis. Dieser legte es ungesehen auf seinen Schreibtisch.
„Darf ich fragen, warum Sie Ihre letzte Stelle aufgegeben haben?“ „Das hat
persönliche Gründe, ich brauchte eine Veränderung.“ Meg senkte Ihren Blick und
Ben spürte, das er da im Moment lieber nicht weiter nachfragen sollte. „Nun,“ er
lehnte sich zurück „was für mich sehr wichtig ist, ist die Frage, ob Sie mit
Computern umgehen können. Wie Sie ja gerade selber sehen konnten, stehe ich mit
diesen Geräten ein wenig auf Kriegsfuß.“ Meg lächelte „Mit Computern komme ich
eigentlich sehr gut zurecht. Darf ich fragen, was Sie für ein Problem damit
haben?“ Sie zeigte auf den PC. „Ich versuche schon seit einer halben Stunde
verzweifelt ein Programm zu öffnen, leider ohne Erfolg.“ „Darf ich es mir einmal
ansehen?“ Ben nickte und Meg stand auf und ging um den Schreibtisch herum
„Welches Programm ist es dann?“ „Dieses hier.“ Ben zeigte es Ihr. Meg drückte
drei Tasten und das Programm öffnete sich „Das wär’s.“ lächelte Sie. „Wow, das
haben Sie ja schnell hinbekommen. Ich denke, Sie sind genau die Assistentin die
ich gesucht habe.“ „Danke,“ Meg setzte sich wieder „aber vorher müsste ich noch
die Arbeitszeiten wissen, da ich ja die beiden Kinder habe.“ Ben überlegte einen
Augenblick „Nun, ich denke da können wir ein wenig flexibel sein. Wie wäre es
mit einer Arbeitszeit von 9:00 bis 15:00 Uhr?“ „Das hört sich gut an, genau in
dieser Zeit sind die Kinder in der Schule.“ „Gut,“ Ben beugte sich vor „heute
ist Freitag, wie wäre es, wenn Sie Montag früh hier anfangen?“ „Gerne, dann
bleibt mir noch das Wochenende, um eine Unterkunft für uns zu finden.“ „Wo
wohnen Sie denn zur Zeit?“ „Da wir heute erst hier angekommen sind, wohnen wir
vorläufig im Seebreez Hotel, aber auf die Dauer ist das nichts mit den Kindern.
Sie brauchen ein richtiges Zuhause.“ Seufzte Meg. Ben überlegte einen Moment und
schreib dann eine Telefonnummer auf einen Zettel, den er Meg reichte. Rufen Sie
einfach mal meine Maklerin, Mrs Sneider, an. Vielleicht kann Sie Ihnen ja weiter
helfen. Wenn Sie irgendwelche Referenzen brauchen, rufen Sie mich einfach an.“
Ben reichte Meg auch noch seine eigene Visitenkarte. Meg nahm beides entgegen
„Danke Mr. Evans und ich werde am Montag pünktlich sein.“ „Daran zweifle ich
nicht im geringsten.“ Lächelte Ben „Ihren Vertrag setzten wir dann am Montag
auf. Und nun genießen Sie Ihr Wochenende und viel Erfolg bei der Wohnungssuche.“
Meg stand auf und reichte Ben die Hand „Nochmals vielen Dank, Mr. Evans, bis
Montag dann.“ Sie drehte sich um und verließ das Büro.
Nachdem Meg gegangen
war, setzte sich Ben an seinen Schreibtisch, nahm den Telefonhörer in die Hand
und wählte die Nummer seiner Maklerin „Hi Caroline, hier ist Ben Evans. Steht
das kleine Strandhaus neben meinem eigentlich immer noch zum Verkauf?“ Ben
wartete auf die Antwort „Gut, setzen Sie bitte einen Vertrag auf, ich kaufe es.“
Er lauschte auf das was am anderen Ende gesagt wurde und lachte „Ja, es ist mein
Ernst, Caroline. Und noch etwas. Eine junge Frau, eine Miss Cummings wird sich
bei Ihnen melden. Bieten Sie Ihr bitte das Haus zur Miete an, aber bitte zu
einer geringen, sagen wir 150 Dollar pro Woche.“ Wieder hörte er zu was seine
Gesprächspartnerin zu sagen hatte „Ja das ist mein Ernst Caroline und bitte
bieten Sie es nur Miss Cummings an, verstanden? Gut, bis dann, ich komme später
vorbei und unterzeichne den Vertrag.“ Er wollte grade auflegen, als Ihm noch
etwas einfiel „Ach und Caroline? Bitte sagen Sie Miss Cummings nicht, das ich
der Eigentümer des Hauses bin. Gut, danke, bye.“ Zufrieden legte er den Hörer
auf.
Kapitel 05
Gut gelaunt betrat Meg das Java Web, um Andy und Sam abzuholen. Die beiden Kinder saßen an einem der vielen Computern und waren in ein Spiel vertieft. Meg ging zu Mark hinüber und begrüßte ihn „Hi Mark, ich hoffe die beiden haben nichts angestellt?“ Mark lachte und schüttelte seinen Kopf „Nein, keine Angst Meg, sie waren brav. Und wie ist es bei Dir gelaufen?“ „Ich habe den Job.“ Meg lachte über das ganze Gesicht „Am Montag fange ich an.“ „Super, ich gratuliere.“ Mark freute sich für Meg „Mr. Evans ist wirklich sehr nett, er hat mir sogar noch eine Maklerin empfohlen und gleich werden wir noch auf der Suche nach einem zu Hause für uns gehen.“ Berichtete Meg. Sie ging zu den Kindern hinüber „Andy, Sam kommt wir wollen uns noch ein paar Häuser und Apartments ansehen.“ „Sind da auch welche am Strand dabei?“ wollte Andy wissen. „Ich weiß nicht, aber wir werden es bald erfahren. Wir gehen jetzt in das Büro der Maklerin und sie wird uns alles zeigen.“ Antwortete Meg. „Cool“ sagte Andy und die Kinder sprangen auf. „Danke noch mal fürs aufpassen.“ Sagte Meg zu Mark. „Kein Problem, es hat Spaß gemacht.“
Meg verließ mit den Kindern das Java Web und sie stiegen in ihr Auto. Meg hatte zuvor mit der Maklerin telefoniert und sie hatte Meg beschrieben, wo Ihr Büro zu finden war. Meg fuhr los und schon nach 10 Minuten Fahrt, stoppte Sie das Auto vor dem Büro der Maklerin. Sie stiegen aus und betraten das Gebäude. Meg ging auf die Frau hinter dem Schreibtisch zu „Guten Tag, mein Name ist Meg Cummings. Ich hatte vorhin angerufen.“ Die Frau lächelte Meg an „Hi, ich bin Caroline Sneider und ich hoffe, dass wir etwas passendes für Sie finden werden. „Ein Haus am Strand wäre cool.“ Sagte Andy. „Nun junger Mann, wir haben auch ein paar Häuser am Strand anzubieten.“ Nickte Caroline. „Aber die sind doch bestimmt sehr teuer.“ Wandte Meg ein. Caroline schüttelte Ihren Kopf „Nicht unbedingt. Gerade heute habe ich ein neues Objekt hereinbekommen. Ocean Avenue, beste Lage, direkt am Strand. Es ist nur ein kleines Haus mit drei Schlafzimmer, aber dafür günstig. Der Besitzer hat es nur zur steuerlichen Zwecken gekauft.“ „Klingt ja interessant. Wie hoch soll denn die Miete dafür sein?“ fragte Meg. Caroline holte eine Akte aus Ihrer Schreibtischschublade und sah hinein „Nicht viel, 150 Dollar pro Woche.“ „Das ist wirklich nicht viel.“ Stimmte Meg zu „Können wir uns das Haus vielleicht mal ansehen?“ „Aber selbstverständlich.“ Caroline nahm einen Schlüssel aus der Schreibtischschublade und stand auf. „Kommen Sie, wir nehmen meinen Wagen.“
Alle zusammen verließen sie das Büro und stiegen in Carolines Auto. Sicher fädelte Caroline sich in den fließenden Verkehr ein. „Das Haus liegt wirklich sehr günstig. Direkt am Strand und zur nächsten Schule ist es auch nicht weit.“ Erklärte sie dabei. „Tante Meg, das Haus müssen wir unbedingt nehmen.“ Sagte Andy begeistert. „Nun lass uns das Haus erst einmal ansehen.“ Versuchte Meg Ihren Neffen zu bremsen. Wenige Minuten später stoppte Caroline Ihr Auto vor einem kleinen Haus in der Ocean Avenue „Das ist es.“ Sagte sie und stieg aus. Meg und die Kinder folgten ihr. Caroline holte ein Schlüsselbund aus Ihrer Handtasche und schloss die Haustür auf. Meg und die Kinder betraten das Haus. Sie standen in einem großen, hellen Raum. Es war ein großer Wohnraum, der durch eine Theke, hinter der sich die Küche befand, geteilt wurde. Eine große Glastür führte auf die Terrasse hinaus und eine Wendeltreppe führte in die obere Etage. Meg versuchte sich Ihre Begeisterung nicht anmerken zu lassen und sah sich ganz in Ruhe um. „Oben sind die drei Schlafzimmer und ein großes Badezimmer.“ Erklärte Caroline. Sofort liefen die Kinder die Treppe hinauf. Meg folgte ihnen und gemeinsam sahen sie sich die oberen Räume an. „Das Haus ist cool.“ Sagte Andy „Können wir hier einziehen?“ Meg lächelte. Sie musste zugeben, dass das Haus perfekt war. Es hatte viele eingebaute Schränke, so dass sie nur wenig neue Möbel brauchen würden. „Ich muss Dir zustimmen Andy, das Haus ist toll.“ Lächelte sie Ihren Neffen an. Sie drehte sich zu Sam um, die ganz in Gedanken versunken durch die Zimmer ging. „Sam? Gefällt Dir das Haus auch.“ Sam sah Ihre Tante an und nickte „Es ist wunderschön, ich wünschte nur, Mom und Dad könnten es auch sehen.“ Meg musste Ihre aufsteigenden Tränen runterschlucken. Dann ging zu dem kleinen Mädchen hinüber und nahm es in den Arm „Sam, ich bin mir ganz sicher, dass Deine Mom und Dein Dad würden das Haus auch lieben und ich bin mir ganz sicher, dass sie auf uns aufpassen und irgendwie dafür gesorgt haben, dass wir dieses Haus finden.“ Sam sah Ihre Tante an „Du meinst also, wir werden wirklich hier einziehen?“ „Wenn Du es auch möchtest, dann werden wir hier einziehen.“ Nickte Meg. „Kann ich dieses Zimmer hier haben?“ fragte Sam. „Ich denke, dass lässt sich einrichten.“ Stimmte Meg zu. Sie drehte sich zu Caroline um „Miss Sneider, wir nehmen das Haus.“ „Ich bin mir sicher, dass Sie sich hier sehr wohl fühlen werden.“ Sagte Caroline „Wenn Sie möchten, können wir auf den Rückweg zu meinen Büro noch bei der Schule vorbeifahren, damit Sie die Kinder anmelden können.“ „Eine gute Idee.“ Stimmte Me zu. „Muss denn die Schule schon sein? Wir sind doch gerade erst hier angekommen und könnten erst einmal Ferien machen.“ Fragte Andy. „Andy, Ihr habt schon lange genug keine Schule mehr gehabt und ich habe ab Montag einen Job.“ Erklärte Meg dem Jungen. „Na gut, aber nach der Schule können wir dann doch an den Strand gehen?“ wollte Andy wissen. Meg lächelte „Natürlich. Weißt Du was, morgen kaufen wir ein paar Möbel und richten das Haus ein und am Sonntag werden wir den ganzen Tag am Strand verbringen.“ „Oh ja.“ Die Kinder waren begeistert. „Okay, dann lasst uns Euch jetzt bei der Schule anmelden.“ Sagte Meg und gemeinsam mit Caroline verließen Sie ihr neues Haus.