Teil 42
Jude ging am Strand entlang, die Hände tief in die Hosentaschen vergraben. Er genoss den warmen Wind auf seinem Gesicht und blinzelte gegen die untergehende Sonne, die langsam ganz hinten am endlosen Horizont im Meer versank und den Himmel um sich herum tiefrot färbte, rot wie Annies Haar...
Jude blieb stehen und schüttelte über sich selbst den Kopf. Annie... überall Annie, sie verfolgte ihn bis in seine Träume, und es gelang ihm einfach nicht, sich abzulenken und ihr Bild aus seinem Gedächtnis zu verbannen. Trotzdem war er, was sie betraf, mit seinem Latein am Ende. Sie war schwierig, das war ihm klar, doch er war sich sicher gewesen, dass er sie durch seine selbstsichere, provozierende Art mit ihren eigenen Waffen schlagen und ihr auf diese Art näher kommen könnte, und zeitweise hatte er sogar das Gefühl gehabt, dass sie tatsächlich etwas für ihn empfand. Nicht einmal die Gerüchte, dass sie seit ewigen Zeiten unsterblich in Ben Evans verliebt sei, hatten ihn vom Gegenteil überzeugen können, die Leute redeten viel, wenn der Tag lang war... Aber seitdem er sie dann an jenem Morgen mit Ben zusammen gesehen hatte, so innig, so vertraut, da bezweifelte er, dass er gegen diese heimliche Liebe eine Chance hatte.
Was ihn verwunderte, war die Tatsache, dass sich die beiden nicht zu ihren Gefühlen bekannten, sondern sich heimlich trafen. Und ihm tat dieses Mädchen leid, Bens Freundin, sicher hatte sie genauso wie er selbst bis vor kurzem, keine Ahnung von dem Ganzen. Und nun lag sie schon ein paar Tage nach ihrer Entführung in der Klinik.... Dieser Ben sollte sich was schämen, so kaltschnäuzig hatte er ihn wirklich nicht eingeschätzt, im Gegenteil!
Jude bückte sich, als er etwas glänzendes, blaues zu seinen Füßen im Sand entdeckte... Strandglas! Angeblich sollte es Glück bringen. Normalerweise glaubte er nicht an solche Sachen, aber einem Gefühl folgend stecke er die kleine Scherbe in seine Hosentasche und überlegte einen Augenblick.
„Vielleicht sollte ich zu ihr gehen und ihr einfach sagen, dass ich sie mag.“ dachte er kurzentschlossen und schlug den Weg zu Annies Strandhaus ein.
Je näher er dem Haus kam, desto überzeugter wurde er, dass seine Entscheidung richtig war.
Die Arbeit hier in Sunset Beach würde bald beendet sein, und dann? Er musste Gewissheit haben, wie sie beide zueinander standen.
Als er gut gelaunt um die Ecke bog, sah er Ben, wie er eben sein Haus betrat, und die Frau neben ihm... Annie!
Jude blieb abrupt stehen und starrte auf die Tür, die sich hinter den beiden geschlossen hatte.
Also doch!
Alle guten Vorsätze waren plötzlich wieder dahin.
Er spürte das Strandglas in seiner Hand und holte es aus der Hosentasche. Mit einer resignierten Bewegung warf er es weg, drehte sich um und ging davon.
„Soll ich Dir was zu essen bestellen?“ fragte Annie und öffnete weit die Verandatür, so dass frische klare Abendluft hereinströmte.
Ben schüttelte den Kopf.
„Danke Annie, ich habe keinen Hunger. Ich will nur noch duschen und dann schlafen. Sei mir nicht böse, aber ich bin wirklich nicht in der Stimmung für Gesellschaft.“
„Schon gut,“ erwiderte Annie und nickte. „Ich verschwinde.“
Sie ging zur Tür, drehte sich jedoch noch einmal um. „Ob es Dir passt oder nicht, Ben, morgen sehe ich wieder nach Dir, und dann werde ich dafür sorgen, dass Du etwas isst! Meg würde bestimmt nicht wollen, dass Du ihretwegen so leidest!“
Ben lächelte.
„Schon gut, Annie, ich werde daran denken. Mach Dir keine Sorgen!“
Er wartete, bis sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, dann ging er nach oben und duschte. Später goss er sich einen Drink ein. Die schwerste Aufgabe stand ihm noch bevor.
Lange starrte er das Telefon an, bis er schließlich den Hörer abnahm und die Nummer der Cummings- Farm in Ludlow/Kansas wählte. Megs Eltern mussten endlich wissen, was sie erwartete...
Na, fühlst Du dich gut?“ fragte Casey am nächsten Morgen nach dem Start von dem kleinen Sunset Beach Privat Airport seinen Copiloten.
Peter Burnes lachte.
„Aber klar doch! Ich bin zwar gewöhnt, in einem etwas größeren Vogel zu sitzen, aber was soll`s, das Gefühl ist das Gleiche. War eine gute Idee, mich anzurufen, damit ich Dich begleite, jetzt weiß ich, was mir die ganzen Wochen gefehlt hat!“
Casey nickte.
„Ja, ich hab das Fliegen auch vermisst. Das hier ist zwar nur eine kleine Maschine, aber besser als gar nichts. Wenigstens hab ich wieder einen Job.“
„Fliegst Du jeden Tag mit der Kiste herum?“ fragte Peter etwas skeptisch.
„Nein, nur wenn mein Boss oder sein Partner zu irgendwelchen geschäftlichen Treffen reisen. Ansonsten braucht er mich für alles mögliche, Security, Wartungsarbeiten, Chauffeursdienste...“
„Genauer gesagt, du bist sein „Mädchen“ für alles!“ grinste Peter. Casey nickte.
„So sieht’s aus, mein Freund. Und was ist mit Dir? Noch keine neue Anstellung in Sicht?“
Peter seufzte.
„Doch, vielleicht bei Pan American Airlines, ich hoffe zumindest, dass es klappt. Ich muss zu Hause raus, sonst werde ich verrückt.“
Casey warf ihm einen prüfenden Blick zu.
„Amanda?“ fragte er vielsagend.
Peter nickte.
„Sie hat zur Zeit Probleme mit ihrer Firma, und da ich zu Hause bin, kriege ich regelmäßig den ganzen Ärger ab.“ Er atmete tief durch und sah Casey von der Seite an. „Versteh mich nicht falsch, ich liebe meine Frau, aber wenn das so weitergeht... Sie will ihre Firma expandieren, doch ich befürchte, sie übernimmt sich da etwas.“
„Aber sie lässt sich von Dir nicht reinreden, hab ich recht?“
„Ganz genau. Sie meint, sie wüsste selbst, was für die Firma gut ist.“
Casey überlegte kurz.
„Wenn Du willst, rede ich mal mit meinem Boss. Ich glaube, für das neue Ferienprojekt ist ein bisschen Promotion gar nicht schlecht. Vielleicht wäre da sogar ein Großauftrag für Woodward Advertising drin.“
Peter klopfte Casey erfreut auf die Schulter.
„Das wäre wirklich nett von Dir.“ sagte er. „Sag Deinem Boss, er wird es nicht bereuen, wenn er ihr eine Chance gibt. Was Werbung betrifft, ist sie unschlagbar.“
Casey lächelte vage.
„Ich muss Dich aber warnen, dass Gregory sehr wählerisch ist. Er engagiert nur die Besten.“
Peter grinste selbstsicher.
„Das ist gut so. Sie ist die Beste!“
Da sie der Zeit entgegengeflogen waren, kamen Casey und Peter gegen Mittag auf dem Flughafen in Kansas City an.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen nahmen sie sich einen Mietwagen und fuhren los. Zunächst ging die Fahrt eine Weile durch die beeindruckende Metropole von Kansas City, wo auf den mehrspurigen Strassen, auf Fußwegen und Geschäftspassagen ein reges Treiben herrschte. Doch je weiter sie die Stadt hinter sich ließen, desto ruhiger wurde es. Bis Ludlow waren es noch etwa 150 Meilen in südöstliche Richtung. Sie verließen die Autobahn und fuhren staubige Landstrassen entlang, vorbei an endlosen Maisfeldern, Pferdekoppeln und kleinen verträumten Dörfern.
„Das ist ja Natur pur!“ lachte Casey. „Ob die hier wohl schon elektrisch Licht haben?“
Als die beiden Männer die Ranch der Cummings kurz hinter der Kleinstadt Ludlow endlich erreichten, war es bereits später Nachmittag. Sie stiegen aus und sahen sich um.
Das weißverputzte, etwas verwinkelt wirkende Haus älteren Stils schimmerte ihnen zwischen den hohen Bäumen entgegen und strahlte ländliche Gemütlichkeit aus. Die riesige Rasenfläche davor schien frisch gemäht, und liebevoll angelegte Blumenbeete hinter einem niedrigen weißen Zaun säumten den Vorgarten ein. Alles sah sehr gepflegt aus, sogar der große, sonnengelb angestrichene Schuppen, hinter dem sich ein langgezogenes helles Gebäude befand. Das waren sicherlich die Stallungen, vermutete Casey. Er trat an den Eingang und klopfte an.
„Hallo, jemand zu Hause?“ rief er laut, doch nichts rührte sich.
Peter zuckte mit den Schultern.
„Vielleicht sind sie gar nicht da.“
„Ben hat doch angerufen, sie müssten eigentlich wissen, dass wir kommen.“ erwiderte Casey und klopfte abermals, diesmal lauter. Nichts. „Warte hier“ sagte er schließlich zu Peter, „ich werde mal nachsehen, ob es einen zweiten Eingang gibt.“
Er ging um das Haus herum. Tatsächlich, es gab noch eine Tür, und die stand sogar sperrangelweit offen.
„Na so was!“ wunderte sich Casey und lugte neugierig hinein. „Hallo, Mister Cummings, Misses Cummings, ist jemand daheim?“ Als wiederum keine Antwort kam, zuckte er ratlos mit den Schultern und wollte zurückgehen, da hörte er plötzlich hinter sich ein Geräusch.
„Sie haben zehn Sekunden, um mir zu erklären, weshalb Sie hier herumschleichen, Mister!“
Er fuhr erschrocken herum und blickte direkt in den Lauf einer Schrotflinte...
Gemeinsam mit Antonio fuhr Ben am Mittag die Strandhöhlen ab.
Antonio klärte ihn über den gegenwärtigen Stand der Arbeit des Archäologenteams auf und legte ihm verschiedene Berechnungen vor, die diverse Sprengungen betrafen.
„Mit der nördlichsten Höhle könnt Ihr bereits beginnen, die Untersuchungen sind abgeschlossen. Zu den anderen beiden Höhlen besteht keine Verbindung, also kann sie ohne Bedenken unterirdisch gesprengt werden.“
Ben nickte zufrieden.
„Gut, dann werde ich die notwendigen Schritte einleiten und dem Sprengstoffexperten bescheid geben. Was meinst Du, wie lange Ihr für die anderen noch braucht?“
Antonio zuckte die Schultern.
„Schwer zu sagen, die Untersuchung der mittleren Strandhöhle ist in den nächsten Tagen abgeschlossen. Allerdings gibt uns die südlich liegende kleinere Höhle einige Rätsel auf.“
„Was ist mit ihr?“ erkundigte sich Ben interessiert.
„Na ja, sie ist sehr verwinkelt und reicht tief in den Felsen hinein.“ erklärte Antonio. „Diese Art von Höhlen hat meist noch eine Verbindung zu einem anderen Eingang, was aber hier nicht der Fall zu sein scheint. Ich kenne die Höhlen schon seit meiner Kindheit, und ich hätte wetten können, dass da noch irgendwo so ein Einschlupf war. Aber wir haben nachgesehen und nichts gefunden, außer Steine und Geröll. Ich muss mich wohl geirrt haben. Auf jeden Fall wollen wir genau untersuchen, wo sich noch Gänge befinden könnten und wie weit sie reichen, sonst bricht am Ende bei der Sprengung mehr zusammen, als uns lieb ist.“
Ben nickte.
„Tut, was nötig ist, Antonio, bei dieser Sache ist Sicherheit und Präzision von größter Wichtigkeit. Es soll ja niemand zuschaden kommen.“
Als die beiden Männer zum Wagen zurückgingen, kam ihnen Jude entgegen. Ben begrüßte ihn mit Handschlag und betonte noch einmal, dass er sehr zufrieden mit der Arbeit des Teams sei. Jude nickte freundlich, gab sich jedoch ansonsten ziemlich einsilbig.
„Wie geht es Meg?“ erkundigte sich Antonio, als sie Bens Wagen erreicht hatten. „Hat sich ihr Zustand verbessert?“
Ben schüttelte resigniert den Kopf.
„Leider nicht.“ erwiderte er. „Dr. Robinson vermag auch nicht mehr zu sagen, als dass ihr Zustand stabil ist. Aber sie wacht einfach nicht auf.“ Verzweiflung klang in seiner Stimme, und Jude warf ihm heimlich einen verwunderten Blick zu. Dieser Mann war absolut erstaunlich! Seine Freundin lag im Koma und das schien ihm wirklich zuzusetzen. Trotzdem hielt er sich nebenbei noch Annie als seine heimliche Geliebte und traf sich sogar mit ihr, während Meg in der Klinik lag! Irgendwie passte das gar nicht zu Ben Evans...
„Ach was“ dachte Jude, als Ben davonfuhr, und er ihm gedankenversunken hinterher blickte, „in ein paar Tagen sind wir hier fertig, und dann muss ich den Rotschopf sowieso vergessen.“
Erstaunt stellte er fest, dass ihm der Gedanke daran, Annie nicht mehr zu sehen, überhaupt nicht behagte.
„Alles wird gut, Mark!“ flüsterte Tiffany. „Du wirst sehen.“
Sie hoffte, er hatte das Zittern in ihrer Stimme nicht gehört, als sie gemeinsam den Gerichtssaal betraten und Hand in Hand den Gang zwischen den fast vollständig besetzten Sitzreihen hindurch nach vorn gingen.
„Mark, da sind Sie ja endlich.“ Gregory war aufgestanden und reichte dem jungen Mann die Hand. „Setzen Sie sich, die Verhandlung wird gleich beginnen.“
Tiffany nickte Mark aufmunternd zu.
„Ich setze mich zu Elaine. Bis nachher.“
„Nervös?“ fragte Gregory und warf Mark einen prüfenden Seitenblick zu. Der schluckte.
„Währen Sie das an meiner Stelle etwa nicht, Mr. Richards?“
„Nicht, wenn ich den richtigen Anwalt hätte.“ antwortete dieser mit selbstbewusstem Gesichtsausdruck. „Und den haben Sie, mein Junge. Wir kriegen das schon hin, keine Sorge.“
Mark fing einen Blick des Staatsanwaltes von der Nachbarbank ein und war sich auf einmal nicht mehr so sicher.
James T. Baker schien seine Gedanken erraten zu haben, denn zu allem Überfluss erhob er sich nun auch noch von seinem Platz und kam mit einem sarkastischen Lächeln auf die Anklagebank zugeschlendert, die Hände lässig in den Hosentaschen.
„Nun, Herr Kollege“ sprach er Gregory an, „ich hoffe, Ihr Mandant ist bereit für ein Leben hinter Gittern?“
Gregory lächelte eiskalt zurück.
„Warum sollte er? Sie wissen so gut wie ich, dass er nichts von dem getan hat, weswegen man ihn hier lächerlicherweise anklagt.“
„Tja“ meinte Baker gedehnt, „das Dumme an der Sache ist nur, dass Sie es beweisen müssen.“ Er beugte sich vor und fügte zynisch hinzu: „und das können Sie nicht, Richards, diesmal nicht!“
„Das werden wir ja sehen, Baker.“ gab Gregory mit versteinertem Gesicht zurück.
In diesem Augenblick öffnete sich eine Tür hinter dem Richtertisch. Die Geschworenen traten heraus und nahmen Platz, unmittelbar gefolgt von den Mitgliedern des Hohen Gerichtes, gekleidet in traditionell schwarze Roben.
„Verdammt!“ knurrte Gregory leise, als er sah, wer den Vorsitz hatte. „Das hat mir gerade noch gefehlt!“
Alle Anwesenden erhoben sich ehrfürchtig und Mark spürte, wie seine Knie zu zittern begannen, als er die Worte des Richters vernahm:
„Ich erkläre hiermit die Verhandlung >Der Staat Kalifornien gegen Mark Wolper< als eröffnet.“
„Hey, Moment mal!“ Casey hob abwehrend die Hände und blinzelte gegen die Sonne.
Da stand ein ziemlich schmächtiges Kerlchen mit einem ziemlich tief ins Gesicht gezogenen Basecape, die Schrotflinte drohend auf ihn gerichtet. Er trug eine um die Schultern viel zu großen Jeansjacke, seine Beine steckten in alten verwaschenen Jeans und Reitstiefeln.
Casey vermutete, dass er einer der Stallburschen war.
„Ich schleiche hier nicht herum, ich suche Mister und Misses Cummings!“ stellte er schnell klar und kam sich mit seinen erhobenen Armen total lächerlich vor, doch als er sich anschickte, sie herunterzunehmen, bedeutete ihm sein Gegenüber mit einer eindeutigen Bewegung, dass er das lieber sein ließe.
„Etwas eigenartig“ meinte der Bursche mit sarkastischem Unterton, „normalerweise klopft man an der Vordertür und schleicht nicht in den Kücheneingang!“
„Ich bin doch gar nicht...“ protestierte Casey, doch eine erneute Bewegung mit der Schrotflinte ließ ihn lieber verstummen. Ärgerlich trat er einen Schritt zurück. Der Stimme nach zu urteilen, musste der Kerl wohl noch ziemlich jung sein. Was bildete der sich eigentlich ein! Langsam wurde es Casey zu dumm.
„Jetzt hör mal zu, Du Dreikäsehoch...“ begann er, doch in diesem Moment erschien Peter von hinten auf der Bildfläche und stürzte sich wildentschlossen auf den Jungen und warf ihn zu Boden. Keuchend rangen die beiden. Casey sprang beherzt hinzu und griff sich die Flinte.
„Schluss jetzt, sofort aufhören!“ rief er mit donnernder Stimme.
Peter rappelte sich auf und zog den Burschen am Kragen mit sich hoch.
„Sag mal, was fällt Dir ein, meinen Freund zu bedrohen, Du Nase! Dir ist wohl der Stallgeruch zu Kopf gestiegen, he?“ knurrte er ihn an. Der Junge schüttelte wütend seine Hand ab.
„Finger weg! Wenn Sie mich noch einmal anfassen, kriegen Sie es mit meinem Vater zu tun!“
Peter lachte höhnisch, doch Casey kniff fragend die Augen zusammen.
„Und wer ist Dein Vater, wenn ich fragen darf?“
Der Junge wischte sich mit dem Handrücken über sein etwas staubig gewordenes Gesicht und trat dann mit trotziger Miene einen Schritt auf ihn zu.
„Hank Cummings, der Besitzer dieser Ranch.“ Mit einer raschen Bewegung nahm er das Basecape ab. Eine Flut langer blonder Haare kam zum Vorschein und zwei blaue Augen blickten Casey herausfordernd an. „Ich bin Sara, seine Tochter!“