Teil 47

 

Nehmen Sie mir doch wenigstens die Augenbinde ab!“ bat Rae mit eindringlicher Stimme, als sie hörte, wie ihr Entführer den Raum wieder betrat, in dem sie sich seit unbestimmter Zeit befand. Die Schritte kamen näher und Rae krampfte sich unwillkürlich zusammen, da sie nicht wusste, was sie zu erwarten hatte.

Sie erschrak zutiefst, als sie seine flüsternde Stimme an ihrem Ohr hörte.

„Sie würden mein Gesicht sehen und mich später wiedererkennen, Prinzessin, und dann müsste ich Sie töten. Und das wollen wir doch beide nicht, oder?“

Rae schluckte die aufsteigenden Tränen hinunter und schüttelte den Kopf. Nein, sie würde nicht weinen, auf gar keinen Fall, sie hatte ihren Stolz. Sie wollte nur endlich Gewissheit...

„Was ist mit Wei Lee? Sagen Sie mir doch endlich, was Sie vorhaben, Mister!“

„Eins nach dem anderen! Wir warten nur noch auf den nächsten Anruf.“

Sie hörte, wie der Unbekannte sich entfernte.

„Halt, warten Sie!“ rief sie schnell. Die Schritte verstummten. Er schien stehengeblieben zu sein.

Rae atmete tief durch.

„Bitte... ich muss zur Toilette!“

Sie hörte, wie er unmutig die Luft ausstieß.

„Auch das noch!“ Sie wurde am Arm gepackt und grob hochgezogen. „Na los, gehen wir!“

Sie stolperte unsicher neben ihm her und hörte, wie er eine Tür öffnete.

„So, hier ist das Bad.“

„Bitte lassen Sie mich einen Moment allein!“ flehte Rae, „und binden Sie meine Hände los, ich verspreche, ich werde nicht versuchen zu fliehen!“

„Verdammt noch mal...“ knurrte der Unbekannte. Das Ganze schien ihn zu überfordern.

„Also gut, ich warte vor der Tür.“ sagte er schließlich, während er ihre Handfesseln löste. „Aber wenn ich die Tür wieder öffne, haben Sie die Augenbinde auf! Und wenn nicht, lassen Sie mir keine andere Wahl, Lady, dann werde ich Sie ohne zu zögern erschießen, haben Sie mich verstanden?“

Sie nickte heftig und rieb sich die von den Fesseln schmerzenden Handgelenke. Unsanft schob er sie vorwärts, dann klappte eine Türe hinter ihr zu und der Schlüssel drehte sich im Schloss.

 

 

 

„Kannst Du nicht etwas schneller fahren?“

Nervös rutschte Casey auf dem Beifahrersitz herum.

Ricardo warf ihm einen genervten Blick zu.

„Ich bin nicht im Dienst, also muss auch ich mich an die Vorschriften halten!“

„Ich pfeif auf die Vorschriften!“ knurrte Casey und Ricardo musste wieder an Ben denken.

Würde sich am Ende alles wiederholen?

Nein, nur das nicht...

Unwillkürlich trat er das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Der Wagen schoss über den Highway in Richtung Santa Monica.

 

 

 

Rae riss sich das Tuch von den Augen und blinzelte. Sobald sie sich einigermaßen an das Licht gewöhnt hatte, sah sie sich um.

Sie befand sich in einem winzig kleinen Waschraum mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Deckenbeleuchtung war eingeschaltet, denn hier gab es kein Fenster. Enttäuscht lehnte sich Rae gegen die kühle Wand, doch Sekunden später siegte ihr Kampfgeist und sie sah sich in fieberhafter Eile suchend um.

Da.. in der Ecke stand ein Besen mit einem dicken Metallgriff.

„Besser als gar nichts!“ murmelte sie und untersuchte das Teil kurz, bevor sie es mit festem Griff wie eine Waffe umklammerte. Ja, sie musste es versuchen... auf keinen Fall würde sie kampflos aufgeben!

„Fertig da drin?“ ließ die Stimme vor der Tür sie erneut zusammenfahren. Sie schluckte den dicken Kloß, der in ihrer Kehle zu stecken schien, hinunter.

„Einen Moment noch, ich bin gleich fertig!“

Die Stimme ihres Entführers kam ihr merkwürdig bekannt vor, sie war sich ganz sicher, sie schon irgendwo gehört zu haben. Aber wo?

Egal, sie musste jetzt handeln.

Inzwischen war sie überzeugt davon, dass jemand versuchte, Wei Lee mit dieser kriminellen Aktion zu erpressen. Sie hatte keine Ahnung, um was genau es dabei ging, sie wusste nur, dass er seit einiger Zeit diese Electronic- Firma in Tokio leitete, die einem mächtigen Konzern angehörte und sozusagen dessen Zentrum war.

Seitdem Rae ihr Medizinstudium mit Bravour in Harvard abgeschlossen hatte, waren sie und Wei Lee getrennte Wege gegangen. Obwohl sie ihren Jugendfreund nach wie vor sehr gerne mochte und genau wusste, dass er sie immer noch liebte, war die Initiative dazu von ihr ausgegangen. Dieser Schritt war der erste gewesen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben. Sehr zum Bedauern ihrer Eltern, die sich seit Raes frühester Kindheit darauf verlassen hatten, dass ihre einzige Tochter den Sohn des Geschäftspartners ihres Vaters heiraten würde. Das hatten sie Rae auch deutlich spüren lassen, und seitdem diese in Sunset Beach lebte, war der Kontakt zwischen ihnen und auch zu Wie Lee fast gänzlich abgebrochen.

Und nun das...

Raes Hände umfassten fest den metallenen Besenstil. Sie würde nicht zulassen, dass irgendwer Wei Lee schadete, nicht, wenn sie es verhindern konnte...

 

 

 

Obwohl Meg ihn gebeten hatte, nach Hause zu gehen und sich etwas auszuruhen, war Ben doch bei ihr in der Klinik geblieben. Nach wie vor saß er an ihrem Bett, hielt ihre Hand und war irgendwann, den Kopf auf ihrem Kissen, wieder eingeschlafen.

Meg lächelte still.

Er musste sich die ganze Zeit über wohl ziemliche Sorgen gemacht haben, dessen war sie sich sicher. Sie hatte die dunklen Schatten bemerkt, die um seine Augen lagen und von schlaflosen Nächten zeugten.

Sie selbst konnte sich nur bruchstückhaft an das Geschehene erinnern. An Derek und ihr Entsetzen, als sie begriff, dass er sie entführt hatte, an das fremde Zimmer, in dem sie irgend etwas suchte und sich dabei kaum auf den Beinen halten konnte, weil ihr so furchtbar schwindlig gewesen war.

Und dann wieder und immer wieder Dereks Stimme „Es tut mir leid, Baby...“

Das musste wohl das Letzte gewesen sein, was sie wahrgenommen hatte, bevor er ihr diese Spritze mit der Überdosis verabreichte, von der Ben ihr erzählt hatte, denn die Worte hallten regelrecht in ihren Ohren nach und ließen sie schwer atmen, so dass ihr Herzschlag auf dem Monitor, an den sie nach wie vor angeschlossen war, sofort eine höhere Frequenz signalisierte.

Durch das Piepsen schreckte Ben hoch.

„Es ist alles in Ordnung, schlaf weiter!“ flüsterte Meg und strich ihm zärtlich übers Haar.

Aber sie wusste, dass es nicht so war.

Wie sie erfahren hatte, war Derek zwar tot, aber sie spürte, dass er sie in ihren Gedanken noch eine ganze Weile verfolgen würde...

 

 

 

Raes Hände, die den Besenstil umklammerten, zitterten, doch als ihr Entführer die Badezimmertür öffnete, zögerte sie keine Sekunde. Mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft schlug sie zu. Es war der Überraschungsmoment, der ihr zugute kam. Sie traf den bislang Unbekannten am Kopf, und während er erschrocken zurücktaumelte, rammte sie ihm den Besenstil in die Magengrube. Mit einem Schmerzensschrei landete er in der Zimmerecke, wo er einen Moment lang zusammengekrümmt liegenblieb. Seine Waffe hatte er fallengelassen, sie schlidderte über den Fußboden und prallte gegen ein Tischbein.

Rae bückte sich blitzschnell danach und bekam sie zu fassen. Etwas linkisch drehte sie die Pistole in ihren Händen und richtete sie schließlich auf ihren Feind, der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Bauch hielt und dabei langsam den Kopf hob.

„Den kenne ich !“ schoss es Rae durch den Kopf. Das war doch dieser ehemalige Polizist, den sie wegen Korruption und anderer gesetzeswidriger Delikte mit Schimpf und Schande aus dem Dienst entlassen hatten! Sie wusste das von Mark und Michael, ihre Freunde hatten ihr davon erzählt, als sie diesem Kerl irgendwann einmal im Deep begegnet waren. Wie hieß er doch gleich... Connors! Genau, Eddie Connors!

„Stehen Sie auf, Mr. Connors!“ sagte sie und versuchte, ihrer Stimme einen festen Klang zu geben. „Na los, wird’s bald?“

Eddie starrte sie einen Moment lang mit glasigen Augen an, doch dann verzog sich sein Gesicht zu einer boshaften Grimasse.

„Was wollen Sie denn tun, Frau Doktor?“ höhnte er und rappelte sich stöhnend auf. „Wollen Sie mir mit dem Ding da etwa das Gehirn rauspusten?“ Er wankte und hielt sich den von ihrem Schlag schmerzenden Magen. „Das glaube ich Ihnen nicht, Lady! Dazu haben Sie nicht den Mumm!“

„Ich würde es nicht darauf ankommen lassen!“ erwiderte Rae und umklammerte eisern die Waffe. „Ich erschieße Sie, wenn Sie noch einen Schritt näher kommen!“

Ein spöttisches Lachen war die Antwort.

„Womit denn, wenn ich fragen darf? Die Pistole da ist noch nicht mal entsichert!“

Rae ließ sich nicht beirren.

„Kommen Sie nicht näher!“

Eddie blieb stehen und hielt sich weiterhin den Magen, aber seine Augen verfolgten jede ihrer Bewegungen.

„Na was denn, Ihre Hände zittern ja!“ verspottete er sie. „So sehr, dass Sie mich noch nicht einmal aus dieser Entfernung treffen!“

„Darauf würde ich nicht wetten!“

Eddie lachte boshaft.

„Und was nun?“

Rae wies mit einer Bewegung der Pistole auf die offene Badtür und trat beiseite.

„Gehen Sie da hinein! Langsam, mit erhobenen Händen!“

Er hob grinsend die Hände und setzte sich in Bewegung. Rae ließ ihn keine Sekunde aus den Augen.

„Das wird meinem Boss aber gar nicht gefallen!“ meinte Eddie schleppend. „Ich glaube, Sie tun Ihrem Freund in Tokio mit dieser Aktion nichts Gutes!“

Kaum hatte er das letzte Wort gesprochen, als er blitzartig herumfuhr, sich duckte und mit einer unerwartet schnellen Bewegung  einen Satz in Raes Richtung machte, wobei er sie mit sich zu Boden riss. Sie schrie erschrocken auf und rang verzweifelt mit ihm um die Waffe, als sich plötzlich ein Schuss löste. Bruchteile später peitschte ein zweiter Schuss durch den Raum.

Dann trat tödliche Stille ein...

 

 

 

In seinem Anwesen in der Nähe von Los Angeles starrte George Carter nach einem erneuten Telefonanruf mit brennenden Augen betroffen vor sich hin.

Roger Miles trat hinter ihn und legte ihm seine Hand auf die Schulter.

„Komm schon, George, damit mussten wir rechnen! Dich trifft keine Schuld!“

„Das weiß ich...“ erwiderte Carter mit rauer Stimme und schüttelte fassungslos den Kopf, bevor er aufblickte und seinen Anwalt und besten Freund verzweifelt ansah. „Es erscheint mir nur alles so sinnlos, ich habe mir meine Firma durch ehrliche Arbeit aufgebaut, sie ist mein Lebenswerk, und nun müssen Menschen dafür sterben, aus Habgier und Verlangen nach Macht!“

Miles nickte mit zusammengepressten Lippen.

„Das hat es immer gegeben, George, und das wird es auch weiterhin geben, Reichtum und Macht zieht die Schurken an wie Motten das Licht. Keiner weiß das besser als Du und ich, mein Freund. Verluste sind dabei vorprogrammiert.“

„Verluste...“ schnaufte Carter verächtlich. „Menschenleben, Roger!“

Er kramte in der Schublade erneut nach seinen Herztabletten und stand schwerfällig auf, um sich ein Glas Wasser zu holen.

„Nimm bitte nicht zu viel von dem Zeug!“ mahnte Miles. „Du weißt, was der Doktor gesagt hat...“

„Es ist mir egal, was dieser Quacksalber sagt, Herrgott!“ begehrte Carter auf, griff sich jedoch sofort wieder schweratmend an die Brust und schluckte schnell die Pillen in seiner Hand. Dann atmete er tief durch und ließ sich in einen der Sessel am Fenster fallen. Einige Sekunden starrte er gedankenverloren auf die Lichter der Millionenstadt, die in der Ferne blinkten, während sich der Himmel am Horizont bereits heller färbte und den beginnenden neuen Tag ankündigte.

„Ich glaube, ich sollte mir langsam einen Nachfolger für die Firma suchen, Roger.“ murmelte er leise. „Zu schade, dass ich keinen Sohn habe, dem ich alles vererben kann. Aber ich werde schon jemanden finden, der mein Vertrauen wert ist, und Du wirst mir dabei helfen, alter Junge.“ Er sah Roger Miles vielsagend an. „Denn eins ist klar, ich habe bestimmt nicht mehr viel Zeit dazu...“

 

 

 

Im ersten Morgengrauen hielt Ricardos Wagen mit quietschenden Bremsen vor Dels Büro am Stadtrand von Santa Monica. Die beiden Männer sprangen heraus und fanden sich inmitten eines spektakulären Polizeieinsatzes wieder. Das Sonderkommando rückte soeben ab, aber überall standen noch bewaffnete Beamte und zwei Notarztwagen des Santa Monica Hospitals. Obwohl das Schlimmste bereits vorbeizusein schien, wirkte die ganze Szene durch die eingeschalteten Blaulichter auf den zahlreichen Einsatzwagen unheilvoll und verhieß nichts Gutes.

„Tut mir leid, hier können Sie nicht durch!“ hielt einer der Beamten Ricardo und Casey zurück.

„Sunset Beach Police Department. Detektiv Torres.“ erklärte Ricardo und zückte seinen Ausweis.

Der Beamte nickte.

„Und Sie, Sir?“ wandte er sich an Casey.

„Mein Mitarbeiter.“ antwortete Ricardo schnell und zog Casey mit sich fort, bevor der Beamte noch irgend etwas sagen konnte.

„Was zum Teufel ist hier los?“ flüsterte Casey voller böser Vorahnungen. „Wo ist Rae?“

In diesem Moment verließen zwei Sanitäter mit einer Trage das Gebäude. Darauf lag eine zugedeckte Gestalt.

Casey stockte der Atem.

„Oh bitte, nein!“ Mit ein paar Schritten war er bei den Männern.

„Wer ist das?“ fragte er atemlos, während Ricardo hinzutrat und sich erneut auswies.

„Eines der beiden Opfer.“ erklärte der eine Sanitäter, während sie die Trage abstellten. „Wurde von einer Kugel erwischt, war sofort tot!“

Casey hielt den Atem an und sein Herzschlag schien sekundenlang auszusetzen, als Ricardo das Leichentuch vom Gesicht des Opfers zog.

Da vor ihnen lag...

 

„Eddie Connors!“ rief Ricardo erstaunt, und Casey hatte das Gefühl, seine Beine würden ihm den Dienst versagen.

„Wo ist Rae?“ wiederholte er mit zitternder Stimme, wartete jedoch keine Antwort ab, sondern lief wie gehetzt zum Hauseingang hinüber. Ricardo folgte ihm.

„Wo ist der Notarzt?“ rief er, während er sich einen Weg durch die Beamten bahnte, die noch Spuren am Tatort sicherten.

„Dort drin.“ erwiderte einer der Männer, hielt Casey jedoch zurück. „Da können Sie jetzt nicht rein!“

„Und ob ich das kann...“ Casey riss sich los, stürmte in das Zimmer und blieb wie angewurzelt stehen.

Der Notarzt und sein Helfer knieten auf dem Fußboden neben Rae, die in einer ziemlich großen Blutlache lag. Ihr Gesicht war aschfahl und ihre Augen geschlossen.

„Was wollen Sie denn hier?“ herrschte der Arzt Casey an, der sofort neben Rae auf die Knie sank.

„Sie ist meine... meine Freundin!“ brachte er heraus, ohne den Blick von ihrem blassen Gesicht abzuwenden. „Was ist mit ihr? Warum hat sie soviel Blut verloren, Doc? Ist sie etwa...“ Er scheute sich davor, das schreckliche Wort auszusprechen. Der Arzt schüttelte den Kopf.

„Beruhigen Sie sich, junger Mann.“ sagte er, während er Rae auf ihre Vitalfunktionen untersuchte. „Das ist nicht ihr Blut, sondern das von dem anderen. Und sie ist auch nicht tot, hat nur einen Streifschuss in Schulterhöhe abbekommen. Ich werde die Wunde gleich behandeln.“

In diesem Moment öffnete Rae die Augen und sah sich irritiert um. Dann bemerkte sie Casey und ein erstes Lächeln zog über ihr Gesicht.

„Ist es vorbei?“ flüsterte sie.

Casey nickte glücklich.

„Ja Rae, es ist alles gut. Connors ist tot und Du hast eine leichte Verletzung an der Schulter, aber der Doc wird Dich verbinden, dann nehme ich Dich mit nach Hause!“

„Na Frau Kollegin...“ grinste der Arzt und deutete auf das zerschmetterte Amulett, dessen Überbleibsel noch an der zarten Kette um ihren Hals hing. „Scheint, als hätten Sie mehr Glück als Verstand gehabt!“

„Wie meinen Sie das?“ fragte Casey verständnislos und strich Rae beruhigend über das schwarze Haar.

„Nun... ich nehme an, dieser Anhänger soll ein Glückssymbol sein.“

Rae nickte.

„Ja. Woher wissen Sie das?“

Der Notarzt lächelte.

„Es kann gar nicht anders sein. Die Kugel aus der Pistole ist allem Anschein nach an dem Amulett abgeprallt und hat danach Ihre Schulter nur noch gestreift. Hätten Sie es nicht getragen, wäre die Kugel mit Sicherheit tödlich gewesen. Auch wenn es dabei kaputt gegangen ist, sollten Sie es in Ehren halten. Es hat Ihnen das Leben gerettet!“

Rae suchte Caseys Blick und ihre Augen füllten sich mit Tränen, während sie nach seiner Hand griff und diese ganz fest hielt.

„Danke...“ flüsterte sie leise.