Teil 51


Am Strand


Mark war nach seinem Freispruch einfach nur glücklich.
Noch nie zuvor hatte er sein Leben so bewusst gelebt. Er genoss jeden Augenblick und freute sich plötzlich an alltäglichen Dingen, die er früher als ganz selbstverständlich betrachtet oder gar nicht wahrgenommen hatte. Die wiedergewonnene Freiheit schien ihn zu einem völlig neuen Menschen zu machen. Er hatte schuldlos hinab in den Abgrund schauen müssen und fast den Boden unter den Füßen verloren, und nur durch die Hilfe seiner Freunde hatte sich buchstäblich in letzter Sekunde alles zum Guten gewendet. Er würde Ben, Meg und Ricardo nie vergessen, was sie für ihn getan hatten, niemals...

Er verbrachte jede freie Minute mit Tiffany und Spike. Meist machten sie lange Strandspatziergänge, und Mark hielt Tiffanys Hand dabei. Anfangs war er noch so sehr mit seinem eigenen traumatischen Erlebnis beschäftigt, dass ihm gar nicht auffiel, wie Tiffany sich verändert hatte, doch nach und nach bemerkte er, dass sie viel stiller war als früher. Nachdenklich und in sich gekehrt ging sie neben ihm her und ihre Gedanken schienen meilenweit weg zu sein. Nicht einmal Spike, der voller Freude um die beiden herumsprang, fand ihre Beachtung. Auf seine Frage, ob etwas nicht in Ordnung sei, schüttelte sie nur abwesend den Kopf. Mark vermutete, dass die Sache mit ihrem Vater ihr immer noch zu schaffen machte.
Kurzentschlossen zog sie mit sich auf eine der leerstehenden Bänke am Ende der Strandpromenade.

„Los, Tiff, setz Dich her und erzähl mir, was Dir Sorgen macht! Ist es wegen Roger?“

fragte er vorsichtig.

Tiffany starrte aufs Meer hinaus und schwieg. Erst nach einer ganzen Weile erwiderte sie leise:

„Nein, ich bin froh, dass er tot ist. Er war ein schlechter Mensch, brutal und grausam. Er musste irgendwann so enden.“
„Aber was ist es dann?“ bohrte Mark weiter. „Komm schon, Dich bedrückt doch irgendwas!“

Tiffany schwieg wieder. Dann nach einer ganzen Weile holte sie ein zerknittertes Blatt Papier aus ihrer Hosentasche, entfaltete es und reichte es Mark.

„Hier... lies. Sie hat mir geschrieben.“

„Wer?“ fragte Mark und sah verständnislos auf den mit zierlicher Handschrift beschriebene Briefbogen.

„Meine Mutter.“ erwiderte Tiffany tonlos. „Sie möchte, dass ich nach Hause komme.“


„Deine Mutter?“ rief Mark mehr als überrascht. „Ja aber... Du hast doch gesagt, sie war nie für Dich da, als Du sie gebraucht hast, und jetzt...“
„Lies den Brief.“ unterbrach ihn Tiffany mit fester Stimme. „Vielleicht verstehst Du dann.“

Mark las und schüttelte verständnislos den Kopf.
„So viele Jahre musstest Du unter den Launen Deines Vaters, unter der Trinkerei Deiner Mutter leiden. Deine ganze Kindheit haben sie Dir kaputtgemacht. Und jetzt meint diese Frau allen Ernstes, man könnte das mit ein paar rührseligen Zeilen einfach ungeschehen machen?“
Tiffany sah ihn an.

„Mark, sie ist meine Mutter! Trotz allem, was geschehen ist! Sie konnte gar nicht anders, mein Vater hat es doch nicht zugelassen. Sie hat getrunken, um ihr Leben mit ihm zu ertragen.“ Plötzlich zog ein verklärtes Lächeln über ihr Gesicht. „Aber jetzt ist er weg und kann uns nicht mehr wehtun. Wir haben eine neue Chance, sie und ich. Das habe ich mir immer gewünscht... Kannst Du das nicht verstehen?“
„Nein“ antwortete er überzeugt, „das kann ich nicht verstehen. Ich kann mich an meine Mutter gar nicht mehr erinnern, sie hat mich einfach in ein Heim gesteckt, weil ich ihr zu viel war. Wer weiß, was aus mir geworden wäre, wenn Ben mir nicht geholfen hätte, damals, als ich hierher kam...“ Er straffte die Schultern. „Und wenn meine Mutter jetzt vor der Tür stehen würde, dann könnte sie gleich wieder gehen! Für mich existiert sie nicht mehr!“
„Du urteilst ganz schön hart!“ In Tiffanys Augen schimmerten Tränen. „Irgendwie verdient jeder eine zweite Chance, das müsstest Du doch am besten wissen, nach dem, was beinahe mit Dir geschehen wäre!“
„Das ist was anderes.“ knurrte Mark, doch dann besann er sich und legte seinen Arm um Tiffanys Schultern.

„Okay, tu einfach, was Du tun musst, wenn es Dich glücklich macht.“ sagte er leise.

Sie sah ihn an, dankbar für sein Verständnis.
„Wirst Du zurückkommen?“ fragte er nach einer Weile.
„Vielleicht...“ Tiffany zuckte mit den Schultern, „Ich weiß es nicht. Aber ich habe eine Bitte...“

„Was denn?“

„Ich möchte, dass Du Spike bei Dir behältst. Er verdient auch eine Chance. Er ist so total glücklich hier.“


Mark bückte sich und nahm den kleinen Vierbeiner auf seine Knie. Die treuen braunen Hundeaugen sahen ihn erwartungsvoll an. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass Spike verstand, was hier vor sich ging.
„Klar kann er bleiben.“ sagte er heiser, und ihm war, als stecke ein großer Kloß in seiner Kehle. „Ich werd` schon gut auf ihn aufpassen, bis Du irgendwann zurückkommst.“


Liberty Corporation


Gregory saß an seinem Schreibtisch und klopfte unablässig mit dem Stift auf die Tischplatte, ein Zeichen dafür, dass er angestrengt über irgend etwas nachdachte. Aus der Sache mit der vorzeitigen Sprengung der ersten Höhle war er zum Glück unbehelligt herausgekommen. Er hatte dem Sprengmeister anstatt der heimlich versprochenen Termin- Prämie ein angemessenes Schweigegeld gezahlt, damit dieser den Mund darüber hielt, dass er von Gregory mit einem Zeitlimit unter Druck gesetzt worden war.
Fast wäre noch ein Schmerzensgeld für den armen Kerl fällig gewesen, nachdem Annie Douglas Judes Unfall zufällig beobachtet hatte und danach völlig ausgerastet war. Wie wild war sie auf den Sprengmeister losgegangen und hatte begonnen, ihn mit ihrem Gipsfuß zu attackieren. Drei Arbeiter waren nötig gewesen, um sie zurückzuhalten, nachdem diese einfältige Kratzbürste doch wirklich geglaubt hatte, Jude wäre tot. Erst Bette gelang es schließlich, ihre verrückte Nichte einigermaßen unter Kontrolle zu bringen.
Jude Cavanough, der Chef des Archäologenteams, der die riskante Sprengung in letzter Sekunde noch hatte verhindern wollen, war durch herumfliegende Gesteinsbrocken am Kopf verletzt worden und hatte obendrein noch diverse Prellungen davongetragen, so dass er einige Tage im Sunset Medical Center behandelt werden musste. Gregory hatte ihm mit einem reichlich gefüllten Präsentkorb die besten Genesungswünsche übermitteln lassen und darauf bestanden, dass die Liberty Corporation sämtliche anfallende Krankenhauskosten übernahm. Genauso wie für diesen jungen Mann, Cole Deschanel, der sich zur Zeit der Sprengung im Kellerraum einer Tanzbar namens DEEP befand, die auf irgend eine wundersame Weise unterirdisch mit der Höhle verbunden war. Cole wurde ebenfalls durch mehrere Steinschläge verletzt, hatte eine Gehirnerschütterung und Rippenbrüche erlitten. Auch seine Unkosten waren sofort durch die Firma beglichen worden. So konnte im Nachhinein wenigstens keiner mehr irgendwelche Ansprüche stellen, und Gregory war aus dem Schneider, falls es von polizeilicher Seite doch noch Untersuchungen wegen der Sache geben sollte.


Die Sprengung der Höhle und die damit verbundene Freilegung eines alten Geheimganges, der die Bar durch die Felsen unmittelbar mit dem Strand verband, eröffnete allerdings ungeahnte Möglichkeiten.
Gregory hatte schon immer ein sicheres Gespür für große Geschäfte gehabt, und dieses Lokal, richtig ausgebaut mit einem Zugang vom Meer durch jahrhundertealtes Gestein direkt in eine exotisch angelegte Nobelbar, das wäre doch eine Touristenattraktion, die ihresgleichen nirgends fand! Er konnte förmlich das Geld riechen, das die Kassen füllen würde...

 

In seinem Kopf formte sich ein Plan und sein Gesicht überzog ein verschlagenes Grinsen, während er den Knopf der Wechselsprechanlage betätigte und seine Sekretärin hereinbeorderte.

L.A. International Airport


Als Mark Tiffany am nächsten Tag nach LA zum Flughafen brachte, ahnte er, dass es ein Abschied für sehr lange Zeit, wenn nicht sogar für immer sein würde...


Er stand auf der Aussichtsplattform und sah dem Flugzeug nach, wie es immer schneller werdend die Startbahn entlang rollte. Einem Vogel gleich, dem man die Freiheit geschenkt hatte, erhob es sich in die Lüfte und verschwand schließlich zwischen den Wolken am Horizont.
„Tja, alter Freund“ sagte er leise zu Spike, den er im Arm hielt, „nun müssen wir beide ohne sie klarkommen!“

Traurig drehte er sich um und wollte gehen, als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürte...


Liberty Corporation


Mit ihrem Schreibblock bewaffnet kam Elisabeth hereingeeilt.
„Was kann ich für Sie tun, Mr. Richards?“
„Finden Sie heraus, wer die derzeitigen Besitzer des DEEP sind.“ ordnete Gregory an. „Ich habe gehört, irgend ein junges Paar habe die Bar aufgekauft und renoviert. Suchen Sie die beiden unverzüglich auf und machen Sie einen Vertrag mit den Leuten. Ich übernehme das Lokal zum nächsten Ersten.“

„Ja aber... Mr. Richards...“ stotterte Elisabeth leicht überfordert, „wäre es nicht besser, wenn Sie bei Geschäften dieser Größenordnung persönlich verhandeln?“

„Verhandeln? Wer zum Teufel will denn hier verhandeln?“ Gregory lachte verächtlich. „Sie bieten diesen Deppen zwei- oder dreitausend Dollar, die werden Ihnen dafür die Füße küssen!“
Elisabeth schluckte und wollte etwas erwidern, doch sie kam nicht mehr dazu.

„Diese Deppen, wie Du sie nennst, sind zufällig sehr gute Freunde von mir!“ donnerte Bens aufgebrachte Stimme in diesem Moment von der Tür her durch den Raum. „Was hast Du mit ihnen vor, Gregory?“


LA International Airport


„Hallo Mark!“


Er fuhr herum und sah in Megs blaue Augen.
„Was machst Du denn hier?“ fragte er verwirrt, während Spike neugierig unter seiner Jacke hervorlugte.
„Meine Mum und meine Schwester fliegen heute zurück nach Kansas. Wir hatten noch etwas Zeit und haben von hier draußen aus die Flugzeuge beobachtet.“

„Und wo sind die beiden?“

„Da kommen sie gerade.“

Während sie sich begrüßten, fiel Mark zum ersten Mal auf, wie hübsch Sara eigentlich war. Natürlich, sie waren sich während ihres Aufenthaltes in Sunset Beach hin und wieder begegnet, aber er war wohl derart mit seinen eigenen Problemen beschäftigt gewesen, dass er ihre Gegenwart gar nicht richtig wahrgenommen hatte. Jetzt erst bemerkte er, dass sie Megs Augen hatte... und diese Augen vergaß man eigentlich nicht so schnell wieder. Aber momentan wirkte sie irgendwie traurig und Mark ahnte, warum.


„Schade, dass Ihr Aufenthalt bei uns schon beendet ist.“ wandte er sich an Mrs. Cummings. Die lächelte.

„Ja, es war sehr schön hier und wir wären gern länger bei Meg und ihren Freunden geblieben, aber die Pflicht ruft. Wir haben in Kansas eine kleine Ranch, und mein Mann braucht jede helfende Hand. Außerdem gehen Saras Semesterferien in Kürze zu Ende.“
„Aber in den nächsten Ferien komme ich bestimmt wieder her.“ fiel ihr Sara ins Wort und streckte energisch das Kinn vor. „Am liebsten würde ich für immer hier bei Meg bleiben, das blöde Studium interessiert mich sowieso nicht!“

„Sara!“ ermahnte ihre Mutter sie entrüstet, doch sie verdrehte nur genervt die Augen.

„Ist doch so... nur weil Dad eine Ranch hat, muss ich doch nicht Agrarwissenschaft studieren! Glaub mir, Mark, es ist der Horror!“
Sie entdeckte Spike in seiner Jacke.

„Ist der süß. Gehört der Dir?“

Mark lächelte etwas wehmütig.

„Jetzt ja...“ An Meg gewandt erklärte er: „Ich habe eben Tiffany zum Flughafen gebracht. Sie ist zurückgekehrt zu ihrer Mutter und will dort in Zukunft leben.“

Meg sah den gequälten Ausdruck in Marks Augen und legte spontan ihre Hand auf seinen Arm.

„Das tut mir leid für Dich.“ sagte sie mitfühlend. „Ich weiß, du hast sie sehr gern gehabt!“

„War sie Deine Freundin?“ fragte Sara neugierig.
Mark lächelte über ihre offene, direkte Art.

„Ja.. so könnte man sagen.“


In diesem Moment ertönte eine Stimme aus dem Lautsprecher:
„Die Passagiere von Flug 314 von Los Angeles nach Kansas City werden gebeten, sich unverzüglich auf Flugsteig C einzufinden. Ich wiederhole...“
Meg seufzte.

„Ich glaube, es ist soweit. Ich bring Euch noch bis zum Ausgang.“
„Ich komme mit.“ entschied sich Mark spontan. „Dann werde ich nachher mit Meg zusammen zurückfahren.“

„Darf ich den kleinen Hund einen Moment halten?“ fragte Sara, während sie zum Flugsteig gingen. Vorsichtig setzte Mark ihn ihr in den Arm.

„Er heißt Spike!“

„Hallo Spike...“ Zärtlich drückte Sara den Hund an sich. „Du hast es gut, Du darfst hier bleiben...“ Sie konnte einfach nicht verhindern, dass ihr eine Träne die Wange hinabrollte.

„Du wirst zurückkommen.“ meinte Mark, der die Wehmut in ihrer Stimme hörte. „Spätestens in den nächsten Semesterferien!“
Sara sah ihn an und lächelte, und es schien ihm, als würde dieses Lächeln ein kleinwenig von dem Grauschleier nehmen, der für ihn heute über dem Tag lag.

Er nahm ihr Spike wieder ab, beugte sich spontan vor und küsste sie auf die Wange.

„Nicht traurig sein, Sara, es fliegen täglich Flugzeuge nach Kalifornien!“
Sie schluckte und nickte.

„Ich werd`s mir merken! Bis irgendwann, Mark!“


Liberty Corporation


Gregory fuhr herum und starrte seinen Geschäftspartner, dessen dunkle Augen voller verhaltener Wut gefährlich funkelten, erschrocken an, doch nach ein paar Sekunden hatte er seine alte Selbstsicherheit zurückgewonnen.

„Kannst Du nicht anklopfen, Ben?“ knurrte er gereizt und bedeutete Elisabeth mit einer unwirschen Handbewegung, sie beide allein zu lassen.
Erleichtert zog sich die Sekretärin zurück und schloss die Tür.
„Manchmal ist es informativer, unangemeldet bei Dir reinzuplatzen, Partner!“ erwiderte Ben sarkastisch und kam näher. „Was auch immer Du hinter meinem Rücken für krumme Geschäfte abwickelst, ich warne Dich, nicht mit meinen Freunden!“

„Wie kommst Du denn auf diesen Gedanken, Ben? Ich will doch niemanden betrügen, ich will lediglich das DEEP kaufen.“


„Was soll denn die LC mit einer Bar?“ forschte Ben und setzte sich auf den Rand von Gregorys Schreibtisch, ohne seinen Geschäftspartner aus den Augen zu lassen.

„Nun, ich fände es recht gut, wenn die Firma über eine eigene Bar verfügt, in der man, wenn sie zweckmäßig umgebaut wird, auch diverse Geschäftstreffen abwickeln kann. Das DEEP ist wie geschaffen dafür!“

Ben kniff misstrauisch die Augen zusammen.

„Das ist ja ganz etwas Neues! Bisher war Dir das GRENADINES dafür gut genug!“

Gregory winkte geringschätzig ab.

„Dieses Lokal ist zwar nobel, aber einfallslos und langweilig. Wenn die Ferienanlage steht, müssen wir unseren Geschäftsfreunden schon etwas mehr bieten. Ich hätte da eine Idee...“

„Wie dem auch sei“ unterbrach ihn Ben und stand auf. „Dieses Projekt halte ich, ehrlich gesagt, für eine unnötige Ausgabe. Wir haben momentan wirklich andere finanzielle Dinge zu regeln. Vielleicht solltest Du statt irgendwelcher übereilten Immobilienkäufe lieber mal darüber nachdenken, wie wir die veralteten Sicherheitsbestimmungen innerhalb unserer Firma verbessern, damit solche Pannen wie die mit der vorzeitigen Sprengung der Höhle nicht noch mal vorkommen. Sei froh, dass alles damit noch relativ glimpflich abgegangen ist.“ Er machte eine kurze Pause und beobachtete Gregorys Reaktion. „Wie wäre es beispielsweise mit der Aufstockung des Sicherheitsdienstes? Das wäre eine finanzielle Investition wert. Aber für solche Extratouren wie den Kauf des DEEP bekommst Du von mir bestimmt keine Zustimmung, Gregory!“

„Du solltest Dir das noch einmal genau überlegen, Ben! Ich halte die Idee für ausgezeichnet.“

Ben schüttelte konsequent den Kopf.


„Du kennst meine Meinung, ich werde sie diesbezüglich nicht ändern.“ Er ging zur Tür und drehte sich dann noch einmal um. „Wenn Dir soviel am DEEP liegt, warum versuchst Du es nicht privat zu kaufen? Allerdings...“ Er zog bedenklich die Augenbrauen hoch, „inzwischen dürfte es so einiges wert sein. Immerhin ist es erst kürzlich neu renoviert worden, und ich setze voraus, dass Du dem Besitzer den angemessenen Preis dafür zahlen wirst. Schließlich bist Du ja Geschäftsmann, und kein Betrüger!“ Er nickte Gregory grinsend zu. „Bis später!“


„Verdammt!“ fluchte Gregory und hieb mit der Faust auf den Tisch, nachdem Ben die Tür hinter sich geschlossen hatte. Sein Partner ging ihm inzwischen gehörig auf die Nerven.

„Du hast viel von mir gelernt, Ben, ... etwas zu viel, wie mir scheint! Das ist das letzte Mal, dass Du mir ein Geschäft vermasselst!“
Ja... irgendwann würde die Sache mit dem Ferienprojekt vom Tisch sein, und dann wurde es allmählich Zeit, sich diskret von Ben Evans zu trennen!