Kapitel 76

Sehnsucht

 

Venice

Drei Wochen waren vergangen, seitdem Meg Sunset Beach verlassen hatte.

Der Alltag nahm sie gefangen, und sie war dankbar dafür. Je mehr sie zu tun hatte, desto weniger Zeit blieb zum Nachdenken.

Inzwischen bewohnte sie eine kleine Mansardenwohnung in Venice, ein Stockwerk über John, mitten im ruhelosen Großstadttreiben von Los Angeles.

Nachdem er ihr in den ersten Nächten wie selbstverständlich sein Schlafzimmer überlassen und mit der Couch vorlieb genommen hatte, bestand Meg schließlich darauf, sich selbst eine  Bleibe zu suchen. Der Zufall wollte es, dass in dem Mietshaus, in dem John wohnte, gerade eine winzige Wohnung unter dem Dach frei wurde. Meg nahm das Angebot sofort an. So hatte sie ihre eigenen vier Wände und war doch in Johns Nähe. Ihn wollte sie nicht missen, denn er war während der Zeit hier zu einem echten Freund geworden, auf den sie sich verlassen konnte und der sie festhielt, wenn die Sehnsucht nach Ben und ihren Freunden in Sunset Beach sie einmal wieder packte und zu überwältigen drohte.

Das geschah jedoch meistens, wenn sie allein war und mit ihren Eltern oder mit Sara telefonierte. Joan und Hank hatten ihr mehrfach vorgeschlagen, doch wieder zurück nach Kansas zu kommen, doch das kam für Meg nicht in Frage. Nein, sie wollte hier in Kalifornien bleiben und sich ein eigenes Leben aufbauen. Erst, wenn sie das geschafft hatte, würde sie gerne wieder einmal an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurückkehren... auf einen Besuch.

Die Hälfte von dem Geld, das George Carter ihr geschenkt hatte, überwies sie ihren Eltern als Unterstützung für die Farm. Vielleicht konnte ihr Vater dafür einen Gehilfen einstellen, der ihm jetzt, wo Sara auch noch weg war, etwas von der schweren Arbeit abnahm.

Mit der anderen Hälfte konnte sie schließlich immer noch studieren, wenn sie wollte, und durch den Job als Krankenschwester, den John ihr in der Notaufnahme besorgt hatte, verdiente sie immerhin ihr eigenes Geld, wenn es auch nicht allzu viel war.

Sie hatte sich in der Hektik der Notaufnahme recht gut eingelebt, die Kollegen des Ärzte- und Schwesternteams mochten sie, weil sie flink und umsichtig war und durch ihre praktische Tätigkeit damals in Kansas gute Kenntnisse besaß. Einige von ihnen vermuteten sogar, sie habe ein Verhältnis mit John Carter, dem begehrtesten Junggesellen am County, doch sie wußte es besser. Er war ein Freund, der beste, den sie hier hatte. Ob das, was er für sie empfand, über Freundschaft hinausging, darüber mochte sie nicht nachdenken, zumindest hatte er sie nie diesbezüglich bedrängt. Nur seine Blicke, mit denen er sie manchmal, wenn er sich unbeobachtet fühlte, betrachtete, sagten etwas anderes. Aber Meg war meilenweit davon entfernt, an eine neue Beziehung zu denken. Da war noch immer Ben...

Seine nachtblauen Augen verfolgten sie bis in ihre Träume, und oftmals lag sie stundenlang wach und sah sein Geicht, hörte seine sanfte Stimme und konnte förmlich spüren, wie seine Hände zärtlich über ihr Gesicht strichen.

Streichelten diese Hände jetzt Maria?

Bald würde er sein Baby im Arm halten, und inmitten seiner kleinen, glücklichen Familie würde er sie bald vergessen haben... Der Gedanke daran tat weh, furchtbar weh...

 

Sie erschrak, als ihr Handy klingelte. Schlaftrunken fuhr sie aus dem Sessel hoch. Sie war dort  eingeschlafen, obwohl sie nach der Schicht nur ein wenig die Beine hatte ausstrecken wollen...

„Hallo Meg, hier ist Casey!“

Sie freute sich, seine Stimme zu hören. Inzwischen hatte sie mit ihren Freunden aus dem Surf Center telefoniert und ihnen alles erklärt, doch nur Casey und Sara besaßen ihre neue Telefonnummer und konnten sie anrufen.

„Wie geht’s Dir, Kleines?“

„Ich bin vor einer Stunde aus der Klinik gekommen. Die Arbeit ist hart, aber sie macht mir Spaß. Und sie hindert mich daran, zuviel nachzudenken.“

„Komm zurück, Du kannst auch hier in Sunset Beach arbeiten!“

„Nein Casey, das kann ich nicht. Er wäre da... Wie geht es ihm?“

„Willst Du das wirklich wissen?“

„Ja...“

„Er war weder hier im Surf Center noch im Deep, seitdem er weiß, daß Du weg bist. Annie meint, er vergräbt sich in seiner Arbeit und abends ist er nie zu Hause.“

„Sicher ist er bei Maria.“ vermutete Meg.

„Keine Ahnung. Vergiss ihn.“

„Das kann ich nicht.“

„Ich weiß. Willst Du nicht wenigstens noch einmal mit ihm reden?“

„Wozu? Nein, das bringt nichts. Es ist vorbei.“

Es entstand eine Pause und sie hörte, wie Casey tief Luft holte.

„Ich hab hier noch ein paar Sachen von Dir. Bist Du einverstanden, wenn Rae und ich sie Dir in den nächsten Tagen vorbeibringen?“

„Ja, das wäre nett von Euch. Aber ruf vorher an, damit ich auch zu Hause bin.“

Als sie auflegte, war ihr Herz schwer wie Blei.

„...Annie meint, er vergräbt sich in seiner Arbeit und abends ist er nie zu Hause.“

`Er ist vielleicht schon mit Maria zusammengezogen` überlegte sie. Aber... würde dann nicht viel eher Maria bei ihm wohnen und nicht umgekehrt?

Sie ging hinüber in die Küche, öffnete den Kühlschrank und stöhnte. Gähnende Leere...

Lustlos griff sie nach ihrer Tasche und wollte sich auf den Weg zum Supermarkt machen, als das Handy abermals zu läuten begann...

 

 

Liberty Corporation

„Ben!“

Erschrocken sah er von seinem Schreibtisch hoch. Gregory stand in der Tür und schüttelte missbilligend den Kopf. „Ich habe Dich schon zweimal angesprochen, aber Du scheinst ja meilenweit weg zu sein mit Deinen Gedanken.“

„Entschuldige, Gregory, was gibt’s denn?“

„Ich wollte Dich zur Einweihungsparty für unser neues Haus am nächsten Wochenende einladen.“ verkündete Gregory gutgelaunt.

Ben zwang sich zu einem Lächeln.

„Ist die Prachtvilla endlich fertig?“

„Ja, ich kann es kaum erwarten, aus dieser verdammten Penthouse- Suite herauszukommen! Also, kann ich mit Dir rechnen?“

„Ich weiß noch nicht...“ erwiderte Ben ausweichend, doch Gregory ließ nicht locker.

„Olivia meinte, sie würde ein „Nein“ von Dir keinesfalls akzeptieren. Außerdem kannst Du mitbringen, wen Du möchtest, nur bitte lass Annie zu Hause!“

„Keine Sorge, ich hatte nicht vor, Annie zu fragen.“ schmunzelte Ben.

`Ich habe überhaupt nicht vor, irgend jemanden zu fragen...` fügte er in Gedanken hinzu.

„Fein, dann sind wir uns ja einig.“ Gregory wies ungläubig auf den Stapel Akten, der sich auf Bens Schreibtisch türmte. „Willst Du das alles heute noch fertig machen?“

„Ja, allerdings.“

„Wozu hast Du eine Sekretärin?“

„Das mache ich lieber selbst.“

„Du arbeitest zu viel, Ben.“ bemerkte Gregory leicht vorwurfsvoll. „Geh nach Hause und entspann Dich.“ Er grinste boshaft. „Leg doch die Akten unserer neuen Teilhaberin auf den Schreibtisch, dann ist sie für eine Weile beschäftigt!“

 

Gedankenverloren sah Ben ihm nach, als er hinausging.

Er schien ihm irgendwie ausgeglichener als vorher, seitdem er sich mit seiner Frau wieder ausgesöhnt hatte und merkwürdigerweise auch Cole und Caitlin in Ruhe ihr DEEP führen ließ.

„Wenigstens einer, der privat zufrieden ist.“ murmelte er und schob den Aktenberg beiseite. Dabei fiel sein Blick auf Megs Bild, dass nach wie vor auf seinem Schreibtisch stand.

Sein Leben war trostlos und leer, seitdem sie ihn verlassen hatte.

Zu Maria hatte er kaum Kontakt, und obwohl sie sich sehr um ihn bemühte und bald die Mutter seines Kindes sein würde, änderte das nichts an seinen Gefühlen für sie. Er liebte diese Frau nicht mehr. Sie war ihm egal. Er wollte Meg, mit jeder Faser seines Herzens. Aber er wußte ja nicht einmal, wo sie sich aufhielt...

Wütend hieb er mit der Faust auf den Schreibtisch.

Es war wie eine Ohnmacht, und er konnte nichts, rein gar nichts dagegen tun...

Er stand auf, verließ sein Büro und ging hinunter zum Hafen, den selben Weg, den er jeden Abend nahm.

 

 

Haus der Familie Torres

Gabi starrte auf den Kugelschreiber in ihrer Hand. „LIBERTY – FUTURE“ war mit zierlicher Goldschrift in den schwarzglänzenden Stift eingraviert. Er war bei ihren Sachen gewesen, als sie die Klinik verließ. Jude meinte, dies sei sicherlich ein Werbegeschenk der LC, doch da er selbst keinen solchen Kugelschreiber besaß, konnte sie sich auch nicht vorstellen, dass Gregory Richards ausgerechnet ihr ein solches teuer aussehendes Exemplar geschenkt haben sollte.

Inzwischen ging es ihr wieder recht gut, abgesehen davon, dass ihre Beine noch halb taub waren, weil ein herabstürzender Gesteinsbrocken in der Höhle ihr einen Nerv des Rückenmark- Kanals geklemmt hatte. Aber man hatte ihr in der Klinik versichert, dass die Lähmung nur vorübergehend gewesen sei und dass sie bei guter Physiotherapie bald wieder laufen würde wie früher.

 

Nun befand sie sich hier in Madame Carmens Haus, genauer gesagt, in Ricardos Zimmer, das er ihr zur Verfügung gestellt hatte, nachdem er hartnäckig darauf bestand, sie wegen der Pflege, die sie noch eine Weile benötigte, hier einzuquartieren. Er hatte sogar eine eigene Therapeutin engagiert, die sich während seiner Abwesenheit um die Patientin kümmerte, obwohl Gabi sich insgeheim fragte, ob er sich diese überhaupt leisten konnte.

Ricardo sorgte sich sehr um sie. Die Schwester in der Klinik hatte ihr erzählt, dass er die ganze Zeit neben ihrem Bett gesessen und gewartet habe, bis sie endlich wieder bei Bewusstsein war. Froh und unendlich erleichtert reagierte er auf die Aussage des Arztes, dass sie schon bald wieder völlig in Ordnung sein würde. Mindestens dreimal besuchte er sie an jedem Tag, und ihr Krankenzimmer glich einem Blumenmeer.

Madame Carmen dagegen hatte sie, seitdem sie hier im Haus war, noch nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Entweder hatte Ricardo seiner Mutter verboten, das Zimmer zu betreten, oder die ehemalige Schwiegertochter war ihr schlichtweg egal.

Gabi beschloss, sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Sie kannte das Familiengeheimnis der Torres und hatte sich, was die Scheidung von Antonio betraf, nichts vorzuwerfen. Außerdem hatte sie in der Klinik viel Zeit zum Nachdenken gehabt und war zu dem Schluss gekommen, dass sie aufhören mußte, ihm hinterherzutrauern. Das brachte sowieso nichts ein, seine Entscheidung für das Leben, das er jetzt führte, war unwiderruflich, und sie mußte ihr Leben ohne ihn ebenfalls wieder in den Griff bekommen.

 

Gabi lächelte. Sie spürte, sie war auf dem besten Wege dazu.

Und Ricardo würde ihr dabei helfen, er war ihr in den letzten Tagen näher gekommen, als je zuvor.

Das Ganze hatte nur einen einzigen Haken...

 

Sie konnte sich nach dem Unfall an alles erinnern, nur nicht an den Unfall selbst. Sie wußte weder, wie sie in die Höhle gekommen, noch, was dort passiert war. Alles war wie ausgelöscht. „Amnesie“ nannten es die Ärzte. Sie selbst nannte es ein „schwarzes Loch“ in ihrem Erinnerungsvermögen... Diese Gedächtnislücke wollte sie unbedingt wieder füllen, sonst würde sie keine Ruhe finden.

Wieder blickte Gabi auf den Kugelschreiber in ihrer Hand, und wie schon so oft in den letzten Stunden hatte sie das untrügliche Gefühl, er sei der Schlüssel dazu, ihre Amnesie zu überwinden und sich zu erinnern, was dort unten in den Felsen geschehen war. 

 

 

Venice

Diesmal war George Carter am anderen Ende der Leitung.

Meg lächelte, als sie seine Stimme hörte.

Der gutmütige ältere Mann hielt konsequent Verbindung zu ihr. Seitdem sie hier in LA war, hatte er sie fast jeden Tag angerufen, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, und auch, wenn sie nach wie vor ein schlechtes Gewissen hatte, weil er noch immer glaubte, John Carter sei ihr Verlobter, so freute sie sich doch sehr über seine Anrufe. Am letzten Sonntag hatte er sie beide mit der Limousine abgeholt und sie waren nach Malibu hinaus gefahren, wo sie alle drei in einem gemütlichen kleinen Lokal zu Mittag aßen. Es war ein schöner Tag gewesen, an dem Meg sich nach langer Zeit einmal wieder etwas entspannter gefühlt hatte. Allerdings war ihr aufgefallen, dass John an diesem Nachmittag merkwürdig still und in sich gekehrt zu sein schien, doch sie schob es auf den Stress in der Klinik und beschloss, ihn später zu fragen, was ihn so beschäftigte. Leider hatte sich dazu noch keine Gelegenheit ergeben, denn die beiden sahen sich kaum, da sie seit ein paar Tagen in unterschiedlichen Schichten arbeiteten.

 

„Wie wäre es, wenn wir alle am Wochenende einen Ausflug nach Santa Barbara unternehmen würden?“ fragte George. „Ich habe dort in der Bucht eine kleine Yacht liegen, und wir könnten auf einen Sprung runter nach Santa Rosa Island fahren!“

Meg lachte.

„Eine tolle Idee, aber ich muß erst auf meinem Dienstplan nachsehen, wann wir beide frei haben.“

 

`Sonntag...` dachte Meg, als sie aufgelegt hatte, `Sonntag fahren wir mit der Yacht raus...`

Unwillkürlich tauchte ein Bild vor ihr auf, so frisch und lebendig, als wäre es erst gestern gewesen, dass sie dort war... Paradise Island, Bens kleine exotische Insel mit den beiden freundlichsten Menschen, die man sich denken konnte: Evita und Vincent.

Sie verspürte einen schmerzlichen Stich in der Brust. Was mußten die beiden alten Leutchen bloß von ihr denken! Sie hatte sie nicht einmal angerufen, um sich zu verabschieden...

Aber das konnte man ja nachholen!

 

Kurz entschlossen nahm Meg in ihr Notizbuch, griff zum Telefon und wählte die Nummer von Paradise Island.

 

 

Paradise Island

Evita nahm den Hörer ab.

„Paradise Island... Guten Tag!“ meldete sie sich und lauschte gespannt, weil der Anrufer sich nicht gleich meldete. „Hallo! Ist jemand dran?“

„Evita, sind Sie das?“ hörte sie plötzlich eine Stimme, die sie sofort erkannte.

„Seniorita Meg? Oh mein Gott...“

„Wie geht es Ihnen, Evita? Was macht der Gemüsegarten?“ fragte Meg und versuchte vergeblich, ihre Stimme unbeschwert klingen zu lassen.

„Oh, hier ist alles beim alten, Seniorita Meg. Bis auf die Tatsache, dass Sie nicht da sind. Wie geht es Ihnen, Kindchen?“

„Es geht mir gut“ erwiderte Meg und kämpfte mit den Tränen, denn sie konnte Evita in Gedanken vor sich sehen, wie sie oben auf der blumenumrankten Terrasse der schneeweißen Villa mit Blick aufs Meer stand und telefonierte.

„Das klingt mir aber gar nicht so“ kommentierte Evita ihre Antwort. „Kommen Sie, ich will die Wahrheit hören!“

„Die Wahrheit?“ Meg schluckte. „Okay, es geht mir wirklich nicht so besonders. Aber das wird schon... Ich rufe auch nur an, weil ich mich von Ihnen und Vincent verabschieden möchte. Ich hätte das gerne persönlich getan, aber es war keine Gelegenheit mehr, es ging alles so schnell...“

„Was ging so schnell? Das Sie ihm weggelaufen sind?“ fragte Evita streng. „Kindchen, das hätten Sie nicht tun dürfen! Zwischen Liebenden gibt es auch mal einen Streit, das gehört dazu! Vincent und ich haben uns so oft gestritten, das die Fetzen flogen, aber die Versöhnung danach war immer das Schönste!“

„Evita... das können Sie nicht verstehen... Ich wäre niemals weggegangen, aber Ben liebt mich nicht.“

„Meg, was erzählen Sie denn da für einen Blödsinn? Er liebt Sie nicht?“ Meg hörte, wie Evita empört schnaufte. „Und warum läuft er hier herum wie sein eigener Schatten, redet nicht, schläft nicht und starrt die ganze Zeit nur aufs Meer hinaus?“

„Er ist auf Paradise Island?“ fragte Meg fast erschrocken.

„Ja, er kommt fast jeden Abend nach der Arbeit hierher, hockt in seinem Haus und will niemanden sehen. Es ist ein Jammer!“

„Und sie ist nicht bei ihm?“

„Wen meinen Sie?“

„Maria, seine Exfrau!“

„Maria?“ wiederholte Evita verwirrt. „Wer ist Maria?“ Sie holte tief Luft. „Hören Sie, Kindchen, ich weiß nicht, was zwischen Ihnen und Mister Evans vorgefallen ist, aber falls es um eine andere Frau geht, da kann ich Sie beruhigen. Er war bisher nur mit einer einzigen Frau hier bei uns... und das waren Sie!“

Megs Herz machte einen Sprung. Maria war nicht mit auf der Insel!

 

„Mit wem telefonieren Sie, Evita?“ fragte Ben, der gerade aus dem Haus trat.

Erschrocken hörte Meg seine Stimme am anderen Ende der Leitung.

„Ich habe eine gute Freundin am Telefon.“ erwiderte Evita augenzwinkernd und hielt ihm lächelnd den Hörer hin. „Vielleicht sollten Sie mit ihr reden!“

Ben riß ihn ihr förmlich aus der Hand.

„Meg... Meg, bist Du das?“

Ein Piepton in der Leitung war die Antwort.

Meg hatte aufgelegt.