Kismet

(Schicksal)

by Anja

Kapitel 1

 

 

 

 

 

Ben Evans konnte es nicht lassen, die junge Frau neben sich immer wieder anzusehen. Seit er seinen Platz neben Ihr eingenommen hatte und Sie ihn zur Begrüßung scheu angelächelt hatte. Irgend etwas an dieser jungen Frau hat ihn in seinen Bann gezogen. Er konnte es sich nicht erklären. Seit dem Tod seiner Frau Maria hatte sich Ben sehr zurückgezogen. Er versuchte sich wieder auf seine Papiere zu konzentrieren, denn ein wichtiges Geschäft stand kurz vor dem Abschluß.

 

Unbewußt seufzte Meg auf. Wieder stiegen Ihr die Tränen in die Augen. Wie hatte sie nur so lange so blind sein können? Wieso hatte sie nicht bemerkt, was sich da vor Ihren Augen abgespielt hatte. Aber Liebe macht ja bekanntlich blind. Sie hatte Tim, den Mann den sie liebte, soetwas nicht zugetraut. Und Ihrer besten Freundin schon gar nicht. Nur gut das sie noch vor der Trauung die Beiden ertappt hatte. Besser spät als gar nicht. Sie sah die Szene nochmals vor sich, als sie auf der Suche nach Ihrer Freundin und Trauzeugin Conni, die Sakristei der Kapelle betreten hatte und diese in einer innigen Umarmung mit Tim, Ihrem Verlobten, vorfand und gerade noch hörte, wie Tim zu Connie sagte, daß er verrückt nach Ihr war.

 

„Entschuldigung“ Ben lächelte die junge Frau neben sich an „Wir landen gleich in L.A. Sie sollten sich anschnallen.“ Meg schreckte hoch und sah in zwei Augen, die sie einen Moment vergessen ließen wo, sie war. Dann lächelte sie den fremden Mann neben sich kurz scheu an und sagte: „Danke, ich war mit meinen Gedanken ganz woanders.“  „Keine Ursache“ Ben hatte Mühe sich wieder von diesem traurigen Gesicht abzuwenden. Irgend etwas in ihm sagte ihm, daß diese junge Frau vor kurzem sehr verletzt worden ist. Um sich abzulenken begann er seine Akten zusammen zu packen. Nur noch wenige Minuten und sie würden landen. Dann mußte er zu sehen, daß er rechtzeitig zu seinem Meeting nach Sunset Beach kommt.

 

Als das Flugzeug kurze Zeit später gelandet war, griff er gleich nach seiner Aktentasche um den Flieger schnell zu verlassen. Zum Abschied lächelte er die junge Frau neben sich nochmals kurz an und schon war er verschwunden.

 

 

 

 

 

Kapitel 2

 

 

Meg genoß die Fahrt an der Küste entlang. Sie hatte sich am Flughafen ein Cabrio geliehen und fuhr nun ziellos durch die Landschaft. Sie wußte noch nicht wo sie hinwollte. Eigentlich sollte ja heute Ihr Hochzeitstag sein und sie sollte sich zusammen mit Tim auf dem Weg in die Flitterwochen befinden. Ohne nachzudenken ist sie Hals über Kopf aus Kansas abgereist. Sie wußte nur eins. Weg von dort. Weg von Tim und Connie. Sie erreichte das kleine Städtchen Sunset Beach und beschloß sich hier erst einmal umzusehen.

 

Erschöpft betrat Ben sein Strandhaus. Endlich war er zu Hause. Das Meeting war zum Glück sehr kurz gewesen. Er betrat die Terrasse seines Hauses und genoß den wundervollen Blick auf das Meer. Plötzlich mußte er wieder an die junge Frau aus dem Flugzeug denken. Welchen Kummer sie wohl hatte? Er würde es wohl nie erfahren. Er kannte ja nicht einmal Ihren Namen und er wußte auch nicht wo sie hinwollte. Um auf andere Gedanken zu kommen, beschloß er eine Runde zu joggen.

 

Meg gefiel das kleine Städtchen Sunset Beach. Das war immer ein Traum von Ihr gewesen, eines Tages Lodlow zu verlassen und in Kalifornien zu leben. Sie verließ den Pier um am Strand weiter zu laufen. Immer wieder blieb sie stehen und genoß die Aussicht. „Hier werde ich erst einmal ein paar Tage Ferien machen.“ dachte sie. „Das ist genau der richtige Ort um auf andere Gedanken zu kommen.“ Sie ging ein paar Schritte rückwärts, um die Aussicht noch besser genießen zu können. Plötzlich stieß sie mit jemanden zusammen. „Oh...Oh, sorry!“ Meg drehte sich um und sah wieder in die zwei unglaublichen Augen, in die sie heute schon einmal geblickt hatte. „Es ist nichts passiert.“ Ben lächelte und konnte es kaum glauben, in wen er hineingerannt war. „Ich hoffe Sie haben sich nicht verletzt?“ fragte Ben und ärgerte sich, daß Ihm nichts besseres einfiel. „Oh nein.“ antwortete Meg „alles in Ordnung.“ „Na, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag!“ sagte Ben und lief weiter. Meg sah Ihm noch einen Moment nach und setzte dann Ihren Spaziergang fort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapitel 3

 

Meg schlenderte die Strandpromenade entlang und sah sich die Strandhäuser an. Vor einem blieb, daß Ihr besonders gut gefiel, blieb sie stehen. „Wundervoll“ sagte sie laut vor sich her „so ein Haus möchte ich gerne mal von innen sehen.“ „Sie sind herzlich dazu eingeladen“ sagte eine Stimme neben Ihr. Meg wurde rot. Irgendwie kam Ihr diese Stimme vertraut vor. Sie drehte sich um und sah wieder in diese unglaublichen Augen. „Ich würde Sie gerne zu einer Tasse Kaffee einladen, als Entschuldigung für unseren Zusammenstoß von Vorhin.“ „Oh“ Meg wußte gar nicht was sie sagen sollte. „Entschuldigung, ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen.“ Ben konnte sich nicht von Ihrem traurigen Gesicht losreißen. „Ich sollte mich erst einmal Vorstellen. Mein Name ist Ben Evans und mir gehört das Haus, das sie so bewundern.“ Oh ja, es ist ein tolles Haus.“ Meg versuchte Ihre Gedanken zu sammeln. „Mein Name ist Meg Cummings. Und wenn ich ehrlich bin, eine Tasse Kaffee könnte ich gut gebrauchen.“ Meg war über sich selbst erstaunt, daß sie diese Worte eben gesagt hatte.

„Na dann, Mrs Cummings, treten sie ein“ Ben hielt Ihr die Tür auf und sie betraten sein Haus. „Ich springe nur schnell unter die Dusche und dann stehe ich Ihnen ganz zur Verfügung. Schauen Sie sich in der Zwischenzeit in Ruhe um.“ sagte Ben und schon war er nach oben verschwunden.

„Was mache ich eigentlich hier?“ fragte sich Meg und sah sich im Wohnzimmer um. Der Raum gefiel Ihr. Er war hell und geschmackvoll eingerichtet. In der Ecke entdeckte sie das Porträt einer jungen Frau. Sie trat näher heran um es besser zu betrachten. „Das ist Maria, meine Frau.“ hörte sie Ben sagen. „Oh, was wird sie sagen, wenn sie nach Hause kommt und mich hier vorfindet?“ Meg nahm Ihre Tasche und wollte gehen. Das letzte was sie gebrauchen konnte, war eine Situation wie diese. „Sie kommt nicht mehr. Nie mehr.“ Ben blickte traurig in die Ferne „Sie ist vor ein paar Jahren bei einem Bootsunfall ertrunken.“ Erschrocken sah Meg Ihn an und bemerkte die Trauer in seinem Blick. Sie wußte nicht was sie sagen sollte. Ben drehte sich zu Ihr um und sagte: „So, und nun hole ich uns den Kaffee.“ Und schon hatte er den Raum verlassen. Kurz darauf kehrte er mit einem Tablett zurück. Er goß zuerst Meg und dann sich selber eine Tasse Kaffee ein. „Machen Sie in Sunset Beach Ferien?“ fragte Ben, denn er hatte das Gefühl die Unterhaltung irgendwie in Gang zu bringen. „Ich weiß es selber noch nicht. Zuviel ist heute passiert und ich muß erstenmal meine Gedanken ordnen.“ sagte Meg. Sie trank schnell Ihren Kaffee aus und verabschiedete sich dann von Ben. „Danke, Mr. Evans. Ich habe schon zuviel von Ihrer Zeit in Anspruch genommen. Außerdem wäre ich gerne noch ein wenig allein.“ Ben sprang auf und wollte Sie zurückhalten, merkte aber, daß es besser war, wenn er sie jetzt gehen ließ. Er begleitete Meg zur Tür. „Es war nett Ihre Bekanntschaft zu machen. Wenn Sie noch länger in Sunset Beach sind, schauen Sie ruhig noch mal bei mir vorbei. Ich würde mich über Ihren Besuch sehr freuen.“ Meg lächelte Ben noch einmal und verließ sein Haus. Ben sah Meg noch eine Weile nach. „Wer oder was hat Sie nur so tief verletzt?“ fragte er sich.

 

 

Kapitel 4

 

Ben betrat seinen Nachtclub „The Deep“ . Mark Wolper, einer seiner Angestellten und sein Freund trat auf Ihn zu. „Hi Ben, wie war die Reise?“ wollte er wissen. „Gut. Es lief alles glatt. Gibt es hier irgendwelche Probleme?“ Ben sah sich um. „Naja, Bob hat sich krank gemeldet, aber im Moment schaffen wir es noch gut.“ „Okay, wenn Ihr Hilfe braucht, ich bin in meinem Büro.“ sagte     Ben und war auch schon weg. Er mochte sein Büro im Deep. Hierher konnte er sich immer zurückziehen und trotzdem durch die Scheibe das Geschehen im Club beobachten.

 

Meg betrat Ihr Hotelzimmer. Sie setzte sich auf das Bett und nahm das Telefon in die Hand. Sie wollte Ihren Eltern nur kurz sagen, wo sie war. Sie machten sich bestimmt schon Sorgen. „Cummings“ meldete sich Megs Mutter. „ Hi Mum, ich bin‘s!“  „Oh Liebling wo bist Du? Wie geht es Dir?“ wollte Joan Cummings wissen. „ Mum ich bin in Kalifornien. In einer kleinen Stadt mit dem Namen Sunset Beach und es geht mir gut.“ antwortete Meg. „Wirklich? Es war doch ein Schock für Dich heute morgen, oder?“ fragte Joan. „Mum, mir geht es wirklich gut und ich werde Tim einfach vergessen.“ sagte Meg. „Mum, ich höre jetzt auf. Ich will mich noch ein wenig in das Nachtleben von Sunset Beach stürzen." „Ja, ist gut, aber melde Dich, wenn es Dir schlecht geht.“ sagte Joan. „Bye Liebling!“ „Bye Mum und grüß Dad!“ Meg legte den Hörer auf. „Nur noch schnell unter die Dusche und dann nichts wie los, Sunset Beach bei Nacht wartet.“ sagte Meg zu sich selbst.

 

Ben konnte sich nicht auf seine Arbeit konzentrieren. Immer wieder mußte er Meg denken. Er stand von seinem Schreibtisch auf und sah durch die Scheibe dem Treiben in seinem Club zu. Plötzlich dachte er, seinen Augen nicht zu trauen, als er sah, wer gerade das Deep betrat.

 

Meg sah sich um. Der Club gefiel Ihr. Er hatte eine nette Atmosphäre. Sie setzte sich an die Bar. „Was darf es sein?“ fragte der junge Barkeeper. „Ein Glas Wein, bitte!“ orderte Meg. Der junge Mann stellte ein Weinglas vor Meg und sah sie an. „Ich sehe Sie heute zum erstenmal hier.“ stellte er fest. „Ja,“ antwortete Meg „Ich bin heute erst angekommen.“ „Mark, daß übernehme ich!“ hörte sie eine vertraute Stimme sagen. Und da waren sie wieder, diese Augen. „Herzlich Willkommen in meinem Club!“ begrüßte Ben Meg. „Ich geh an den Tischen helfen.“ sagte Mark und verschwand. „Okay. Morgen kümmern wir uns um eine Aushilfe.“ sagte Ben. „Oh, gibt es Probleme?“ wollte Meg wissen. „Keine, die sich nicht lösen lassen.“ antwortete Ben „Einer meiner Kellner ist krank.“ „Kann ich Ihnen helfen? Ich bin die beste Kellnerin von ganz Kansas.“ Meg lächelte Ben an. „Das kann ich nicht annehmen!“ sagte Ben „Sie haben Ferien!“ „Kein Problem!“ antwortet Meg „Wo soll ich anfangen?“ Ben wollte schon ablehnen, als er zum erstenmal sah, wie Ihre Augen strahlten. „Nun gut, dann übernehmen sie die Tische 3, 5 und 7. Aber nur wenn es Ihnen nichts ausmacht.“ „Es ist wirklich okay“ und schon war Meg bei der Arbeit. Ben lächelte. Meg gefiel Ihm immer mehr.

 

 

 

Kapitel 5

 

 

Ben: „Mark, Du kannst jetzt nach Hause gehen. Den Rest mache ich.“

 

Mark: „Okay, bis morgen! Tschau Meg!“

 

Meg: „Tschau Mark.“

 

Meg winkte Ihm nach. Sie drehte sich um und sah direkt in Bens Augen. Er lächelte.

 

Ben: „Für uns zwei reicht es auch. Ich muß mich noch mal ganz herzlich für Ihre Hilfe bedanken.“

 

Meg: „Ich habe gerne geholfen, Mr. Evans.“

 

Ben: „Bitte nennen Sie mich Ben. Mr. Evans ist so förmlich.“

 

Ben konnte seinen Blick nicht von Meg lösen.

 

Meg: „ Okay, aber nur wenn Sie mich Meg nennen.“

 

Wieder lächelte Meg und Bens Herz hüpfte vor Freude. Endlich schien Meg nicht mehr ganz so traurig.

 

Ben: „ So, wie wäre es noch mit einem Glas Wein, Meg?“

 

Meg: „Aber nur noch ein Glas.“

 

Ben goß zwei Gläser Wein ein.

 

Ben: „Kommen Sie, wir setzten uns in mein Büro. Dort ist es gemütlicher.“

 

Er ging voran und Meg folgte Ihm. Das Büro, war genau wie sein Haus, sehr geschmackvoll eingerichtet. Meg setzte sich in einen bequemen Sessel und Ben nahm Ihr gegenüber Platz.

 

Ben: „Meg, erzählen sie mir, was Sie für Ihre Ferien geplant haben.“

 

Meg: „Oh, geplant habe ich nichts. Eigentlich sollte ich jetzt auf dem Weg in meine Flitterwochen sein.“

 

Meg wußte selber nicht warum sie das Ben erzählte.

 

Ben: „Was ist passiert?“

 

Meg: „Entschuldigung Ben, aber darüber möchte ich jetzt nicht reden.“

 

Ben: „Okay, aber wenn Sie jemanden zum Reden brauchen bin ich für Sie da. Manchmal tut es gut mit jemanden zu sprechen, der Abstand zu der Sache hat.“

 

Meg: „Vielleicht später mal. Jetzt mache ich mich aber auf den Weg in mein Hotel.“

 

Meg lächelte scheu.

 

Ben: „Ich begleite Sie. In welchem Hotel wohnen Sie?“

 

Meg: „Im Beach Hotel.“

 

Ben: „Das ist ja gar nicht weit.“

 

Sie verließen das Deep Seite an Seite. Den kurzen Weg am Strand entlang sagte keiner von Beiden ein Wort. Jeder hing seinen Gedanken nach. Vor Megs Zimmertür blieben Sie noch einen Augenblick stehen.

 

Ben: „Ich würde mich freuen, wenn ich Sie zum Dank morgen zum Frühstück einladen darf.“

 

Meg: „In Ordnung.“

 

Meg sah Ihm wieder in die Augen, die sie wie Magneten anzogen.

 

Ben: „Dann kommen Sie morgen früh um 10.00 Uhr ins Java Web. Das ist gleich neben dem Deep. Gute Nacht und schlafen Sie gut.“

 

Meg: „Danke für die Begleitung und gute Nacht.“

 

Meg betrat Ihr Zimmer und schloß die Tür hinter sich.

Ben blieb noch einen Augenblick stehen.

 

Ben: „Meg, ich glaube es war unser Schicksal, daß wir uns begegnet sind. Einmal wäre Zufall gewesen, auch zwei oder dreimal, aber gleich viermal an einem Tag, das muß Schicksal sein.“

 

Ben fühlte sich glücklich wie schon lange nicht mehr und verließ das Hotel.

 

 

 

Kapitel 6

 

 

Ausgeruht wachte Meg auf. Sie erinnerte sich an einen Traum, den sie letzte Nacht hatte. In Ihrem Traum hatte Meg mit Ben Evans einen wunderschönen Abend verbracht. Sie hatten zusammen gegessen und anschließend haben sie getanzt. Als der Abend zu Ende ging, hat er sie in seine Arme genommen, sie geküßt und gesagt, daß er sie liebt.

 

Meg: „Wach auf! Gestern erst hast Du Tim vor dem Altar stehen gelassen und heute träumst Du davon, in den Armen eines anderen zu liegen.“

 

Sie stand auf um zu Duschen, schließlich hatte Sie ja eine Verabredung. Unter der Dusche mußte Sie wieder an Ben denken. Diese blauen Augen konnte sie nicht mehr vergessen. Vielleicht war es ja kein Zufall gewesen, daß Sie Ben getroffen hatte, sondern einfach nur Schicksal.

 

Meg: „Du solltest Dir einen Job in Sunset Beach suchen und das herausfinden.“

 

Sie überlegte lange, was Sie an diesem Tag anziehen sollte.

 

Meg: „Wenn ich länger hierbleiben möchte, sollte ich einkaufen gehen. Meine Kleidung ist bestimmt nicht für Kalifornien geeignet.“

 

Sie wählte Ihre beste weiße Jeans und eine rote Bluse aus.

 

Gut gelaunt betrat Ben das „Java Web“.

 

Mark: „Guten Morgen, Boß!“

 

Ben: „Guten Morgen, Mark. Ist der Picknickkorb für mich fertig?“

 

Mark: „Es ist alles so, wie Du es wolltest.“

 

Ben lächelte und war mit seinen Gedanken schon wieder bei Meg. Mark beobachtete seinen Freund. So vergnügt hatte er Ben schon seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Er freute sich, daß es endlich jemanden gelungen war, die Mauer um Ben zum einstürzen zu bringen.

 

Mark: „Das muß ja eine ganz besondere Frau sein, mit der Du zum Picknick willst.“

 

Ben: „Nun, das ist sie wirklich.“

 

In diesem Moment betrat Meg das Java Web.

 

Ben: „Guten Morgen Meg!“

 

Meg: „Guten Morgen Ben.“

 

Ben: „Was halten Sie von einem Picknick am Strand?“

 

Meg: „Oh ja, das ist eine großartige Idee!“

 

Ben: „Gut, ich kenne eine kleine Bucht, da sind wir bestimmt ungestört.“

 

Ben lächelte. Er sah Meg an und stellte fest, daß Ihre Augen heute viel mehr strahlten als gestern.

 

Ben: „Ich muß nur noch mal kurz in die Küche und dann können wir starten.“

 

Ben ging in die Küche.

 

Mark: „Guten Morgen Meg, schön sie wieder zu sehen.“

 

Meg: „Hi Mark! Danke gleichfalls.“

 

Mark: „Sie scheinen Ben beeindruckt zu haben, er war schon lange nicht mehr so gut gelaunt wie heute.“

 

Meg wurde rot und dachte bei sich: „Vielleicht war es doch Schicksal, daß wir uns getroffen haben.“

In diesem Augenblick kehrte Ben mit einem Picknickkorb in der Hand zurück.

 

Ben: „Wollen wir?“

 

Meg nickte und sie verließen zusammen das Java Web.

 

 

Kapitel 7

 

 

Ben und Meg gingen am Strand entlang. Amüsiert beobachtete Ben, wie Meg Ihre Schuhe auszog, Ihre Jeans hochkrempelte und barfuß durch das Wasser lief.

 

Meg: „Herrlich, davon habe ich schon immer geträumt. In Kansas haben wir dafür leider keine Gelegenheit.“

 

Ben: „Von wo aus Kansas kommen Sie her?“

 

Meg: „Aus Lodlow. Meine Eltern haben dort eine Farm. Dort bin ich aufgewachsen. Nach dem College bin ich wieder dorthin zurückgekehrt und habe seitdem die Buchführung auf unserer Farm gemacht.“

 

Sie erreichten eine kleine versteckte Bucht.

 

Meg: „Das ist ja traumhaft hier, Ben!“

 

Ben: „Ja, das ist ein ganz besonderer Ort.“

 

Er breitete die mitgebrachte Decke aus und begann den Korb auszupacken.

 

Ben: „Darf ich zu Tisch bitten, Mylady?“

 

Meg: „Gern, Mylord.“

 

Beide mußten lachen.

 

Ben: „Was darf ich Ihnen anbieten? Wir hätten da Sandwiches, Hühnchen, Tomaten, Obst. Als Getränke kann ich Ihnen Kaffe, Wein oder Orangensaft anbieten.“

 

Meg: „Ich werde mal das Hühnchen probieren und dazu einen Orangensaft.“

 

Ben richtete für Meg und sich je einen Teller her und goß frischen Saft in zwei Gläser.

 

Ben: „Nochmals vielen Dank dafür, daß Sie gestern abend geholfen haben.“

 

Meg: „Das habe ich doch gerne gemacht. Wenn Sie noch eine Aushilfe gebrauchen können, ich habe beschlossen eine Weile in Sunset Beach zu bleiben, da könnte ich einen Job gut gebrauchen.“

 

Ben freute sich als er dies hörte.

 

Ben: „Bob, das ist der Kellner für den Sie gestern eingesprungen sind, hat heute morgen angerufen und gesagt, daß er heute wieder kommt.“

 

Sofort wurde Megs Blick wieder trauriger.

 

Meg: „Schade, da kann man wohl nichts machen.“

 

Ben: „Mir fällt aber etwas anderes ein. Sie sagten doch vorhin, daß Sie immer die Buchführung auf der Farm gemacht haben, oder? Ich bin schon länger auf der Suche nach einer Assistentin, die diese Arbeit für mich macht.“

 

Meg: „Wenn Sie mir diese Arbeit zutrauen, will ich es gerne einmal versuchen.“

 

Ben: „Ich könnte mir niemand besseres für diese Aufgabe vorstellen.“

 

Beide lachten und sahen sich tief in die Augen.

 

Ben: „Woher kommt Ihr Entschluß, länger in Sunset Beach zu bleiben?“

 

Meg: „Ich weiß auch nicht so genau. Mir gefallen die Menschen hier und ich denke, es ist der beste Ort für mich, um zu vergessen, was passiert ist.“

 

Ben: „Ich freue mich sehr darüber. Wollen Sie mir immer noch nicht erzählen, was bei Ihrer Hochzeit passiert ist?“

 

Meg: „Viel gibt es da nicht zu berichten. Kurz vor der Trauung habe ich Tim, meinen Verlobten, dabei erwischt, wie er mich mit Connie, meiner besten Freundin, betrogen hat. Ich habe alles stehen und liegen lassen, bin zum Flughafen gefahren und habe das nächste Flugzeug bestiegen.“

 

Ben: „Tim muß ein Narr sein.“

 

Ben sah Meg so tief in die Augen, daß Ihr Herz schneller zu schlagen begann.

 

Ben: „Aber ich denke, es war Glück für mich.“

 

Meg: „Ich denke, wir sollten jetzt gehen. Ich möchte noch einige Einkäufe erledigen, ehe ich meinen Job antrete. Ich weiß nicht was mein neuer Boß dazu sagt, wenn ich gleich am ersten Tag zu spät zur Arbeit erscheine.“

 

Ben: „Ich glaube, Ihnen würde er alles verzeihen.“

 

Sie lachten beide und begannen die Reste einzupacken. Beschwingt machten sie sich auf den Rückweg.

 

 

 

Kapitel 8

 

 

Auf dem Weg ins Deep, entdeckte Ben Meg, die am Ende des Piers stand und den Sonnenuntergang betrachtete. Er ging auf sie zu und blieb hinter Ihr stehen und beobachtete sie.

 

Meg: „Wundervoll, so etwas schönes habe ich noch nie gesehen.“

 

Ben: „Das ist es in der Tat.“

 

Erschrocken drehte sich Meg um. Ben stand vor Ihr und lächelte Sie an.

 

Ben: „Entschuldigung, ich wollte Sie nicht erschrecken.“

 

Meg: „Macht nichts. Ich war nur so fasziniert.“

 

Ben: „Heute ist es auch mal wieder besonders schön. Das liegt an dem Santa Anna Wind. Es gibt auch eine wunderschöne Legende dazu.“

 

Meg: „Ben, bitte erzählen Sie mir davon.“

 

Ben: „In der Legende heißt es, daß wenn der Mond sehr früh aufgeht, genau dann, wenn die Santa Anna Winde aus dem nichts aufkommen und die Sonne gerade am Horizont versinkt, daß der Mensch der einem draußen, auf der anderen Seite des Piers begegnet, daß der für einen bestimmt ist.“

 

Ben sah bei diesen Worten Meg ganz tief in die Augen.

 

Meg: „Die Legende ist sehr romantisch.“

 

Ben: „Ja, das ist sie. Und wer weiß, vielleicht ist das ja unsere Nacht.“

 

Ben trat noch einen Schritt auf Meg zu, nahm Sie in seine Arme und küßte Sie.

 

Meg: „Ben....bitte, laß mir noch ein wenig Zeit.“

 

Ben: „Soviel Zeit wie Du brauchst, aber Du sollst wissen, daß ich auf Dich warte.“

 

Meg: „Danke. Ich glaube es ist besser, wenn wir uns jetzt auf den Weg ins Deep machen.“

 

Ben: „Du hast recht. Laß uns gehen.“

 

Schweigend machten sie sich auf den Weg ins Deep. Vor der Tür hielt Ben Meg noch einen Augenblick zurück.

 

Ben: „Du bist mir doch hoffentlich nicht böse, wegen des Kusses?“

 

Meg: „Nein Ben, ich bin Dir bestimmt nicht böse. Es ist nur so, daß......“

 

Ben: „Du brauchst mir nichts zu erklären. Ich weiß ja, daß Du gestern erst Deinen Verlobten vor dem Altar hast stehen gelassen.“

 

Sie betraten das Deep und wurden von Mark begrüßt.

 

Mak: „Hallo Ihr beiden!“

 

Meg: „Hi Mark!“

 

Ben: „ Hallo Mark. Darf ich Dir meine neue Assistentin, Mrs Meg Cummings, vorstellen?“

 

Zärtlich lächelte Ben Meg an und auch Meg mußte lächeln.

 

Mark: „Hey Meg, das ist ja toll. Sieht wohl so aus, als wenn Du länger in Sunset Beach bleiben wirst.“

 

Meg: „Ja das stimmt. Ich will ein neues Leben hier in Sunset Beach beginnen.“

 

Ben: „Meg laß uns in mein Büro gehen, dann kann ich Dir alles zeigen.“

 

Meg: „In Ordnung. Bis nachher Mark.“

 

Mark: „Bis nachher Ihr beiden.“

 

Mark sah den Beiden nach, die ins Bens Büro verschwanden.

 

„Da haben sich anscheinend zwei gesucht und gefunden.“ Dachte Mark bei sich.

 

 

 

Kapitel 9

 

 

Es klopfte an Bens Bürotür.

 

Ben: „Herein!“

 

Mark betrat das Büro.

 

Mark: „Ich wollte Euch nur Bescheid sagen, daß ich jetzt gehe. Ich habe das Deep vor einer halben Stunde geschlossen und aufgeräumt.“

 

Ben: „Ist es wirklich schon so spät? Wir waren so in die Buchführung vertieft, daß ich gar nicht auf die Zeit geachtet habe. Ich wünsche Dir einen schönen Feierabend Mark und danke.“

 

Mark: „Keine Ursache. Gute Nacht Ihr beiden.“

 

Meg: „Gute Nacht Mark, bis morgen.“

 

Ben: „Tschüß, bis dann.“

 

Mark verließ das Büro.

Ben sah Meg an, die sich wieder in die Unterlagen vertieft hatte.

 

Ben: „Meg, wir sollten auch Schluß machen. Den Rest machen wir morgen.“

 

Meg: „Okay, Du bist der Boß.“

 

Ben: „Ich bringe Dich noch schnell nach Hause.“

 

Meg: „Ben, bitte nicht. Ich möchte noch ein wenig allein sein. Wir sehen uns morgen, Okay.“

 

Ben: „Na gut, wenn Du es so möchtest. Ich arbeite dann noch ein wenig weiter.“

 

Meg stand auf und ging zu Ben hinüber. Sie gab ihm einen Kuß auf die Wange.

 

Meg: „Bis morgen und gute Nacht.“

 

Ben: „Gute Nacht und träum schön.“

 

Meg lächelte ihm noch einmal zu und verließ das Deep. In Ihrem Kopf wirbelten die Gedanken nur so durcheinander. Immer wieder dachte sie an den Moment zurück, als Ben sie geküßt hatte und allein schon der Gedanke daran, ließ Ihr Herz höher schlagen. Kurz vor Ihrem Hotel stellte sich Ihr jemand in den Weg. Erschrocken blickte sie auf.

 

Meg: „Hey, was soll das?“

 

Tim: „Das sollte ich Dich eigentlich fragen.“

 

Meg: „Tim? Was machst Du denn hier?“

 

Tim: „Was ich hier mache? Das wagst Du mich tatsächlich zu Fragen?“

 

Tim trat noch näher an Meg heran und sah sie wütend an.

 

Meg: „Ich verstehe nicht worauf Du hinauswillst!“

 

Tim: „Mich läßt Du vor all unseren Freunden und Verwandten stehen, weil ich eine Affäre mit Connie habe und was ist mit Dir?“

 

Meg wich ein paar Schritte zurück.

 

Meg: „Tim, ich weiß überhaupt nicht wovon Du redest.“

 

Tim wurde immer wütender, so daß Meg immer mehr Angst bekam.

 

Tim: „Ich rede von dem Kerl hier in Sunset Beach, mit dem Du ja wohl ein Verhältnis hast!“

 

Meg: „Ich habe kein Verhältnis!“

 

Tim packte Meg grob am Arm.

 

Tim: „Lüg mich nicht an! Ich habe Euch beide am Pier beobachtet, wie Ihr Euch geküßt habt!“

 

Meg: „Tim ich bin Dir keine Rechenschaft schuldig. Wir sind nicht mehr verlobt.“

 

Tim: „Das sehe ich anders. Ich habe Dich zwar betrogen, aber Du mich ja wohl auch. Und nun pack Deine Sachen und komm mit mir zurück nach Kansas!“

 

Meg: „Das werde ich nicht tun. Laß mich los Tim. Du tust mir weh.“

 

Tim: „Ich werde Dir zeigen, wer das Sagen hat. Los jetzt wir holen Deine Sachen.“

 

Groß schob Tim Meg vor sich her. Als er sie durch die Eingangstür zum Hotel schob, gelang es Ihr sich loszureißen.

 

Meg: „Hör auf Tim! Ich komme auf gar keinen Fall mit Dir zurück!“

 

Tim: „Du kommst  mit und darüber gibt es keine Diskussion mehr.“

 

Alex, der Portier des Hotels, wurde auf die Beiden aufmerksam.

 

Alex: „Kann ich irgendwas für Sie tun, Mr.?“

 

Tim: „Nein, das ist eine Sache zwischen meiner Verlobten und mir.“

 

Meg: „Wir sind nicht mehr verlobt Tim und nun laß mich endlich in Ruhe.“

 

Alex: „Sie haben die Lady gehört. Verlassen Sie bitte unser Haus.“

 

Er hielt Tim die Tür auf. Tim sah sich wütend nach Meg um.

 

Tim: „Darüber ist noch nicht das letzte Wort gesprochen Meg!“

 

Wütend verließ er das Hotel. Alex drehte sich zu Meg, die zitternd dastand um.

 

Alex: „Alles in Ordnung?“

 

Meg: „Ja. Vielen dank für Ihre Hilfe. Ich geh jetzt auf mein Zimmer.“

 

Als Meg Ihr Zimmer betrat, konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Schluchzend setzte sie sich auf Ihr Bett.

 

 

 

Kapitel 10

 

 

 

Ben schreckte hoch als sein Telefon klingelte.

 

Ben: „Evans!“

 

Meg: „Ben........“

 

Meg konnte kaum sprechen.

 

Ben: „Meg? Bist Du es? Sag doch etwas!“

 

Meg: „Ben, ich.....äh.....Tim!“

 

Ben: „Meg um Himmelswillen was ist passiert.“

 

Meg: „Ben, Tim war hier, es war schrecklich!“

 

Ben: „Wo ist er jetzt Meg? Ist er noch bei Dir?“

 

Meg: „Ich weiß es nicht Ben!“

 

Ben: „Bleib wo Du bist! Ich bin gleich bei Dir!“

 

Ben stürmte aus seinem Büro und war stand innerhalb von wenigen Minuten vor Megs Zimmertür. Er klopfte.

 

Ben: „Meg, ich bin es, Ben. Mach die Tür auf!“

 

Meg hatte sich ein wenig beruhigt und öffnete die Tür.

 

Meg: „Oh Ben....“

 

Ben nahm Meg in die Arme.

 

Ben: „Beruhige Dich Liebling und erzähl mir dann, was passiert ist.“

 

Meg fühlte sich in Bens Armen gleich sehr viel sicherer und beruhigte sich langsam.

 

Ben: „So und jetzt der Reihe nach, was ist passiert, was hat Tim Dir angetan?“

 

Meg: „Tim hat mir vor dem Hotel aufgelauert. Er hat mich beschuldigt, ich hätte Ihn betrogen und zwar mit Dir.“

 

Ben: „Wie kommt er denn darauf?“

 

Meg: „Er muß uns am Pier beobachtet haben und nun meint er ich hätte Ihn betrogen.“

 

Ben: „Und wo ist er jetzt?“

 

Meg: „Ich weiß es nicht. Er hat versucht mich zu Zwingen mit Ihm zurück nach Kansas zu kommen. Zum Glück ist der Portier dazwischen gegangen und ich konnte auf mein Zimmer flüchten. Ben, was soll ich jetzt tun?“

 

Es gab Ben ein Stich ins Herz, Meg erneut so verletzt zu sehen. Er versuchte sie zu beruhigen.

 

Ben: „Liebling, ich bin jetzt hier.“

 

Meg: „Ben, was soll ich nun tun?“

 

Ben: „Als erstes kommst Du mit zu mir!“

 

Meg sah Ben mit großen Augen an.

 

Ben: „Keine Angst. Ich habe ein sehr schönes Gästezimmer. Meg, Du mußt mir glauben, ich könnte Dir nie weh tun.“

 

Meg sah Ben an. In seinen Augen konnte sie erkennen, daß er es ernst meinte.

 

Meg: „Und dann? Ben was machen wir mit Tim?“

 

Ben: „Darum kümmern wir uns morgen. So jetzt packen wir Deine Sachen und Du kommst mit mir.“

 

Ben nahm Megs Koffer und packte schnell Ihre Sachen zusammen.

 

Ben: „So, mein Liebling, komm jetzt bist Du in Sicherheit und alles wird gut.“

 

Sie verließen das Hotel und gingen zu Ben nach Hause

 

 

 

Kapitel 11

 

 

Ben und Meg betraten sein Haus.

 

Meg: „Oh Ben.“

 

Ben nahm Meg tröstend in die Arme.

 

Ben: „Meg, Liebling! Beruhige Dich, es wird alles Gut.“

 

Meg: „Ben, es ist alles meine Schuld. Ich hätte....“

 

Ben: „Schsch Meg. Du hast doch keine Schuld. Du hast Tim nicht betrogen, sondern er Dich.“

 

Meg: „Aber der Kuß auf dem Pier.....“

 

Ben: „Daran hast Du doch auch keine Schuld, schließlich habe ich Dich geküßt!“

 

Meg: „Ben, aber ich hatte mir das doch so sehr gewünscht.“

 

Ben lächelte.

 

Ben: „Wenn Du es Dir so sehr gewünscht hast, dann war es auch richtig. So und nun versuchst Du ein wenig zu Schlafen. Um Tim kümmern wir uns morgen.“

 

Meg: „Danke Ben, danke für alles.“

 

Ben: „So ich zeige Dir nun das Gästezimmer.“

 

Er führte Meg in die obere Etage des Hauses.

 

Ben: „So, hier kannst Du heute nacht schlafen. Dort ist das Badezimmer. Während Du Dich fertigmachst hole ich Dir eine Tasse Tee.“

 

Meg: „Bitte Ben, laß mich nicht alleine.“

 

Ben: „Ich bin gleich wieder bei Dir, versprochen.“

 

Ben verließ das Zimmer und Meg begann sich auszukleiden. Sie holte ein Nachthemd aus ihrem Koffer und zog es an. Fröstelnd schlüpfte sie schnell ins Bett. Kurz darauf kehrte Ben mit einer Tasse Tee zurück.

 

Ben: „Hier trink das, das wird Dir guttun.“

 

Meg: „Danke Ben. Du bist so liebevoll.“

 

Ben sah sie an und lächelte. Er setzte sich zu Ihr auf die Bettkante.

 

Ben: „Das liegt an Dir.“

 

Meg: „An mir?“

 

Ben. „Ja Du bringst eine Seite von mir zum Vorschein, von der ich glaubte, ich hätte sie für immer verloren.“

 

Nun mußte auch Meg ein wenig lächeln.

 

Meg: „Aber ich habe doch gar nichts gemacht.“

 

Ben: „Doch, Du hast mich verzaubert.“

 

Meg: „Ich habe was?“

 

Ben: „Gleich im ersten Augenblick, als wir uns sahen und Du mich angelächelt hast, diese Traurigkeit in Deinen Augen.“

 

Meg: „Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern.“

 

Ben: „Nein? Wann bin ich Dir denn aufgefallen?“

 

Meg: „Als Du mich aus meinen Gedanken gerissen hast und mich darauf aufmerksam gemacht hast, daß ich mich anschnallen soll. Da habe ich Dir zum erstenmal in die Augen gesehen. Deine Augen ließen mich für einen Moment all mein Kummer vergessen.“

 

Ben: „Und ich habe es hinterher sehr bedauert, daß ich Dich nicht angesprochen habe. Ich hätte so gerne erfahren, wer Du bist.“

 

Meg: „Ja und dann bist Du in mich hinein gelaufen. Ein seltsamer Zufall.“

 

Ben: „Ich glaube nicht an Zufälle. Meg ich glaube es war unser Schicksal. Wir sind für einander bestimmt.“

 

Er beugte sich zu Meg herüber und küßte sie. Meg erwiderte seinen Kuß.

 

Meg: „Bitte Ben, laß mich nicht wieder allein.“

 

Ben: „Meg, ich verspreche Dir, ich lasse Dich nie wieder allein. Wenn Du willst bleibe ich den Rest meines Lebens bei Dir. Ich habe mich im ersten Augenblick in Dich verliebt und ich weiß, daß Du die Liebe meines Lebens bist.“

 

Meg lächelte.

 

Meg: „Und was war mit Maria?“

 

Ben: „Ich habe Maria auch geliebt, aber nicht so tief wie Dich, Liebling.“

 

Wieder küßte er Meg.

 

Meg: „Ben ich liebe Dich auch. Ich kann es immer noch nicht glauben, daß das alles kein Traum ist.“

 

Ben: „Glaube mir, das ist bestimmt kein Traum. Ich liebe Dich und es war unser Schicksal, daß wir uns getroffen haben. Und ich glaube auch, daß wir für den Rest unseres Lebens zusammen bleiben.“

 

Meg lächelte und küßte dann Ben.

 

Meg: „Fürs erste würde ich mich freuen, wenn Du heute nacht bei mir bleibst.“

 

Ben: „Ich tue für Dich alles was Du willst, aber nur, wenn Du Dir auch vollkommen sicher bist.“

 

Meg: „Ich war mir in meinem ganzen Leben noch nie so sicher wie jetzt.“

 

Sie küßten sich und liebten sich lange und zärtlich.

 

 

 

*****Ende*****