Kapitel 01
Meg Cummings schlenderte am Strand von
Sunset Beach entlang. Das würde also Ihr zukünftiger Arbeitsplatz sein. Die
junge brünette Frau war erst vor zwei Stunden in der kleinen südkalifornischen
Stadt Sunset Beach angekommen. Nachdem sie sich zunächst in einem kleinen
Hotel, dem Seabreeze, ein Zimmer genommen hatte, beschloss sie, sich erst
einmal ein wenig umzusehen. Sie atmete die frische, klare Ozeanluft ein. Zum
zweiten Mal, innerhalb von zwei Jahren, hatte sie alles hinter sich gelassen,
die Familie und die Freunde. Das erste mal hatte sie Ihre Heimat, Ludlow in
Kansas, Hals über Kopf verlassen, als sie, buchstäblich im letzten Augenblick,
vor Ihrer Hochzeit mit Tim Truman entdeckt hatte, dass dieser sie mit Ihrer
„besten“ Freundin Connie betrogen hat. Ohne lange darüber nach zu denken,
hatte sie Ihren Koffer gepackt stieg am Flughafen in das erst beste Flugzeug
und war schließlich in Kalifornien, in Los Angelos, gelandet. Hier erfüllte
sie sich dann ein Kindheitstraum und wurde in Malibu Rettungsschwimmerin. Sie
liebte Ihren Beruf und bereute es bis heute nicht. Als sie dann allerdings vor
wenigen Monaten ihre Eltern das erste mal wieder in Kansas besucht hatte, ging
alles wieder von vorne los. Tim hatte Ihr ein paar mal aufgelauert und Ihr
erklärt, dass er sie immer noch liebe und zurück haben wolle. Als Meg nicht
darauf einging, hatte er sie sogar dafür verantwortlich gemacht, dass er sie,
mit Connie, betrogen hatte. Meg war erleichtert gewesen, als sie nach ein paar
Tagen wieder nach Malibu zurückkehren konnte, aber diese Freude währte nicht
lange. Tim besaß die Frechheit und folgte Ihr. Die nächsten Wochen waren die
reinste Tortur für die junge Frau. Ohne Ihre Freunde und Kollegen hätte sie
diese Zeit wohl nicht so gut überstanden. Aber irgendwann hatte sie es nicht
mehr ausgehalten und wollte einfach nur noch weg. Ihr Vorgesetzter und guter
Freund Mitch half Ihr dann und sorgte dafür, dass sie hierher nach Sunset
Beach versetzt wurde. Nur Mitch und Ihre Eltern wussten, wo sie sich jetzt
aufhielt. Noch heute morgen hatte sie die letzte Schicht bei Baywatch gehabt
und war danach gleich nach Sunset Beach aufgebrochen. Bewusst hatte sie sich
nicht von Ihren Kollegen und Freunden verabschiedet, da sie nicht wollte, dass
irgendjemand wusste, wohin sie ging. Mitch wollte Ihren Freunden später die
Situation erklären, ohne aber zu verraten, wo sie nun war.
So in Gedanken versunken lief sie am
Strand von Sunset Beach entlang. Natürlich war die Kleinstadt ein krasser
Gegensatz zu dem quirligen Malibu, aber Meg war sich sicher, dass sie sich
hier sehr wohl fühlen würde. Das einzige was sie ein wenig schmerzte, war das
bevorstehende Weihnachtsfest, bei dem sie wieder einmal nicht nach Hause
fahren konnte, um es mit Ihrer Familie zu feiern. Sie wollte einfach nicht
riskieren, Tim wieder zu begegnen. Lächelnd musste sie an Ihr erstes
Weihnachtsfest in Kalifornien zurück denken. Es kam Ihr ganz eigenartig vor,
ohne Frost und ohne Schnee, dafür aber Sonne, Strand und Meer. Noch ganz genau
konnte sie sich an die Weihnachtsparty von Baywatch erinnern, die am Stand
statt fand. Es wurde gegrillt, ein Lagerfeuer angezündet und am Strand
getanzt. Etwas eigenartig war es dann schon gewesen, Jingle Bells am Strand
vom Malibu zu singen, aber es war eine super Feier, an die Meg immer wieder
gerne zurück dachte.
Inzwischen hatte Meg den Pier
erreicht und schlenderte bis an die Brüstung am Ende des Piers. Die Sonne
senkte sich langsam dem Horizont entgegen und Meg beschloss, sich Ihren ersten
Sonnenuntergang von dieser Stelle hier anzusehen. Eine leichte Brise wehte vom
Wasser her. Meg schloss die Augen und hielt Ihr Gesicht in den Wind, der Ihre
Haut sanft und zärtlich zu streicheln schien. Ihre langen, dunklen Haare
umspielten dabei Ihr Gesicht. Sie versuchte Ihre Haare zu bändigen, indem sie
eine Strähne hinter Ihr Ohr strich.
Ben Evans war, wie schon so manches
mal um diese Zeit zum Pier gegangen, um den Sonnenuntergang zu sehen. Früher
war er oft mit seiner Frau hierher gekommen, denn sie beide liebten die
Sonnenuntergänge. Seit fast drei Jahren musste er sich nun schon die
Sonnenuntergänge alleine ansehen. Seit jener verhängnisvollen Nacht, in der
Maria, seine Frau, ertrank. In der ersten Zeit nach Ihrem Tod, konnte er es
kaum fassen, dass die Sonne, trotz seiner Trauer, jeden Abend dieses
gleichbleibende, wundervolle Schauspiel bot. Aber trotzdem war es für Ben
Evans seit Marias Tod nicht mehr das selbe, wie vorher. Sicher, er liebte die
Sonnenuntergänge auch heute noch, nur teilte er sie mit niemanden mehr. Er war
so mit seinen Gedanken in der Vergangenheit, dass er zunächst gar nicht
bemerkte, dass er heute Abend nicht alleine am Ende des Piers stand. Als er
dann aber die junge Frau sah, die Ihre Augen geschlossen hatte, konnte er
nicht anders, als sie ansehen. Ihr Gesicht zog Ihn magisch an, obwohl er Ihre
Augen nicht sehen konnte. Aber an Ihrem Gesichtsausdruck konnte er ganz
deutlich erkennen, dass sie die Luft und den Wind genoss. Der Wind spielte mit
Ihren langen, seidigen Locken und Ben musste sich zurückhalten, um nicht dem
Impuls nachzugeben und der fremden Frau durchs Haar zu streicheln.
Meg hatte das Gefühl,
als ob sie beobachtet würde. Sie öffnete aber nicht sofort die Augen, da es
kein unangenehmes Gefühl war. Nicht so, als ob Tim sie mal wieder beobachte.
Sie genoss dieses Gefühl der Sicherheit noch einen Augenblick, bevor sie
langsam die Augen öffnete und den Kopf nach links drehte. Dann traf Ihr Blick
diese blauen Augen, die sie ansahen und eine Gänsehaut lief über Ihren Rücken.
Es war, als ob sie in diesen Augenblick in die Seele des fremden Mannes
geblickte. Als sie den Mann anlächelte, zuckte dieser plötzlich zusammen,
bevor er sich umdrehte und davon ging. Meg bleib noch ein paar Minuten stehen
und sah zu, wie die Sonne ganz im Meer verschwand. Dann ging sie langsam zu
Ihrem Hotel zurück. Wieder musste sie an den Mann am Pier zurück denken und
ein wohliger Schauer lief über Ihren Rücken. Als sie im Bett lag, sah sie noch
einmal diese unglaublichen blauen, aber traurigen, Augen vor sich und die
verletzte Seele, die sich dahinter verbarg. Ihr letzter Gedanke, bevor sie
einschlief, war dass sie diesen Mann finden musste, um heraus zu finden, was
ihn so quälte.
Ausgeruht wachte Meg am nächsten Morgen
auf. Nachdem sie geduscht hatte, zog sie sich an und verließ das Hotel. Sie
machte sich auf die Suche nach einem Café, um zu frühstücken. Als Sie an der
Strandpromenade entlang schlenderte, fiel Ihr Blick auf ein kleines,
einladendes Café, dem Waffelshop. Sie betrat das Café und nach dem sie sich
ein wenig umgesehen hatte, setzte sie sich an einen Tisch in einer kleinen
Nische.
Es dauerte nicht lange und eine
sympathisch aussehende Frau trat an den Tisch heran
Elaine: „Guten morgen, was darf
ich Ihnen bringen?“
Meg: „Ein großer
Kaffee wäre gut und was können Sie zum Frühstück empfehlen?“
Elaine: „Der Kaffee kommt sofort. Was
das Frühstück betrifft, da sollte ich Ihnen, da das hier ja der Waffelshop
ist, eigentlich Waffeln empfehlen. Aber um ganz ehrlich zu sein, Waffeln sind
das einzigste hier auf der Speisekarte, was Sie meiden sollten. Wie wäre es
stattdessen mit ein paar frischen Crossaints? Ich habe dazu hausgemachte
Erdbeermarmelade anzubieten.“
Meg lächelte.
Meg: „Gut, dann nehme
ich die Crossaints.“
Elaine: „Okay, ich bin gleich
zurück.“
Wenige Minuten später kehrte sie mit
einer großen Tasse dampfenden Kaffee, Crossaints, Butter und Erdbeermarmelade
zu Meg zurück.
Elaine: „Lassen Sie es sich
schmecken. Und wenn Sie noch etwas möchten, dann lassen Sie es mich einfach
wissen.“
Meg genoss Ihr
Frühstück und sah sich dabei in dem Café um. An der Wand, neben dem Eingang
hingen viele alte Fotos. Auf einigen erkannte Meg den Strand und den Pier von
Sunset Beach wieder. Als sie fertig war, stand sie auf und ging zum Tresen
hinüber
Meg: „Die Crossaints
waren köstlich. Was bin ich Ihnen schuldig?“
Elaine: „Freut mich, dass es Ihnen
geschmeckt hat. Machen Sie Urlaub hier in Sunset Beach?“
Meg: „Nein, ich fange
heute hier als Rettungsschwimmerin an.“
Elaine: „Na dann werden wir uns
bestimmt noch öfter sehen. Einige der Rettungsschwimmer gehören zu meinen
Stammkunden. Ich bin Elaine Stevens.“
Meg: „Meg Cummings,
nett Sie kennen zu lernen, Miss Stevens.“
Meg reichte Elaine die
Hand.
Elaine: „Einfach Elaine bitte.
Niemand hier in Sunset Beach nennt mich Miss Stevens, schon gar nicht meine
Freunde.“
Meg: „Gut, ich bin Meg.
Was muss ich nun für das Frühstück bezahlen, Elaine?“
Elaine: „Betrachten Sie sich als
eingeladen.“
Meg: „Danke Elaine,
ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.“
Meg nickte Elaine noch
einmal zu und ging dann Richtung Tür. Dort blieb sie jedoch noch einmal stehen
und sah sich die alten Fotos ein wenig genauer an.
Elaine: „Das sind Amando Deschanel
und die Lady in Black, bei Ihnen ist die Legende zum ersten mal wahr
geworden.“
Elaine war hinter Meg getreten.
Meg dreht sich um und
sah Elaine fragend an.
Meg: „Die Legende?“
Elaine: „Ja die Legende von Sunset
Beach. Wenn die Sonne untergeht und die Santa Anna Winde aufkommen, wird die
erste Person, die Du am Ende des Piers zu sehen bekommst, diejenige sein, die
das Schicksal für Deine Zukunft ausgesucht hat. Sie sehen also Meg, Sie
sollten sich auf jeden Fall den Sonnenuntergang in Sunset Beach ansehen, denn
wer weiß, vielleicht treffen Sie ja dann dabei die Person, die das Schicksal
für Sie bestimmt hat.“
Meg lächelte und
dachte an den gestrigen Sonnenuntergang und an den Mann, den sie am Pier
gesehen hatte, zurück
Meg: „Nun, wir werden
sehen. Aber nun muss ich wirklich los. Es macht keinen guten Eindruck, wenn
ich mich gleich am ersten Tag verspäte. Auf Wiedersehen Elaine und noch einmal
vielen Dank für das Frühstück.“
Elaine: „Nichts zu danken und viel
Glück im neuen Job.“
Ben Evans hatte eine ruhelose Nacht
hinter sich. Immer wenn er eingeschlafen war, hatte er den selben Traum. Er
hatte davon geträumt, dass er sich mit Maria einen Sonnenuntergang vom Pier
aus ansah. Soweit war an diesem Traum nichts besonderes oder erschreckendes
gewesen. Diesen Traum hatte er seit Marias Tod schon sehr oft geträumt.
Allerdings hatte letzte Nacht der Traum für Ben eigenartig geendet. In diesem
Traum drehte sich Maria zu Ihm um und Ihr Gesicht verwandelte sich vor seinen
Augen in das Gesicht der jungen Frau von dem Abend zuvor. Danach war Ben
verwirrt aufgewacht und grübelte lange Zeit darüber nach, warum sich in seinem
Traum das Gesicht von Maria in das Gesicht der fremden Frau verwandelt hatte.
Dann fiel Ihm wieder der Moment ein, in dem sich Ihre Blicke für einen kurzen
Moment getroffen hatten und er das Gefühl hatte, die Frau hatte direkt in
seine Seele geblickt. Dadurch fühlte er sich heute morgen wie gerädert. Um
wieder einen klaren Kopf zu bekommen, hatte er beschlossen, erst einmal eine
Runde zu joggen, bevor er ins Büro ging.
Am Strand machte er zunächst ein paar
Strechübungen, um sich aufzuwärmen. Dabei sog er die frische, klare Morgenluft
tief in seine Lungen ein. Dann begann er mit seinem Lauf. Kräftige und
gleichmäßige Schritte brachten Ihn zügig voran und schon bald hatte er seinen
Rhythmus gefunden und begann sich zu entspannen. Plötzlich allerdings wäre er
beinahe ins Stolpern gekommen, da er meinte, die fremde Frau in einiger
Entfernung zu sehen, wie diese gerade das Hautquartier der Rettungsschwimmer
betrat. Ben bleib stehen, um seine Atmung wieder zu beruhigen und ließ dabei
die Tür des Gebäudes, wohinein die junge Frau verschwunden war, nicht aus den
Augen. Als sie allerdings nach ein paar Minuten nicht wieder herauskam, dachte
Ben, dass Ihm wohl doch nur seine Einbildung einen Streich gespielt hatte. Er
drehte sich um und joggte wieder nach Hause.
Meg betrat das
Hauptquartier der Rettungsschwimmer von Sunset Beach und sah sich um. Ein
junger, gut gebauter, blonder Mann, sah von seinem Schreibtisch auf.
Casey: „Kann ich Ihnen
helfen Misses?“
Meg nickte und ging zu
Ihm hinüber.
Meg: „Ich denke schon,
ich bin die neue Rettungsschwimmerin.“
Der junge Mann sprang auf.
Casey: „Dann sind Sie
Misses Meg Cummings von Baywatch? Herzlich willkommen bei uns.“
Meg: „Danke.“
Meg schüttelte dem
jungen Mann die Hand, die er Ihr entgegenhielt.
Casey: „Ich bin Casey
Mitchum, der Leiter hier. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass sich
jemand freiwillig von der legendären Baywatch hier in das bescheidene Sunset
Beach versetzten lässt.“
Meg: „Nun, ich hatte
meine Gründe dafür. Und wie ich gehört habe, hat Sunset Beach ja seine eigene
Legende.“
Casey: „Oh, das hört
sich an, als ob Du Elaine Stevens bereits kennen gelernt hast, Meg.“
Casey lachte.
Casey: „Ich hoffe es
ist okay, wenn ich Dich duze und Meg nenne. Wir duzen uns hier alle.“
Meg nickte.
Meg: „Klar, kein
Problem, bei Baywatch haben wir das übrigens genauso gehandhabt. Kannst Du mir
denn jetzt meinen Dienstplan geben und mir den Strandabschnitt zeigen, an dem
ich eingesetzt werde?“
Casey ging zu seinem
Schreibtisch zurück und suchte etwas. Als er ein Blatt Papier gefunden hatte,
reichte er es Meg.
Casey: „Das ist Dein
Dienstplan. Ich habe Dich vorerst mit mir zusammen eingeteilt, damit ich Dir
alles zeigen kann. Außerdem interessiert es mich natürlich, alles über
Baywatch zu erfahren.“
Meg: „Ich soll Dich
übrigens von Mitch grüßen.“
Casey: „Danke, darüber können wir uns
ja noch am Strand unterhalten.“
Dann zeigte er hinter sich.
Casey: „Wenn Du diesen
Gang entlang gehst, findest Du auf der rechten Seite den Umkleideraum für die
Frauen. Ich warte hier auf Dich.“
Meg: „Danke, ich bin
gleich zurück.“
Meg verschwand in die
Richtung, die Casey Ihr gerade gezeigt hatte.
Zu Hause angekommen, nahm Ben Evans
erst einmal eine lange Dusche. Der warme Wasserstrahl, der seine verhärteten
Nackenmuskeln traf, wirkte nach kurzer Zeit entspannend. Als er sich entspannt
genug fühlte, stieg er aus der Dusche, trocknete sich ab und zog sich an.
gewohnheitsmäßig hatte er zu einer schwarzen Hose und einem schwarzen Hemd
gegriffen, als er sich es anders überlegte. Er öffnete erneut seinen Schrank
und holte stattdessen eine Jeans und ein blaues Hemd hervor. Als er sich
angekleidet hatte, ging er ins Wohnzimmer hinunter. Dort fiel sein Blick als
erstes auf das große Porträt seiner verstorbenen Frau. Er ging ein paar
Schritte auf das Gemälde zu und starrte es für ein paar Augenblicke an und
seufzte.
Ben: „Warum komme ich einfach nicht los
von Dir? Manchmal habe ich das Gefühl, ich wäre mir Dir gestorben.“
Er drehte sich abrupt um und verließ
das Haus. Das einzigste, was Ihn jetzt von seinen trüben Gedanken abhalten
konnte, war seine Arbeit in der Liberty Corporation. Er stieg in seinen
schwarzen Mercedes und brauste davon.
Fast zwei Stunden lang, waren Casey
und Meg mit einem Einsatzfahrzeug der Rettungsstation am Strand entlang
gefahren und Casey hatte Meg alles wichtige gezeigt. Nun hatten sie Ihren
Posten auf dem Rettungsturm am Pier bezogen.
Casey: „Und bereust Du
es immer noch nicht, dass Du Dich hast von Baywatch hierher versetzten
lassen?“
Meg schüttelte Ihren
Kopf.
Meg: „Nein, ich denke,
Sunset Beach ist genau das, was ich jetzt brauche. Nach dem quirligen Leben in
Malibu ist die Ruhe hier gerade zu himmlisch.“
Casey: „Aber es ist
doch bestimmt aufregend bei Baywatch zu arbeiten?“
Meg: „Sicherlich ist
es das. Das Team dort ist einfach unschlagbar, aber es ist auch anstrengend
dort zu arbeiten. Kannst Du Dir vorstellen, dass sich dort an einem heißen
Sommertag bis zu 5000 Personen am Strand tummeln? Ganz zu schweigen von den
vielen Freaks die sich da herum treiben?“
Casey lachte.
Casey: „Nun ja, ich
habe Mitch dort einmal besucht, von daher kann ich es mir vorstellen. Jetzt
aber mal etwas anderes. Hast Du eigentlich schon eine Unterkunft gefunden?“
Meg: „Nun, vorläufig
wohne ich erst einmal im Seabreeze Hotel. Aber auf die Dauer wird das wohl zu
teuer. Wenn Du da vielleicht einen Tipp für mich hättest, wäre ich Dir sehr
dankbar.“
Casey: „Da wüsste ich
in der Tat etwas. Zusammen mit einer Freundin habe ich ein Strandhaus gekauft,
das arg renovierungsbedürftig war. Um das Haus halten zu können, vermieten wir
einige Zimmer. Eins wäre noch frei, wenn Du Interesse hast.“
Meg: „Das hört sich
doch gut an. Wer wohnt denn alles dort?“
Casey: „Nun, da wären
Dr. Rae Chung, Mark Wolper, meine Wenigkeit und in dem Apartment über der
Garage wohnt Michael Bourne. Er ist ebenfalls Rettungsschwimmer und die meiste
Zeit lebt seine Freundin Vanessa Hart, eine großartige Reporterin, mit in dem
Apartment.“
Meg: „Das hört sich
viel versprechend an. Kann ich mir das Haus mal ansehen?“
Casey nickte.
Casey: „Klar, wenn Du
magst, kannst Du gleich nach Feierabend mitkommen.“
Meg: „Gut
einverstanden.“
Die nächsten Stunden verbrachten Meg
und Casey überwiegend damit, kleinere Schnittwunden und Sonnenbrände zu
versorgen. Als Ihre Schicht zu Ende war, gingen sie zusammen zur
Rettungsstation hinüber.
Casey: „Wenn Du Dich
umgezogen hast, können wir zum Surf Center rüber gehen. Ich warte hier auf
Dich.“
Meg sah Casey fragend
an.
Meg: „Surf Center?”
Casey lachte.
Casey: „So nennen wir
unser Haus.“
Meg: „Ach so. Gut, ich
bin gleich zurück.“
Meg ging in den
Umkleideraum und kehrte wenige Minuten später angekleidet zurück.
Meg: „Da bin ich.
Wollen wir mein Auto nehmen?“
Casey schüttelte
seinen Kopf.
Casey: „Nein, das
lassen wir einfach hier stehen. Bis zum Surf Center sind es nur ein paar
Schritte.“
Meg: „Okay.“
Sie nahm Ihre Tasche und folgte Casey.
Auf dem Weg nach draußen, stießen sie fast mit einem gut durch trainierten
Mann zusammen.
Casey: Hi Michael,
darf ich Dir unsere neue Rettungsschwimmerin Meg Cummings vorstellen? Meg das
ist Michael Bourne.“
Michael reichte Meg die Hand.
Michael: „Hi Meg, herzlich willkommen
bei uns.“
Meg: „Danke Michael.“
Casey: „Meg und ich
sind gerade auf dem Weg zum Surf Center. Ich wollte Meg das freie Zimmer
zeigen.“
Michael lachte und sah Meg an.
Michael: „Hat Dir Casey denn schon
erzählt, dass wir die reinste Chaos WG sind?“
Meg schüttelte lachend
Ihren Kopf.
Meg: „Nein, aber was
er mir bisher erzählt hat, hört sich sehr verlockend an.“
Michael: „Na dann
sehen wir uns ja vielleicht heute Abend. Ich muss jetzt los, meine Schicht
fängt gleich an.
Bye.“
Meg und Casey: „Bye
Michael.“
Casey: „Na dann komm,
auf in das Surf Center.“
Meg folgte Casey den
kurzen Weg am Strand entlang zu einem weißen Haus. Casey öffnete die Haustür
und trat zur Seite.
Casey: „Willkommen im
Surf Center.“
Meg betrat das Haus
und stand mitten in einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer. Sie sah sich
um, als eine junge Frau, asiatischer Herkunft, aus einem Nebenraum kam.
Casey: „Hi Rae, das
ist Meg Cummings. Sie interessiert sich für das freie Zimmer.“
Rae: „Hi Meg, sieh
Dich in Ruhe um. Ich bin gerade angepiept worden und muss leider weg.“
Bevor Meg auch nur etwas sagen
konnte, war die junge Frau auch schon verschwunden. Meg sah Ihr etwas verwirrt
nach.
Casey: „Rae ist Ärztin
und arbeitet im South Bay.“
Meg: „Na das ist doch
bestimmt ein Vorteil, eine Ärztin im Haus zu haben.“
Casey: „Stimmt. Komm
lass uns nach oben gehen, dann zeige ich Dir das freie Zimmer.“
Casey führte Meg die
Treppe hinauf und zeigte Ihr das freie Zimmer. Es war zweckmäßig mit einfachen
Möbelstücken eingerichtet.
Meg: „Das Zimmer
gefällt mir.“
Casey streckte Meg die
Hand entgegen.
Casey: „Na dann
herzlich willkommen im Surf Center.“
Meg: „Danke, ich
denke, dann sollte ich meine Sachen holen.“
Casey: „Brauchst Du
Hilfe?“
Meg schüttelte Ihren
Kopf.
Meg: „Nein, soviel ist
es ja nicht.“
Meg und Casey gingen
wieder hinunter. Unten im Wohnzimmer saß nun ein blonder junger Mann mit
Walkman auf dem Sofa und war dabei ein Stück Pizza zu Essen. Casey ging zu dem
jungen Mann hinüber und zog Ihm die Kopfhörer ab.
Mark;
„Hey Casey.
Was ist?”
Casey: „Mark, ich
möchte Dir gerne unsere neue Mitbewohnerin Meg Cummings vorstellen. Meg, das
ist Mark Wolper, ein aufgehender Stern am DJ Himmel.“
Meg reichte Mark die
Hand.
Meg: „Hi Mark, nett
Dich kennen zu lernen.“
Mark: „Hi Meg, willkommen bei uns.“
Meg: „So, ich werde
dann mal ins Hotel gehen und meine Sachen holen.“
Mark sprang auf.
Mark: „Oh man, ich muss auch los.
Bens Launen sind im Moment mal wieder nicht die besten. Hey, was haltet Ihr
davon, wenn Ihr heute Abend alle ins Deep kommt und wir Megs Einstand feiern?“
Casey: „Das hört sich
doch gut an.“
Meg: „Was ist das Deep?“
Mark: „Das ist der angesagteste
Nachtclub hier in Sunset Beach, in dem ich zufällig auch arbeite.“
Meg: „Na dann bin ich
doch dabei.“
Mark: „Gut, ich reserviere Euch dann
einen Tisch. Bis dann.“
Und schon war Mark verschwunden.
Meg sah Ihm lachend
nach.
Meg: „Ist der immer
so?“
Casey: „Ich fürchte
ja. Aber daran gewöhnst Du Dich schnell.“
Meg: „Bestimmt! So,
nun will ich aber los meine Sachen holen. Bis nachher.“
Casey: „Bis dann! Ach
Meg warte mal!“
Meg drehte sich zu
Casey um. Dieser reichte Ihr einen Schlüssel.
Caesy: „Hier der
gehört jetzt Dir.“
Meg: „Danke.“
Am Abend betrat eine fröhliche Gruppe
junger Leute das Deep. Michael hatte seine Freundin Vanessa Hart auch noch
dazu eingeladen und sie und Meg verstanden sich auf anhieb.
Meg: „Wow, das sieht
ja toll aus hier.“
Casey: „Ja, das Deep
gehört einem guten Freund von mir, Ben Evans.“
Er sah sich um.
Casey: „Da hinten am
DJ Pult ist Mark.“
Mark hatte seine Freunde in der Menge
entdeckt, legte seine Kopfhörer zur Seite und ging zu der Gruppe hinüber.
Mark: „Hi Leute, ich habe Euch dort
hinten einen Tisch reserviert.“
Casey: „Danke Mark.
Setzt Du Dich ein wenig zu uns?“
Mark schüttelte seinen Kopf.
Mark: „Lieber nicht. Ben ist mal
wieder in einer üblen Stimmung.“
Casey seufzte.
Casey: „Verdammt, wird
er jemals darüber hinweg kommen?“
Mark: „Sieht wohl nicht so aus. So,
setzt Euch und lasst Euch durch Ben nicht die Stimmung vermiesen. Ich schicke
Euch gleich jemanden her, der Eure Bestellung aufnimmt.“
Casey: „Okay Mark.“
Die Gruppe setzte sich im den Tisch
herum und kurze Zeit später kam eine junge Kellnerin an ihren Tisch.
Casey: „Hi Gabi, wie
geht’s?“
Gabi: „Danke gut. Was kann ich Euch
bringen?“
Casey: „Ich hätte
gerne ein kühles Bier.“
Michael: „Für mich bitte das selbe.“
Rae: „Ich habe noch
Bereitschaft, also nur ein Mineralwasser für mich.“
Vanessa: „Ich nehme ein Glas
Weißwein.“
Meg: „Und für mich
bitte eine Weißweinschorle.“
Gabi: „Okay, ich bin gleich mit Euren
Getränken zurück.“
Sie drehte sich herum und ging zur
Bar zurück. Mark hatte inzwischen einen langsamen Song aufgelegt. Casey stand
auf und zog Rae mit sich.
Casey: „Komm lass uns
tanzen.“
Rae: „Gerne.“
Hand in Hand gingen sie zur
Tanzfläche hinüber.
Michael: Vanessa, möchtest Du auch
tanzen?“
Vanessa: „Michael, Du weißt wie gerne
ich mit Dir tanze, aber wir können Meg doch nicht ganz alleine hier am Tisch
sitzen lassen.“
Meg lachte.
Meg: „Macht Euch um
mich keine Gedanken, geht ruhig tanzen.“
Vanessa: „Bist Du auch sicher?“
Meg nickte.
Meg: „Ja und nun ab
mit Euch.
Vanessa und Michael standen auf und
gingen eng umschlungen zur Tanzfläche hinüber. Meg sah den Beiden nach.
Ben verließ sein Büro über dem Deep,
da er einige Bestände an der Bar kontrollieren wollte. Eigentlich hätte das ja
auch bis zum nächsten Tag Zeit gehabt, aber er musste sich mit irgendwas
beschäftigen, damit seine Gedanken nicht mehr weiter um diese unbekannte Frau
vom Pier kreisten. Ihre Begegnung war zufällig gewesen und es bestand kaum die
Hoffnung, dass er sie jemals wiedersehen würde. Mit seiner Bestellliste ging
er zu Gabi hinüber und reichte sie ihr.
Ben: „Kannst Du mal bitte überprüfen,
was wir davon noch auf Lager haben?“
Gabi war gerade dabei, ein Tablett
mit Getränken herzurichten.
Gabi: „Mache ich gleich Ben, ich will
nur eben die Getränke dort an den Tisch bringen.“
Sie nickte dabei in die Richtung des
Tisches, an dem Meg saß. Unwillkürlich war Ben Gabis Blick gefolgt und
erstarrte. Da war sie wieder. Er konnte es kaum fassen.
Meg hatte das Gefühl,
dass sie beobachtet wurde. Sie hob den Kopf an und sah direkt in die blauen
Augen vom Vorabend. Und wieder hatte sie das Gefühl, bis in die Seele des
Mannes zu blicken und seine Traurigkeit zu fühlen. Einen Augenblick hielt der
Mann den Blickkontakt mit Meg, dann drehte er sich zu Gabi um.
Ben: „Kontrollier Du die Vorräte, ich
übernehme das hier.“
Ohne auf Gabis Reaktion zu warten,
schnappte er sich das Tablett und bahnte sich seinen Weg durch die Menge.
Ben: „Hi, Gabi sagte mir, das die
Getränke hier an den Tisch gehören. Was darf es für Sie sein?“
Meg: „Die
Weißweinschorle, bitte.“
Sie lächelte den Mann dabei an. Ben
stellte das Glas vor Ihr ab.
Ben: „Ich habe Sie hier noch nie
gesehen. Machen Sie Urlaub hier in Sunset Beach?“
Meg: „Nein, ich bin
gerade nach Sunset Beach gezogen.“
In diesem Moment kehrte der Rest der
Surf Center Clique zurück.
Casey: „Hi Ben, schön
Dich zu sehen. Wie geht es Dir?“
Ben warf einen kurzen Blick auf Meg.
Ben: „Danke gut.“
Casey: „Hey, darf ich
Dir die neuste Rettungsschwimmerin und die neueste Mitbewohnerin vom Surf
Center vorstellen?“
Er legte seinen Arm um Meg.
Casey: „Das ist Meg
Cummings, sie hat sich gerade von Malibu hierher versetzten lassen. Meg, das
ist Ben Evans, einer meiner besten Freunde und der Besitzer dieses
Nachtclubs.“
Ben lächelte Meg zu.
Ben: „Nett Sie kennen zu lernen Miss
Cummings. Ich hoffe Sie werden sich bei uns hier wohlfühlen.“
Er reichte Meg seine Hand und hielt
Ihre einen Moment länger als nötig fest. Meg sah Ihn dabei an.
Meg: „Danke, ich fühle
mich bereits jetzt hier sehr wohl.“
Ben wandte sich wieder Casey zu.
Ben: „Casey hilfst Du mir dieses Jahr
wieder bei der Weihnachtsfeier für die Obdachlosen?“
Casey nickte.
Casey: „Natürlich Ben,
der Termin ist schon fest in meinem Kalender vorgemerkt.“
Meg: „Eine
Weihnachtsfeier für die Obdachlosen? Das klingt nach einer guten Idee. Wenn
Sie noch Hilfe brauchen, ich bin dabei.“
Ben: „Danke, wir können jeder
helfende Hand gebrauchen. Casey kann Ihnen ja alles darüber erzählen. Ich muss
jetzt wieder an die Arbeit.“
Ohne auf eine Antwort zu warten ging
Ben eilig zu Theke zurück. In seinem Innerem tobte ein Sturm seiner Gefühle.
Warum nur fühlte er sich so sehr zu dieser fremden Frau so hingezogen?
Wenigstens kannte er jetzt Ihren Namen und er wusste, dass sie vorhatte in
Sunset Beach zu bleiben. Die Surf Center Clique sah Ben nach.
Michael: „Also so schlecht gelaunt,
wie Mark sagte, kam er mir gar nicht vor.“
Casey nickte.
Casey: „Stimmt, es war
sogar ein Funkeln in seinen Augen, dass ich bei Ihm schon lange nicht mehr
gesehen habe.“
Vanessa: „Hey, ich dachte eigentlich,
wir sind heute hergekommen, um Megs Einzug ins Surf Center zu feiern und nicht
um die Launen von Ben Evans zu analysieren.“
Meg: „Was ist denn mit
Ihm los?“
Casey: „Das ist eine
lange, traurige Geschichte und Vanessa hat recht, wir sind heute hier, um zu
feiern. Die Geschichte von Ben erzähle ich Dir ein anders mal.“
Michael: „Dann lasst uns auf unsere
neue Mitbewohnerin und Rettungsschwimmerin von Sunset Beach trinken.“
Casey, Rae und
Vanessa: „Auf Meg, herzlich willkommen in Sunset Beach.“
Mechanisch hob Meg Ihr Glas an. Ihr
Blick aber konnte sie nicht von Ben Evans ablassen, der gerade die Treppe zu
seinem Büro hinauf stieg und durch die Tür verschwand.
Meg trat vor die Tür des Surf Centers und atmete die frische Morgenluft ein. Sie war schon früh aufgewacht und hatte beschlossen am Strand entlang zu joggen. Die frühen Morgenstunden am Strand waren ihr schon immer die liebsten gewesen. Außer ein paar Frühaufsteher, war um diese Zeit meistens nur sehr wenig Leute am Strand. Sie sah sich einen Moment orientierend um und beschloss dann, nicht in Richtung Pier uns Rettungsstation zu joggen, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Schnell hatte sie ihren Rhythmus gefunden und mit gleichmäßigen Bewegungen lief sie am Strand entlang. Nach einer Weile blieb sie stehen und atmete die frische Morgenluft ein. Sie setzte sich in den Sand und blickte über den blauen Ozean. Das Blau des Wassers erinnerte sie an ein paar blaue Augen, in die sie gestern Abend zum zweiten mal geblickt hatte und Ihre Gedanken, schweiften wieder zu dieser Begegnung ab. Irgendetwas, was sie in diesen Augen gesehen hatte, ließ sie einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Dann erinnerte sie sich an den Moment, als Ben Evans Ihr die Hand gereicht hatte. Bei dieser Berührung hatte sie das Gefühl gehabt, das irgendwas mit Ihr passiert war. Diese Berührung war elektrisierend gewesen und ein Schauer war Ihr über den Rücken gelaufen.
Meg stand auf und klopfte sich den Sand ab. Sie beschloss zur Surf Centrale zurück zu kehren. Sie musste einfach mehr über diesen Ben Evans erfahren und sie hatte das Gefühl, Casey und Mark konnten Ihr dabei helfen. Eilig machte sie sich auf den Rückweg.
Im Surf Center fand sie nur Casey alleine am Frühstückstisch vor.
Casey: „Guten Morgen Meg. So früh schon fit?“
Meg: „Guten Morgen Casey. Ich bin eben ein Frühaufsteher. Wo sind die anderen?“
Casey: „Michael ist wohl noch bei Vanessa, Rae musste schon ins Krankenhaus und Mark hat einen Anruf von seinem Boss bekommen und ist auch schon weg. Warum setzt Du Dich nicht und leistest mir Gesellschaft? Alleine macht das Frühstück nur halb soviel Spaß.“
Meg: „Eigentlich müsste ich erst duschen.“
Casey: „Quatsch, bis Du fertig bist, sind die Eier kalt. Setz Dich, ich bin nicht so empfindlich.“
Meg setze sich und füllte sich Rührei auf den Teller.
Meg: „Gut, wenn Du meinst.“
Sie begann zu essen.
Meg: „Marks Boss scheint wohl sehr streng zu sein, wenn er Mark schon so früh am Morgen anruft.“
Casey: „Ben? Nein, eigentlich nicht. Die beiden sind sehr gut befreundet. Ben und Maria haben Mark unter Ihre Fittiche genommen, als Mark hier in Sunset Beach ankam.“
Meg: „Maria?“
Casey: „Ja, Bens Frau. Mark war damals gerade 17 und von zu Hause ausgerissen. Marks Mutter war gerade gestorben und sein Vater war ein Trinker mit Neigung zu Gewaltausbrüchen. Maria und Ben haben Mark eines Nachts vor dem Deep aufgelesen. Der arme Kerl war halb verhungert. Ben hat dann dafür gesorgt, dass Marks Vater das Sorgerecht entzogen wurde und hat Mark einen Job gegeben. Seit dem sind die Beiden sehr eng befreundet.“
Meg: „Und was ist mit Bens Frau, Maria? Ist sie auch noch mit Mark befreundet?“
Casey: „Sie wäre es bestimmt, aber vor fast drei Jahren ist Maria gestorben.“
Meg: „Oh, dass tut mir leid zu hören.“
Casey: „Ja und Ben leidet immer noch darunter. Er hat sie sehr geliebt.“
Casey sah auf seine Uhr.
Casey: „Langsam sollten wir uns beeilen, unser Dienst fängt bald an.“
Meg: „Du hast recht, ich muss auch noch duschen.“
Sie trank Ihren Kaffee aus und ging nach oben.
Ben und Mark sahen sich zwischen den, zum Verkauf stehenden, Weihnachtsbäumen um.
Ben: „Ich denke, wir sollten den da drüben fürs Deep nehmen und den kleinen dort für das Java Web.“
Mark nickte.
Mark: „Ja eine gute Wahl.“
Ben: „Gut, dann brauche ich nur noch einen für mein Haus.“
Überrascht sah Mark Ben an.
Mark: „Du willst in Deinem Haus einen Baum aufstellen?“
Ben nickte.
Ben: „Ja, ich denke, es wird Zeit, dass ich versuche, wieder ein normales Leben zu führen.“
Mark: „Ja das solltest Du.“
Die beiden Männer sahen sich noch einmal um.
Mark: „Wie wäre es mit dem dort drüben? Ich denke er würde passen.“
Ben sah sich den Baum an.
Ben: „Du hast recht, dieser ist perfekt.“
Mark: „Soll ich dafür sorgen, dass er in Dein Haus geliefert wird?“
Ben: „Ja, das wäre gut.“
Mark: „Gut, brauchst Du sonst irgendwie Hilfe?“
Ben schüttelte seinen Kopf.
Ben: „Nein danke Mark, ich denke, das schaffe ich schon alleine.“
Mark: „Gut, aber wenn Du Deine Meinung änderst, weißt Du wo Du mich findest.“
Ben: „Ja, aber das ist etwas, was ich ganz alleine tun muss.“
Ohne es zu merken, wanderten Bens Gedanken wieder zum Abend zuvor. Diese kristallblauen Augen hatte er immer vor sich, wenn er seine Augen schloss. Nun kannte er auch den Name, der dazu gehörte und letzte Nacht, hat er diesen immer wieder vor sich her gesagt. Er wusste noch nicht genau was Ihn so an Meg faszinierte, aber er wusste ganz genau, dass als sie sich die Hände geschüttelt hatten, irgendetwas mit Ihnen passiert war. Aber bevor er sich weiter mit Meg beschäftigen konnte, musste er versuchen, über Maria hinweg zu kommen. Einmal musste es Ihm doch gelingen, er konnte schließlich nicht für immer in der Vergangenheit leben.
Mark: „Ben, hast Du nicht gehört, was ich gefragt habe?“
Ben: „Tut mir leid Mark, ich war eben mit meinen Gedanken ganz woanders. Was wolltest Du wissen?“
Mark: „Ich wollte nur wissen, wann die Bäume geschmückt werden sollen?“
Ben: „Den fürs Java Web kannst Du schon mal fertig machen, wenn Du willst. Ich denke, dem im Deep werden wohl Casey und sein Team fertig machen.“
Mark: „Gut, dann stelle ich erst einmal den Baum im Java Web auf.“
Ben bezahlte die drei Bäume.
Ben: „Okay, so ich hoffe, Du kommst alleine damit klar. Ich muss jetzt in die Liberty Corporation. Meinst Du, Du kommst heute Abend alleine im Deep klar? Ich brauche etwas Zeit für mich.“
Mark nickte.
Mark: „Kein Problem.“
Ben: „Gut, wir sehen uns dann morgen, bye.“
Mark: „Bye Ben.“
Nachdenklich sah Mark seinem Freund und Boss nach. Mark wusste nicht was es war, aber irgendwas ging in seinem Freund vor. Seid Marias Tod, hatte er sich in der Weihnachtszeit immer sehr zurückgezogen und weder sein Haus dekoriert, noch an einer der vielen Weihnachtspartys teilgenommen. Mark gefiel diese Wendung in Bens Leben und er würde mit der Zeit auch herausfinden, was der Auslöser dafür war.